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Test: Club 3D MST-Hub (4x Display-Port)

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Geschrieben von Marcel Büttner
Veröffentlicht: 12. Februar 2015

Club3D MST Hub newsAuf der letztjährigen Cebit hat Club 3D bereits die zweite Generation der externen MST-Hubs vorgestellt. Wir haben Multi-Stream-Hub ins Haus geholt und wollen aufklären, was sich damit alles anstellen lässt und gleichzeitig auch die Möglichkeiten aufzeigen, die Anwender aller Geräteklassen mit diesem Gerät genießen können. Notebook- und Gaming-PC-Besitzer also unbedingt die nächsten Seiten und die Ergebnisse unseres Testberichts lesen!

Das uns vorliegende Muster kommt mit vier Display-Port-Anschlüssen daher, was im Umkehrschluss bedeutet, dass bis zu vier Monitore an diesem Hub gesteckt werden können. Ein „gebüdendeltes“ Kabel geht an den Display-Port der Grafikkarte. Wahlweise gibt es den Hub auch mit zwei oder drei DisplayPort-Anschlüssen. Alternativ werden diese Konstellationen auch noch mit HDMI-Ports angeboten. Dieser Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung von Club 3D.

Club 3D MST Hub 2 opener

Anwendungsszenarien

Um zu verstehen was solch ein Produkt ausmacht, muss man erst einmal verschiedene Anwendergruppen bzw. Bedarfsszenarien aufzeigen:

Der klassische Desktop-PC-Anwender mit zu wenigen Monitorausgängen an der Grafikkarte. In der Regel mangelt es, auch aufgrund des Alters des Pixelbeschleunigers, an den notwendigen Monitorausgängen um mehrere Bildschirme mit nativer Auflösung betreiben zu können. An dieser Stelle fungiert der MST-Hub als Art Verteiler.

Der Notebook-Anwender mit zu wenigen Monitorausgängen, möchte gern mehrere Displays anschließen. Im Grunde genommen eine Parallele zum o.g. Desktop-PC-Anwender, nur eben auf sein Notebook abgeleitet. So haben zum Beispiel fast alle gängigen Ultrabooks einen HDMI-Port verbaut. Einen zweiten oder gar einen Mini-Display-Port lassen sich die Hersteller teuer per Aufpreis zahlen. Gleicher Anwendungsfall, der HUB greift als Art Erweiterung.

Das letzte Beispiel zeigt der klassische Traveler- oder Business-Anwender auf. Dieser ist oft bei Kunden oder Veranstaltungen unterwegs und zugleich ungebunden, möchte aber trotzdem immer mit externen Monitoren arbeiten, seinen Desktop erweitern ohne dabei auf die eigenen Daten verzichten zu müssen. Dazu kann auch der Adapter mitgenommen und vor Ort ggf. angeschlossen werden.

 

Detailansicht

Die Produktgestaltung hat ein sehr wertig herüberkommendes Endprodukt zum Resultat. An dieser Stelle mal ein Lob an die Produktdesigner. Kehrseite der Medaille sind aber auch die rund 140 EUR Anschaffungspreis. Im Karton selbst befindet sich der Adapter, das externe Netzteil und ein informatives Übersichtsblatt auf dem alle realsierbaren Auflösungen niedergeschrieben sind.

Club 3D MST Hub 1 Club 3D MST Hub 3 Club 3D MST Hub 9

Club 3D MST Hub 4 Club 3D MST Hub 5 Club 3D MST Hub 6

Deutlich zu erkennen sind die vier Display-Port-Anschlüsse der Zertifizierung 1.2. Der Anschluss bedarf im Grunde genommen keine weitere Erklärung. Wichtig an dieser Stelle nur: Man kann auch weniger Monitore verwenden. Der Adapter muss also nicht voll bestückt sein. Die Stromversorgung übernimmt an dieser Stelle eine externes Netzteil mit 5V Eingangsspannung.

 

Technische Daten

Produktname: Multi Stream Transport (MST) Hub DisplayPort 1-4
Produkt Series: SenseVision
Produkt Code:   CSV-5400

Schnittstelle: Display Port 1.2a Hub 1-4

Spannung: Input: 5V + / - 10%; Output: 3.3V + / - 10%  

Ausgangskonfiguration: DisplayPort 1.2a x 3

 

DisplayPort 1.2 unterstützt bis zum doppelten der Bandbreite von DisplayPort 1.1a (HBR). High bit-rate 2 (HBR2) liefert bis zu 5,4Gbit/s/lane an Bandbreite oder bis zu 21,6Gbit/s in einer kompletten four-lane Konfiguration. Dies passt sehr gut zu vielen Applikationen, die eine hohe Anforderung an die Bandbreite haben.

DP 1 2 BAND

Die Anzahl der Displays und das Timing kann in jedem der Displays kontrolliert werden, abhängig von der verfügbaren Bandbreite.

HBR

 


 

Praxistest

Wir haben für den Test gleich mehrere Konstellationen in Betracht gezogen und versucht ein praxisnahes Beispiel zu schaffen. Verwendung fand an dieser Stelle die Club 3D HD 7870 Royal Queen. Diese Grafikkarte kommt ohne "normalen" Display-Port- (1.2) dafür aber mit zwei Mini-Display-Port-Anschlüssen daher. Um ein mögliches Kabel- bzw. Anschlusswirrwarr zu umgehen kann man jetzt den MST-Hub mittels eines Mini-Display-Port auf DisplayPort-Adapter an der Grafikkarte anschließen. Der höchstmögliche Datendurchsatz eines DisplayPorts von circa 21Gbit/s limitiert bzw. macht unser Vorhaben etwas schwieriger. Also werden zwei Monitore über den MST-Hub angeschlossen und einer über den Dual-DVI-Anschluss direkt an der Grafikkarte.

Club 3D MST Hub 10 Club 3D MST Hub 11
Links: Ausgabe nur über mini-DP - Rechts: Anwendungsfall in diesem Testbericht

Das Wichtigste was es im Vorfeld zu prüfen gilt, sind natürlich die technischen Eckdaten. Der Einstieg ist nicht ganz leicht, aber man kann aber schnell Vorteile für die eigene Verwendung finden. Im Grunde genommen müssen "lediglich" die Durchsatzraten der jeweiligen Bildschirmauflösung berechnet werden um festzustellen, was mit dem Hub möglich ist. Nachfolgend haben wir nochmal das verwendete Testsystem vollständig aufgelistet.

 

 

Intel (S. 1150)Haswell-Testsystem

Testsystem overview 2 k

Testsystem overview Haswell-Overview-CPU coolermaster-benchtable
Monitor)e) 3x ASUS PB278Q (27`- 2560x1440 Pixel)
Prozessor:
Intel Core i5-4670K (Retail)
Mainboard: MSI Z97 Gaming 7
Kühlung: Prolimatech Megahalems
RAM:
2x4GB Kingston HyperX Fury @ 1866MHz
Netzteil: Seasonix X-1050W
Grafikkarte:
Club 3D HD 7870 Royal Queen
Betriebssystem: Windows 8.1 (x64)
Grafiktreiber: CCC 14.3

 

Das wir unser Monitor-Gespann nicht komplett über den MST-Hub bzw. einen Mini-Display-Port (mittels MST-Hub) anschließen können, liegt wie bereits angesprochen, an den maximalen Durchsatzraten der Schnittstelle. Die Spezifikation 1.2 kann eine maximalen Bandbreite von 21.8 Gbit/s (17.28Gbit/s Video) inkl. Tonspur übertragen. Mit dem neuen Standard 1.3, welcher wohl erst gegen Ende nächsten Jahres in den Massenmarkt Einzug findet, erfährt der Display-Port ein Upgrade und wird noch interessanter für den 4K-Bereich. Als kleines Demonstrationsbeispiel das nachfolgende Bild:

Club 3D MST Hub 8

Die Konfiguration als solche ist leicht verständlich und erfolgt über den Catalyst-Treiber von AMD, sofern man eine AMD-GPU verbaut hat. "Monitor-Bündelungen" sind mit Nvidia-Grafikkarten nicht möglich, da sie in den Windows-Einstellungen immer als mehrere Geräte erkannt werden. Die Funktion selbst ist aber ohne Probleme möglich. Beim dargestellten AMD-Setup können die drei Displays in der Software als ein Gerät zusammengefasst werden, was ein exklusives AMD Eyefinity Feature ist.

Treiber 1 Treiber 2 Treiber 3 resolution

 

Eyefinity & Gaming

Das ein solches Monitor-Setup (7680x1440 Pixel) für Spiele immense Leistung abverlangt ist nicht erst seit gestern bekannt. Trotzdem haben wir es uns nicht nehmen lassen es noch einmal kurz zu demonstrieren. Ein möglicher CrossFireX-Verbund würde logischer Weise einen Leistungs-Schub mit sich bringen.

Sofern man die Monitore mit einer Auflösung von maximal FullHD (1920x1080) betreibt, können je nach MST-Hub bis zu vier Monitore angeschlossen werden. Mit einem weiteren MST-Hub ist es theoretisch möglich, nochmals die gleiche Summe anzuklemmen. Voraussetzung dafür ist natürlich der auf der Grafikkarte vorhandene Mini-Display-Port Anschluss. Generell ist es mit AMDs Eyfinity Technologie möglich, bis zu 24 Monitore anzuschließen.

Club 3D MST Hub 7

Die Technologie selbst wurde in den vergangenen Jahren bereits hinlänglich thematisiert und muss nicht unbedingt nochmal breit getreten werden. Fakt ist aber, dass allein die "Wand" von Bildschirmen einem Bastler / Gamer das Herz auf gehen lässt. In einer "Demolution-Runde" von Dirt-Showdown kann der Verbund seine Stärke voll auspielen und den Spaßfaktor nach oben treiben. Werfen wir mal den Blick zu den Möglichkeiten mit dem Notebook.

 

MST-Hub & Notebooks

Eingangs sprachen wir über mögliche Käufergruppen auf denen der MST-Hub abzielt. Belassen wir es mal bei dem genannten Business-Anwender, welcher im Zweifel auf ein MacBook oder Ultrabook setzt, aber trotzdem die größtmögliche Monitor-Nutzfläche am Schreibtisch zur Verfügung haben möchte. Genau an diesem Punkt setzt das Produkt von Club 3D an. 

club3d dp mst 1 club3d dp mst 2

Die im Büro oder Zuhause befindlichen Displays, auch mit unterschiedlichen Abmessungen, werden an den Hub angeschlossen und dieser wiederum mit dem Mini-Display-Port (1.2) am Notebook verbunden. Wie weiter oben im Text beschrieben, muss auch in diesem Fall wieder auf die Auflösung bzw. die Durchsatzrate geachtet werden. Wie auch im Desktop-Bereich, genießen bei den Notebooks alle Modelle mit AMD-Grafik den vollen Funktionsumfang. Wie am Ende die externen Display genutzt werden, obligt ausschließlich der eigenen Fantasie oder Bedarf. Kommen wir auf der nächsten Seite abschließend zum Fazit.

 


 

Fazit

Wenn man den zuvor stehenden Text komplett gelesen hat und an exakt dieser Stelle angekommen ist, liegt die Vermutung nahe, dass reges Interesse am MST-Hub von Club 3D besteht. Dieses Interesse können wir in Form unseres Fazit nur bestätigen! Die Thematik selbst ist keinesfalls einsteigerfreundlich und auch als recht trocken zu bezeichnen, aber kann dem Anwender im Ergebnis einen extremen Mehrwert bringen.

Ob nun am Desktop-PC oder Notebook, die Vielfalt welche ein MST-Hub dem geneigten Käufer bietet, wird lediglich durch die eigene Fantasie und leider auch (noch) durch den Display-Port (1.2) hinsichtlich des Datendurchsatzes limitiert. Im Detail ist der letztgenannte Punkt gar nicht so schlimm, weil die breite Masse wohl eh maximal mit FullHD-Auflösungen (1920x1080 Pixel) hantiert.

Wo liegt denn jetzt genau mein Nutzen? Im Desktop-Bereich kann eine nicht dafür vorgesehene (AMD!) Grafikkarte mittels des Hubs so genutzt werden, so dass ein bis zu vier Displays großer Eyefinity-Verbund daraus resultiert. Notebook-Anwender erweitern ihren Desktop ebenfalls über den Mini-Display-Port und können, je nach MST-Hub, bis zu vier weitere externe Displays anschließen. In der Summe stellt das für circa 140 EUR erhältliche Produkt für all diejenigen eine sinnvolle Erweiterung dar, welche mehr als einen Monitor verwenden (möchten). Der Club 3D Hub kann auch direkt bei Amazonhttps://ir-de.amazon-adsystem.com/e/ir?t=hardwarejourn-21&l=ur2&o=3 gekauft werden.

 

Club 3D MST Hub - 4x Display-Port
back to the roots mit klassischen Farbmuster und Kernfeatures, 12.02.2015

Grafikkarten Testberichte Hersteller-Homepage Bei Amazon kaufenhttps://ir-de.amazon-adsystem.com/e/ir?t=hardwarejourn-21&l=ur2&o=3
Pro Contra  http://ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?_encoding=UTF8&ASIN=B00KYMQDJ6&Format=_SL160_&ID=AsinImage&MarketPlace=DE&ServiceVersion=20070822&WS=1&tag=hardwarejourn-21

+ günstigere und einfachere Lösung als Konkurrenz
+ Erweiterung des Desktops trotz weniger Anschlüsse möglich
+ Plug & Play: keine Zusatztreiber notwendig

+ geringe Stromaufnahme: 3,5 W max. 2,5 W normal
+ Eyfinity 6 Unterstützung

- DP auf mini-DP adapter nicht enthalten

 

redaktionsempfehlung

 

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