Hardware-Einbau
Nachdem die Festplattenkäfige zuerst ausgebaut wurden, zeigte sich das Gehäuse in seiner wahren Größe. Somit ist es relativ leicht, die Hardware unterzubringen. Dabei sollte beachtet werden, dass erst das Netzteil, dann das Mainboard und zuletzt Grafikkarte sowie Festplatten untergebracht werden sollten. Die zwei 92mm Lüfter in der Front, sind in einem Rahmen befestigt, lassen sich aber leicht demontieren.
Beim restlichen Einbauen traten keine Komplikationen auf. Einzig die Kabel des I/O-Panels sind teilweise zu lang geraten und müssen sinnvoll im Gehäuse untergebracht werden. Zwar lassen sich diese am Boden mit Kabelbindern an laschen fixieren, doch stören sie teilweise immer noch im Gehäuse. Findige Tüftler ersetzen diese Kabel meistens eh durch Eigenkreationen.
Unser Testsystem passt ohne Probleme in das Node 304. Tatsächlich hätten einige Komponenten deutlich größer ausfallen können. So dürfen im Node 304 Tower- oder Top-Blow Kühler maximal 170 Millimeter hoch sein, um ohne Komplikationen hineinzupassen. Möchte man alle Festplattenkäfige im Gehäuse behalten, darf die Grafikkarte nur so lang sein wie das Mini-ITX Mainboard, also 170 Millimeter. Wird der äußere Käfig entfernt, passen alle üblichen Grafikkarten, die mit Stromkabeln nicht länger als 32 Zentimeter sind, in das Gehäuse rein. Netzteile dürfen über eine maximale Länge von 160mm verfügen, da sie sonst mit der Grafikkarte kollidieren würden.
Praxistest
Unsere Gehäusetests werden nach einem standardisierten Prinzip durchgeführt. Wie wir testen, kann bald in einem Mini-ITX-Gehäuse-Setup nachgelesen werden. Auf diese Art und Weise ist eine Vergleichsmöglichkeit aller Testberichte im Bereich von Gehäusen gegeben.
Mini-ITX-Gehäuse-Testsystem | ||
| Prozessor: | Intel Core i3-3225 (Retail) | |
| Mainboard: | Asus P8Z77I-Deluxe | |
| Kühlung: | Noctua NH-L9i | |
| HDD: | Western Digital 7200 U/min | |
| RAM: | 2x 2GB Kingston HyperX T1 DDR3-2133MHz | |
| Netzteil: | Seasonic G-550 | |
| Grafikkarte: | AMD HD7770 1GB | |
| Betriebssystem: | Windows 8 x64 | |
| Grafiktreiber: | CCC 12.8 |
Temperaturmessung:
Um unser Testsystem auf Temperatur zu bringen, kommen die Programme AIDA 64, Furmark und Prime95 zum Einsatz. Prime95 läuft im Maximum Heat- und der Furmark 1.9.5 im Xtreme Burning Modus gleichzeitig 30 Minuten lang. Anschließend werden die Werte mittels AIDA 64 notiert.
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Wie zu erwarten fallen die Temperaturen bei einem solch großen Gehäuse relativ gut aus, sodass die Komponenten zusätzlich problemlos übertaktet werden können. Vor allem unsere Festplatte bleibt auch unter Last ziemlich kühl, teilweise sogar kühler als in größeren Tower-Gehäusen möglich. Insgesamt schneider hier das Fractal Design Node 304 sehr gut ab.
Praxisbeobachtungen
Obwohl wir das Gehäuse noch nicht ganz auf Herz und Nieren testen konnten, sammelten wir dennoch einige Erfahrungen. So fiel relativ schnell auf, dass das Chassis und die lackierten Deckel zwar relativ resistent gegen Kratzer sind, dafür aber fast jeder Fingerabdruck auf der Front und auf dem Seitenteilen zu sehen sind. Zwar lassen sich diese relativ leicht entfernen, dennoch ist es durchaus nervig.
Durch das fehlende Kabelmanagementsystem wird es auch schnell chaotisch im Gehäuse. Dennoch lassen sich die Kabel gut am Boden und an der Querstrebe auf der Oberseite befestigen. Lässt man dann noch ein oder zwei Festplattenkäfige weg, bekommt man mit ein wenig ausprobieren die Kabel ordentlich verlegt.
Weiterhin positiv zu vermerken ist die kleine Lüftersteuerung an der Rückseite des Gehäuses. Mit dieser lassen sich die mitgelieferten Lüfter nämlich auf 7 und 5 Volt drosseln. Bei diesen Spannungen ist deren Lautstärkepegel auch halbwegs niedrig, sodass diese nicht unbedingt ausgetauscht werden müssen. Laufen diese aber auf 12 Volt sind sie deutlich zu hören und nicht für ein Silentsystem geeignet. An dieser Stelle sind wohl neue bzw. andere Lüfter als die richtige Lösung anzusehen.





