Hardware-Einbau
Der Einbau der Laufwerke erfolgt beim be quiet! Pure Base 500 FS über Hilfsrahmen oder direkt im Käfig. Da sich alle Elemente entfernen lassen, gestaltet sich das ziemlich simpel. 3,5"-Festplatten werden mit Schrauben im Käfig fixiert und dabei über Gummi-Aufnahmen entkoppelt. Das ist aktuell auch nicht mehr bei allen Gehäusen die Regel. Die Einbauplätze im Innenraum können optisch etwas her machen, allerdings ist der Ausschnitt für die Kabel etwas knapp bemessen. Man braucht hier eigentlich flache, gerade SATA-Stromstecker, diese kollidieren dann aber ggf. mit den Steckern des zweiten Laufwerks und sind an Netzteilen immer nur am Ende eines Strangs vorzufinden. Die 2,5 Zoll Laufwerke werden in den Innenraum gerichtet montiert, sofern man diese Stelle verwenden möchte.
Das Mainboard wird quasi nach unten hängend montiert, sodass die Anschlüsse durch die bereits beschriebene Öffnung nach unten respektive nach hinten weggeleitet werden. Auf der Rückseite ist ein großer Durchlass und etwaige Retentionmodule für CPU-Kühler montieren zu können.
Mainboard wird nach "unten gekippt" eingebaut - PCI-Express-Slot ohne Riser-Karte nutzbar
Apropos Rückseite, hat man eine M.2-SSD mit Kühlerkörper und möchte diese unterbringen, ist leider kein Platz dafür vorhanden, weil das Seitenteil sehr knapp darüber verläuft. Ggf. lässt sich mit einem anderen Mainboard, bei dem die SSD mittels Adapter nach Innen zeigt, mit in System unterbringen. Grundsätzlich sind das aber die Ausgangsbedienungen.
Käfig für das SFX-Netzteil kann leicht entnommen und der Stromversorger darin verbaut werden
Die Montage des Netzteils, es wird übrigens zwingend ein SFX-Pendant benötigt, ist relativ simpel. Den Käfig aus dem Gehäuse ausschrauben, Netzteil mitsamt Kabel darin verbauen und beides wieder auf gleiche Weise am Rahmen festschrauben – fertig. Dieser Rahmen des 2000D bietet zudem eine Montagemöglichkeit für ein 2,5 Zoll Laufwerk. Wie man schon auf den Bildern sehen kann, haben wir uns zudem für das brandneue Corsair SF850L entschieden. Ein SFX-Netzteil mit ATX 3.0 Freigabe und super Kabelmodularität.
Kompletter Lieferumfang des Corsair SF850L Netzteils - Flachbandkabel und Zubehör
Nette Details - die Schraubdurchführungen passen 1 zu 1
Sobald das Netzteil und weitere Baugruppen im Gehäuse untergebracht sind wird es langsam kuschelig darin. Die Kabel, auch wenn modular und nur aufs notwendigste beschränkt, nehmen einen großen Raum ein. Im Falle der bereits montierten Geforce RTX 3080 Ti wird deutlich, welcher Platzbedarf in alle Ecken gefordert wird. Hier kommt mitunter der größte Schwachpunkt des 2000D zum Tragen: Es ist quasi kein Kabelmanagement vorhanden, was sehr schade ist. Mit kleinen Hilfsmitteln und „Leitungen“ hätte sich mit großer Sicherheit etwas umsetzen lassen.
Platz ist begrenzt - aber man bekommt auch High End Grafikkarten unter - hier eine Nvidia RTX 3080 Ti
Gerade im oberen Bereich wo sich der RGB-Hub und der PWM-Verteiler befinden, ist quasi unmöglich heranzukommen, so bald eine große Grafikkarte verbaut wurde. Wie gesagt, kein großer Nachteil, man muss die Umsetzung lediglich sehr gut im Vorfeld planen. Die Grafikkarte wird ganz normal in den PCI-Express-Slot eingesteckt und benötigt keine Riser-Karte, was zugleich einen weiteren Vorteil darstellt. Des Weiteren liegen die Lüfter bzw. Kühler direkt an der Gehäusewand an, sodass hier ein direkter Zufluss mit Frischluft existiert.
Auf der Rückseite besteht auch noch marginal Nutzraum für Kabel. Hier muss man bei „voller Hardware-Bestückung“ ein wenig kreativ werden, dann klappt das auch alles. Als kreativ kann man durchaus die Kabelverlegung für den Kaltgerätestecker bezeichnen, der von oben nach unten mittels Adapter weggeleitet wird. Der Anschluss erfolgt dann im gleichen Bereich wo auch das IO-Shield von Mainboard untergebracht ist.
Alles zusammengebaut wirkt dann schon recht imposant. Wie gesagt, in diesem Beispiel wurde versucht das Maximale herauszuholen, was sich als recht anspruchsvoll herausstellte, gerade auch weil alle Lüfter mit zusätzlich RGB-Header-Kabel daherkommen und in Summe eine recht große „Kabelmasse“ erzeugen, die man bei finaler Montage dann gar nicht mehr sieht, aber dennoch anständig geplant werden will.
Eine RTX 3080 Ti als Grafikkarte sowie eine Corsair H150i Elite Capellix All in One Wasserkühlung - beides geht!
Auch für große Grafikkarten perfekt geeignet - nur Kabel der Stromzufuhr könnten etwas stören
Wasserkühlung - Radiatoren
Radiatoren können mehreren Größenordnungen verbaut werden. Ob es nun gleich eine Custom-Lösung sein muss erscheint in diesem Gehäuse aber doch als sehr ambitioniert zu gelten. Wer es bei einer All-in-One-Lösung belässt der wird aber ebenfalls sehr gut bedient. Dafür nimmt man das Montage-Bracket heraus, schraubt dort die Lösung mitsamt Lüfter auf bringt das Konstrukt dann wieder final im Gehäuse unter. Fixiert wird das Bracket dann noch mit zwei Schrauben.
In unserem Fall wurde eine Corsair H150i Eliute Capellix (360mm) Lösung eingebaut. Platztechnisch total unkompliziert, aber wegen der Lüfter und den zahlreichen Anschlusssträngen dann ein wenig komplex unter zu bringen. Wer sich mit weniger begnügt dürfte absolut keine „Montageprobleme“ bekommen. Selbstreden lassen sich auch andere Radiatoren verbauen, zum Beispiel auch 280mm Ausführungen.
Bracket mitsamt Radiator und Lüfter - kann fertig ins Gehäuse verbaut werden





