Hardware-Einbau
Der Einbau des Testsystems verlief ohne größere Probleme. Lediglich der Einbau des Netzteils ust unnötig verkompliziert worden und besteht aus mehreren Schritten. Wie genau der Einbau funktioniert zeigen wir natürlich Schritt für Schritt.
Um das Netzteil zu verbauen, muss zunächst die Unterseite abgenommen werden. Außerdem werden zwei Metallscheinen, Schrauben und Gummientkopplungen aus dem Zubehör benötigt. Die Schienen bilden im fertigen Zustand einen Halterahmen für das Netzteil, da dieses ohne die Unterseite sonst keine Halterung hätte. Damit das Netzteil trotzdem keine Vibrationen überträgt, werden die beiden Entkopplungen an der gelochten Metallschiene befestigt.
Im nächsten Schritt wird die vorbereitete Metallschiene von der rechten Gehäuseseite, zwischen dem mittleren und dem letzten SSD Rahmen, befestigt. Damit die Schiene aber nicht lose in der Luft hängt, wird sie mit der zweiten Schiene verschraubt, welche anschließend in einer kleinen Halterung unterhalb des 3.5" Käfigs einrastet.
Nun muss theoretisch nur noch das Netzteil mit dem Lüfter nach oben, unter der so kreierten Halterung geschoben werden. Allerdings stehen dabei die Entkopplungen im Wege und lassen sich nur mit Gewalt zur Seite schieben. So können sie jedoch ihre Arbeit nicht mehr verrichten was bedeutet, dass man die umständlich zusammengeschraubte Halterung, wieder auseinander bauen muss, damit das Netzteil erst an seinen Platz gelegt werden kann. Anschließend kann die Halterung wieder zusammengebaut werden. Der letzte Schritt, das Einrasten der zweiten Schiene, wird durch das Netzteil deutlich erschwert. Ist dies dann aber endlich erledigt, sitzt das Netzteil Bombenfest und verruscht selbst verschraubt nicht einen Millimeter. Wieso man das Ganze aber so kompliziert machen musste, bleibt ein Rätsel. Durch diese Schritte ziehte sich der Hardware Einbau um knapp 10 Minuten weiter in die Länge, da auch die Anleitung keine große Hilfe war. Probieren und testen waren hier die Hilfsmittel der Wahl.
Die Montage des Netzteils bleibt nicht die einzige Überraschung. Auch beim Einbau der Festplatten, genauer gesagt beim Einbau einer 2.5" SSD, agiert Thermaltake abseits der Norm. Schaut man sich die Rahmen etwas genauer an, erkennt man beim 2.5" Rahmen nur zwei Öffnungen für Schrauben. Normalerweise werden auch SSDs mit allen vier Schrauben befestigt. Problematisch ist die Verschraubung mit nur zwei Schrauben zumindest bei SSDs nicht. Wer jedoch 2.5" HDDs verbauen möchte, sollte sich dies noch einmal genauer überlegen. 3.5" HDDs werden wiederum wie erwartet einfach in ihren Rahmen gedrückt und mithilfe der kleinen Kunstsoffnasen gesichert.
Beim Einbau der restlichen Hardware verlief dann alles völlig Problemlos, was zum großen Teil auch an dem großzügigen Platzangebot des Level 20 VT liegt. Wer gehofft hat, dass sich alle Kabel verstecken lassen, wird allerdings enttäuscht sein. Auch wenn die Glasseitenteile getönt sind, sind die Kabel trotzdem deutlich sichtbar. Wird dann auch noch beleuchtete Hardware verbaut, ist dieser Effekt noch stärker.
Besonders positiv aufgefallen beim zusammengebauten Level 20 VT sind die Glasseitenteile. Diese stehen nicht wie bei vielen anderen Gehäusen wenige Millimeter vom Gehäuserahmen oder der Vorderseite ab, sondernliegen komplett plan an. Einzig die Fassung des Glases verhindert eine durchgehend plane Seite. Geräusche und Staub werden so erfolgreich eliminiert.
Einbau Wasserkühlung
In Zeiten wo AiO Wasserkühlungen populärer denn je sind, darf in einem Gehäuse Test natürlich nicht die Kompatibilität der Wasserkühlungen und Radiatoren vergessen werden zu prüfen. Dafür haben wir versucht unterschiedliche Radiator-Größen und Dicken, im Gehäuse zu montieren.
Da es beim Level 20 VT für Radiatoren in der Front und im Heck nahezu keine Begrenzung für die Dicke gibt und selbst ein 60mm Radiator in Push/Pull verbaut werden kann, beschränken wir uns auf den Einbau von Wärmetauschern im Deckel oder genauer gesagt, an den dafür vorgesehenen Schienen. Diese können für den Einbau, oder für die Optik, einfach aus dem Deckel genommen werden.
So können zwei 120/240mm Radiatoren oder ein 240 sowie ein 280mm Radiator zusammen verbaut werden. Zwei 280mm Radiatoren sind leider nicht möglich. Wer es gerne größer hätte, kann auf die beiden mittleren Schienen verzichten und so Platz für einen 200mm Single Radiator machen der zusammen mit einem 200mm Lüfter - wie er in der Front verbaut ist. In der Front wären die passenden Montagepunkte ebenfalls vorhanden. Durch die Schienen wird der teilweise lästige Einbau bei Pull Konfigurationen ungemein vereinfacht und die Radiatoren können schnell und einfach an ihren Bestimmungsort gebracht werden.
Wirft man dann aber noch mal einen genaueren Blick auf die verbauten Wärmetauscher, so fallen Lücken zwischen Schiene und Gehäuserahmen auf. Die Schienen sitzen also nicht gerade, sondern mussten beim Einbau ein wenig verbogen werden damit die Radiatoren gepasst haben. Ob dies ein generelles Problem ist, oder aber einfach nur an den Alphacool NexXxoS Radiatoren liegt, konnten wir leider nicht klären.





