Software
Weil alles andere Abstrus wäre, kommt natürlich auch bei der Scimitar RGB Elite iCUE als Konfigurierung-Software zum Einsatz. In der ersten Instanz kann man wie immer die Programmierung der Tasten vornehmen. Hier kann man sich aus einer Vielzahl von Funktionen bedienen. Unter anderem auch Makros oder Multimedia-Befehle. Der zweite Reiter befasst sich wieder mit der Beleuchtung der Maus. Wählbar sind vier Zonen. Belegen lassen sich das Logo, das Mausrad, die Front sowie der Bereich an den Zusatztasten. Jede verfügt über eine einzelne Diode, es sind also keine fließenden Übergänge innerhalb eines Bereichs umsetzbar. Darauf folgt die Einstellung der DPI. Es lassen sich bis zu fünf Stufen ablegen. Durch die drei Profile ergeben sich insgesamt also theoretisch bis zu 15 Stufen. In der Kategorie Performance lässt sich Angle Snapping aktivieren und die Mauszeigerpräzision genau einstellen. Die Kalibrierung, welche man zuletzt findet, erscheint da wichtiger zu sein. Hier lässt sich der Sensor an den Untergrund anpassen, wobei sie ab Werk auf Corsair Mauspads wie das Corsair MM350 vor kalibriert ist.
Beleuchtung
Die Beleuchtung der Maus ist eher unspektakulär. Beleuchtet werden das Logo, die seitlichen Tasten, das Mausrad sowie die drei Streifen an der Front. Eine fünfte Zone bildet die DPI-Anzeige, welche man theoretisch auch mit ins Farbschema einspannen kann. Im Gegensatz von einigen anderen Komponenten des Herstellers, verzichtet man auch bei der Scimitar RGB Elite noch immer auf eine Beleuchtung mit Farbübergängen bzw. mehreren adressierbaren Dioden pro Zone.
Praxis & Leistung
Als Erstes muss gesagt werden, dass die Gewöhnung an die Scimitar RGB Elite wirklich lange braucht. Die Form ist wirklich speziell und das Gehäuse auch nicht besonders groß. Grundsätzlich ist sie für den Palm-Grip geeignet, allerdings kann man den Handballen nicht wirklich komplett ablegen. Zudem ist die Hand leicht eingedreht, wenn man sie wie gewollt ablegt. Andere Griff-Typen wollen nicht so wirklich funktionieren. Das liegt zum einen am Gewicht, zum anderen aber an der Form. Beim Claw-Grip fehlt der Halt am Rücken und man kann die seitlichen Tasten nur schwer erreichen und auslösen. Ähnliches gilt beim Finger-Tip-Grip, wobei man hier die Tasten besser erreicht. In der Summe will ich die Maus nicht schlecht reden was die Ergonomie angeht, aber man muss sich schon arg daran gewöhnen.
Die Tasten fühlen sich rundum sehr kurzhubig an und lassen sich leicht auslösen. Die Haupttasten dürften allerdings ein klein wenig knackiger sein. Das gefällt bei der Nightsword RGB bspw. besser. Die Tasten des Zwölfer-Feldes sind hier ebenfalls etwas fester ausgelegt. Dass man die Stellung der Tasten anpassen kann, ist sehr gut. Denn sonst könnt es ggf. Probleme geben. Auch hier braucht es eine gewisse Zeit, bis man die Tasten umfänglich nutzen bzw. effektiv nutzen kann. Hier muss ich aber ehrlich sagen, dass ich kein MOBA-Spieler bin, weshalb ich den Zugewinn nur schwer einschätzen kann. Die Zielgruppe sollte dies selbst einschätzen können. Als Alltags-Maus würde ich sie generell nicht unbedingt bezeichnen.
Wie man anhand der DPI-Messungen sehen kann, funktioniert der Sensor sehr akkurat. Die Vorgaben werden sehr genau getroffen.
Eingestellte DPI | Gemessene DPI | Abweichung |
800 | 813 | ~2% |
1500 | 1535 | ~2% |
3000 | 3046 | ~2% |
6000 | 6263 | ~4% |
9000 | 9131 | ~2% |
Beim Test der Beschleunigung zeigte sich jedoch wieder ein gewohntes Bild. Die Maus bzw. der Sensor kommt ohne zusätzlicher Beschleunigung aus, was man am folgenden Graphen daran erkennt, dass nach der schnellen Rechtsbewegung und anschließend langsamen Linksbewegung der Ursprungspunkt exakt erreicht wird.
Bei der Polling-Rate ergibt sich eine recht dichte Wolke um die eingestellten 1000 Hz. Die meisten Ausreißer befinden sich im Abstand von ±40 Hz, was als normal zu betrachten ist. Nach oben und unten gibt es nur sehr vereinzelt Ausreißer, was aber nicht weiter stören sollte bzw. nicht spürbar ist.
Insgesamt macht der Sensor wie immer einen hervorragenden Job. Zur Scimitar RGB Pro sollte es allerdings nicht wirklich einen spürbaren Unterschied geben.