Die Tastatur im Detail
Optisch findet man bei der Viper V765 mehrere Parallelen zu anderen Tastaturen, was sich bei der Vielfalt des Marktes aber sicherlich auch nur noch schwer vermeiden lässt. So erinnert die Erhöhung am oberen, hinteren Rand etwas an die Corsair K70 MK.2 RGB, mit welcher die V765 auch die Aluminium-Top-Platte gemeinsam hat. Statt einer Bürstung der Oberfläche, hat der Hersteller diese hier Silber lackiert. Die Formgebung mit abfallenden Seiten erinnert hingegen ein klein wenig an die Cougar Attack X3 RGB.
Weiteres Design-Merkmal sind die freistehenden Schalter. Es gibt also sozusagen keine Mulde, in der sich der Staub oder Dreck sammeln kann. Die neuste Switch-Generation von Kailh, die Kailh Box Switches, erlauben zudem einen weiteren Schutz vor einer Verschmutzung. Insgesamt erreicht die Tastatur die Zertifizierung nach IP56, ist also gefeit vor Staub in schädigender Menge sowie starkes Strahlwasser. Für den ein oder anderen ungeschickten Gamer sicherlich ein entscheidender Vorteil. Das 1,8m lange Verbindungskabel ist im roten Markenfarbton mit einem Stoffgeflecht ummantelt und recht flexibel, jedoch nicht abnehmbar. Weitere Anschlüsse wie Klinken- oder USB-Passthrough sucht man vergebens.
Das Sample der V765 lag uns im US-Layout vor, ist aber auch als QWERTZ erhältlich. Erweitert wird das QWERTY-Layout durch vier dedizierte Medientasten oberhalb der Funktions-Tasten sowie eine Lautstärkewalze oberhalb des Ziffernblocks. Die vielen Tasten zur On-The-Fly-Steuerung der Beleuchtung werden über eine Doppelbelegung der Funktionstasten umgesetzt - nichts ungewöhnliches. Selbiges ist bspw. auch bei der Thermaltake Level 20 RGB ebenso umgesetzt.
Die beiliegende Handballenauflage ist magnetisch und lässt sich relativ stabil an die Tastatur anheften. Sie ist auf der Oberseite mit einer Gummi-Schicht versehen, was eine angenehme Haptik erzeugt, aber auch Staub magisch anzieht. Theoretisch ist sie auch mit Abstand zur Tastatur nutzbar, allerdings ist sie dafür recht schmal, wodurch sie etwas zum Kippeln neigen könnte. Der Effekt ist ähnlich ausgeprägt wie bei der Cooler Master MK750.
Bei den Schaltern setzt man auf die neuste Generation von Kailh. Es handelt sich dabei nun nicht mehr um Klone der Cherry MX Schalter, sondern eine Eigenkreation, welche zusätzliche Vorteile bieten soll. So sind sie bspw. mit 80 mio Auslösungen spezifiziert, was noch einmal 30 mio über der Konkurrenz liegt. Zudem hat man die Schalter mit einem anderen Stößel versehen, wodurch der Schalter nun Wasser- und Staubgeschützt sind (IP56 statt IP40). Der Rahmen um die Kreuz-Aufnahme erinnert ein wenig an die Cherry MX Low Profile RGB (siehe z. B. Cooler Master SK630) welche diesen für eine bessere Stabilität einsetzen.
Um die Eigenschaften der eher selten anzutreffenden Schalter besser einordnen zu können, haben wir die Kailh Box Switch Red der Viper V765 mit der Konkurrenz in folgender Tabelle abgebildet. Zu den Kailh Box Switch White gibt es im Grunde keine direkte Konkurrenz. Sie sind beinahe identisch zu den roten Schaltern, allerdings statt linearer Auslegung taktil mit Klick.
| Schalter | Kailh Box Switch Red | Kailh KT Switch Red | Cherry MX Red | Kailh Box Switch White | Kailh KT Switch Blue | Cherry MX Blue |
| Charakteristik | linear | clicky | ||||
| Betätigungskraft | 45 ± 10 cN | 50 ± 10 cN | 45 ± 15 cN | 55 ± 10 cN | 50 ± 10 cN | 60 ± 15 cN |
| Vorlaufweg | 1,8 ± 0,3 mm | 1,9 ± 0,4 mm | 2,0 ± 0,6 mm | 1,8 ± 0,3 mm | 1,9 ± 0,4 mm | 2,2 ± 0,6 mm |
| Gesamtweg | 3,6 - 0,3 mm | 4,0 ± 0,4 mm | 4,0 - 0,4 mm | 3,6 - 0,3 mm | 4,0 - 0,4 mm | 4,0 - 0,5 mm |
| Auslösungen | 80 mio | 70 mio | 50 mio | 80 mio | 70 mio | 50 mio |
Wie man sieht, sollen die Schalter die eigentlichen Vorreiter mit weniger Toleranz schlagen können und zusätzlich auch Haltbarer sein. Auch der Schutz nach IP56 fällt deutlich höher aus, als bei der Konkurrenz von Cherry (IP40).















