Die Tastatur im Detail
Sharkoons PureWriter RGB macht auf den ersten Blick einen sehr aufgeräumten und besonders kompakten Eindruck. Das kommt dadurch, dass die Tastatur mit ihren Abmessungen von lediglich 436 x 127 x 35 mm (L x B x H) für ein Full Size Layout auch tatsächlich als klein zu bewerten ist. Dadurch bleibt allerdings auch keinerlei Platz für dedizierte Mediatasten. Dafür muss eine Zusatzbelegung und eine FN-Taste herhalten.
Das Layout der PureWriter RGB, entspricht einem typischen Layout mit Nummernblock, welches in drei Blöcke unterteilt ist. Wie bereits angesprochen finden wir keine dedizierten Mediatasten, sondern Zusatzbelegungen auf vielen verschiedenen Tasten. Diese sind allerdings nicht alle für die Mediasteuerung, denn die verbaute RGB-Beleuchtung wird nicht mittels Software, sondern onboard über die Zusatzbelegungen, zum Beispiel der Pfeiltasten, gesteuert. Das subtile Sharkoon Branding über den Pfeiltasten stört das schlichte und elegante Gesamtbild der PureWriter RGB nicht.
Unter den nur knapp sechs Millimeter hohen Tastenkappen verbergen sich die Kailh Switche. Diese sind optisch sofort von Cherrys mechanischen Switchen zu unterscheiden, denn die hier verbauten Kailh Switche sind deutlich flacher und haben zwei Löcher zum Befestigen der Tastenkappe. Ob es auch in der Handhabung offensichtliche Unterschiede gibt, wird im Praxiseinsatz geklärt. Der edlen Optik zugute kommend, sind die Switche nicht in das Tastatur Gehäuse eingelassen. So lässt sich die Tastatur zudem auch leichter reinigen. Einzig die Beleuchtung kommt aufgrund des schwarzen Untergrunds, nicht so gut zur Geltung.
Ein Blick auf die Unterseite offenbart zwei ausklappbare Standfüße sowie vier relativ kleine Gummierungen an den jeweiligen Ecken beziehungsweise an den beiden Standfüßen. Der Rest der Unterseite besteht aus schwarzem Kunststoff. Wie sich die Gummierungen schlagen klären wir später.
Die Standfüße bieten auch im ausgeklappten Zustand eine Gummierung und heben die Sharkoon PureWriter RGB um circa 1,3 Millimeter in die Höhe. Viel ist das nicht unbedingt, auch eine Anpassung der Höhe durch ein zweites Paar Füße ist nicht gegeben. Die Thermaltake Premium X1 RGB bietet solch eine Anpassung beispielsweise an. Dadurch ist eine Erhöhung um knapp einen oder zwei Millimeter möglich. Da die Tastatur und die Kappen jedoch so flach gehalten sind, reichen die Standfüße aus. Für höhere Tastaturen sieht es da schon enger aus.
Der angesprochene Höhenunterschied zu „herkömmlichen“ mechanischen Tastaturen lässt sich am einfachsten von der Seite erkennen. Als Vergleichsmodell ziehen wir in diesem Fall die angesprochene Thermaltake Premium X1 RGB heran. Die Standfüße beider Tastaturen sind selbstverständlich eingeklappt. So zeigt sich sehr deutlich, dass die Gesamthöhe der Sharkoon PureWriter RGB mitsamt der Tasten, maximal auf Höhe des Gehäuses der Thermaltake Premium X1 ist.
Bevor wir in den Praxistest übergehen und die steuerbare Beleuchtung genauer unter die Lupe nehmen, werfen wir noch einen Blick auf die Rückseite der Tastatur. Auch hier bleibt es weiterhin schlicht und einfach. Lediglich ein USB-Anschluss ist hier vorzufinden. Dieser agiert allerdings nicht als Anschluss für externe USB-Geräte, sondern ist der Anschluss der Tastatur, denn das USB Kabel kann abgenommen werden.
Leider setzt man hier noch nicht auf den USB Type-C-Standard. Stattdessen kommt ein Micro-USB Anschluss zum Einsatz. Dieser ist nicht nur fragiler und geht schneller kaputt, sondern er ist auch nicht so einfach einzustecken wie ein USB-C Anschluss. Die beiden USB Kabel enden natürlich in einem normalen USB-A Anschluss für den Anschluss am Computer. Ihre beiden Kontakte sind zudem vergoldet, was eine bessere Übertragung gewährleisten soll.
Ob dem so ist, darüber streiten sich seit jeher die Geister. Das zwei verschieden lange Kabel beigelegt sind ist definitiv als Pluspunkt zu sehen, denn so eignet sich die Tastatur nicht nur für Zuhause, sondern auch auf LANs oder im Büro, wo die Rechner meist auf dem Tisch stehen und ein 1,5 Meter langes Kabel nur unnötigen Kabelsalat verursachen würde.





