Die Software
Die Software der Cooler Master SK630 kommt im typischen Look des Herstellers daher. Über vier Reiter sind alle Einstellungen erreichbar. Im ersten findet man alle Möglichkeiten der Beleuchtung wieder. Man findet eine große Auswahl an vordefinierten Effekten wieder, kann aber auch selbst noch einmal Hand anlegen. Dazu wählt man eine Farbe und anschließend einzelne oder mehrere Tasten oder Rahmenzonen aus. Die Farbe kann mit Farbreglern oder der Farbtafel getroffen werden. Pro Profil können mehrere Effekte hinzugefügt werden, sodass man auch innerhalb eines noch Wechseln kann.
Das Aufnehmen von Makros ist wirklich sehr intuitiv und benutzerfreundlich umgesetzt. Zunächst legt man ein neues Makro an, zeichnet anschließend die Befehlsfolge auf und legt anschließend eine oder mehrere Tasten zur Ausführung fest. Bei der Aufzeichnug können einzelne Eingaben auch im Nachgang noch korrigiert werden.
Auch lässt sich die Tastenbeleung schnell und einfach ändern. Man wählt die jeweilige Taste aus und weist ihr eine neue zu. Das ist alles.
Insgesamt lassen sich vier Profile anlegen und auf den Speicher der Tastatur ablegen. Man kann sie also auch ohne die Software weiterhin komplett weiter benutzen. Des Weiteren lassen sich die Profile auch im- und exportieren. Die Einfachheit der Software ist insgesamt also kein Nachteil. Es kann eher so angesehen werden, dass auch wenig erfahrene Nutzer gut zurechtkommen sollten.
Die Beleuchtung
Die SK630 kann mehrfach individualisiert werden. Neben den Tasten, kann auch ein Streifen im Rahmen beleuchtet werden. Da die Tastenkappen sehr flach sind und die Switches freistehend montiert sind, treten auch die Gehäuse glühend in Erscheinung. Insgesamt also ein ähnliches Spektakel wie bei der Cooler Master MK750 oder der bald erscheinenden MK730. Die Farbwiedergabe ist gut und auch die Leuchtkraft kann sich sehen lassen.
Neben einfarbiger Beleuchtung, beherrscht sie natürlich auch viele Effekte mit verschiedenen Farben sowie fließende Übergängen. Somit lassen sich zum Beispiel auch einzelne Tasten besonders hervorheben. Ingesamt zeigt sie sich sehr eindrucksvoll, jedoch ist der äußere Leuchtring dabei eher zurückhaltend.
Die Ausleuchtung der Kappen ist eigentlich wie gewohnt. Da die Diode oberhalb des Stößels sitzt, sind die Kappen im unteren Bereich schwächer ausgeleuchtet. Der Unterschied hält sich aber in Grenzen. Weniger gut ist der Weißwert. Die Wiedergabe ist kalt bzw. weißt einen starken Blaustich auf. Das zweite Bild gibt das zwar etwas übertrieben wieder, aber auch auf dem ersten sieht man es bereits gut. Was zudem auffällt ist, dass sich die einzelnen Dioden untereinander mehr oder weniger beeinflussen.
Der Praxistest
Die Konfiguration der Cooler Master SK630 kann wie erwähnt, auf zwei Arten erfolgen. Zum einen kann man alle Einstellungen ohne Software über Tastenkombinationen auf der Tastatur direkt vornehmen, zum anderen aber auch die dazu Software nutzen. Da diese wirklich sehr gut strukturiert ist und der Onboard Speicher vier Profile aufnehmen kann, erscheint derr Weg über die on-the-fly-Bedienung in manchen Belangen umständlich. Für diejenigen, die Zusatzsoftware generell ablehnen bleibt es natürlich ein "fairer" Zug, dass Cooler Master die beide Bedienungen anbietet.
Der hohe Umfang der Zusatzfunktionen rächt sich allerdings auch ein wenig, zumindest aus subjektiver Sicht. Denn es sind zwar Multimedia-Funktionen hinterlegt, eine wichtige fehlt dort allerdings - die Mute-Taste. Diese hat man bei der MasterKeys Pro L und MK750 auch schon verweigert. Der Hersteller sieht also scheinbar keinen hohen Stellenwert für die Funktion. Da die Funktionstaste in der Nähe liegt, kann man die Medienbedienung auch mit einer Hand vornehmen.
Die Ergonomie der SK630 ist ok, und das obwohl weder Verstellung noch eine Ablage vorhanden sind. Um die Hände vor der Tastatur abzulegen, bleibt sie aber noch etwas zu hoch. Die Ballen müssen also mehr der weniger etwas schweben. Hier muss man für sich selber entscheiden, ob man damit zurecht kommt. Eine schmale Ablage im Stile der MK750 hätte unserer Meinung nach nicht geschadet bzw. der Tastatur sogar gut getan. So ganz kommt das Notebook-Feeling also nicht auf. Dazu müssten die Ballen auf der selben Höhe wie die Kappen abgelegt werden.
Das Schreibgefühl der Cherry MX Low Profile RGB Red ist wiederrum wirklich sehr gut. Der kürzere Hubweg lässt Eingaben wirklich flink von der Hand bzw. den Händen gleiten. DIe Lautstärke hält sich dabei in Grenzen. Ingesamt bleibt es bei einem typischen Klackern der Kapen auf das Metall, ähnlich wie bei den klassischen Cherry MX Red. Eine wirkliche Einsatzvorgabe nennt der Hersteller nicht, jedoch zeigt sie sich in zwei Bereichen von der starken Seite. Für das reine Schreiben sind die größflächigen Tastenkappen der SK630 sehr gut ausgelegt und auch der kurze Tastenhub lässt eine schnelle Eingabe zu. Für das Arbeiten mit Photoshop, Excel und Co könnte der Zehnerblock fehlen. Hier sollte man schon eher zu SK650 greifen. Des Weiteren muss man sich aber auch vor einem Gaming-Einsatz nicht scheuen. Auch hier profitiert man von der hohen Eingabegeschwindigkeit.
















