Der Praxiseinsatz
Mechanische Tastaturen haben mehrere Vorteile. Der wichtigste für Gamer ist womöglich die Anti-Ghosting Funktion. Cooler Master hat, um diesem Effekt entgegenzuwirken, ein N-Key-Rollover implementiert. Für diejenigen, die nicht wissen was damit gemeint ist, eine kurze Erklärung: Ältere Tastaturen verfügen meistens nur über ein 6-Key-Rollover. Das heißt, es können maximal sechs Tasten gleichzeitig registriert werden. Werden mehr Tasten ausgelöst, können manche Befehle einfach geschluckt werden. In speziellen Fällen kann eine Kombination aus mehreren Tastenanschlägen auch für andere als vorgesehene Befehle auslösen. Dies liegt ebenfalls an der Gitterstruktur des Aufbaus, welche auch die Anschlagszahl limitiert.
Das N-Key-Rollover der MasterKeys Pro L RGB bedeutet nun also, dass N-Taste, also beliebig viele, gedrückt werden können, ohne das ein Befehl verloren geht. Wir haben natürlich untersucht, ob dies zutreffend ist. Das Ergebnis sieht man auf dem folgenden Bild (Hinweis: Dass nicht alle Tasten gedrückt wurden, lag am Unvermögen des Redakteurs, nicht an der Tastatur). Man kann also tatsächlich so viele Tasten drücken wie man möchte, ohne dass etwas verloren oder falsch weitergegeben wird.

Der Wechsel von einer Rubberdome auf eine mechanische Tastatur ist immer mit etwas Umgewöhnung verbunden. Fällt die Wahl auf Cherry MX Red Switches, fällt die aufgebrachte Zeit aber nicht sehr hoch aus. Zumindest ist dies die Meinung bzw. der Konsens der Redaktion. Die Auslösung mit diesen Schaltern fällt vergleichsweise leicht aus. Daher kann es zu Fehlauslösungen kommen. Da der Abstand zwischen den Tasten bei der MasterKeys Pro L jedoch etwas größer ausfällt, als es bei den meisten Rubberdome Versionen der Fall ist, wird das etwas minimiert. Durch den geringeren Auslösedruck kann man jedoch auch schneller reagieren, so zumindest der subjektive Eindruck. Beim Zocken konnten indes keine Probleme ermittelt werden. Die Tastatur liefert insgesamt eine super Performance. Sei es bei den Tasten, dem Layout oder der Beleuchtung. Hier muss nämlich wirklich angemerkt werden, dass Cooler Master diese gut umgesetzt hat bzw. der Einsatz der größeren LEDs sich bemerkbar macht. Als sehr praktisch haben wir dabei auch die programmierbaren Tastenfarben gefunden. Bei neuen Spielen hat das nämlich den Vorteil, dass man die Beleuchtung bspw. dem Befehlstyp (Waffenauswahl etc.) zuordnet und man sich schneller zurechtfindet.
Auch wenn die Cherry MX Red Switches in den meisten Fällen als Gaming-Schalter bezeichnet werden, so kann man mit diesen auch gut schreiben. Dadurch, dass es wenig Druck benötigt um einen Befehl abzugeben, kann sich die Schreibrate erhöhen. Jedoch kann es anfänglich, hervorgerufen durch den leichten Druckpunkt, auch noch häufig zu Schreibfehlern kommen.
Lautstärketechnisch kann man sagen, dass sich die Cooler Master MasterKeys Pro L RGB mit MX Red Schaltern weder positiv noch negativ von anderen Tastaturen mit diesen Schaltern abhebt. Dass die Schalter etwas deutlicher zu hören sind als Rubbderdome Derivate, sollte klar sein. Mit etwas Übung kann man das Geräuschniveau allerdings auch noch ein wenig verringern, da das lauteste Geräusch vom oberen Totpunkt nach dem loslassen der Tasten ertönt. Da man die Tasten nicht vollständig durchdrücken muss um ein Signal auszulösen, fällt das Geräusch also umso geringer aus, je weniger man die Tasten durchdrückt. Kommen wir abschließend nun zum Fazit.





