Die Tastatur im Detail
Wie bereits angesprochen, handelt es sich bei der Pro L um eine Full Size Tastatur. Zu den üblichen 105 Tasten gesellen sich vier weitere, auf welche die Profile abgelegt werden. Trotz Full Size-Formats fällt sie jedoch eher klein aus. Wie zu erkennen liegt das am schmalen Rahmen. Durch diesen fällt auch die sonst übliche, zusätzliche Statusanzeige von Caps-, Num- und Scroll-Lock weg. Bei der MasterKeys Pro S ist dies ebenfalls der Fall. Bei diesen beiden Modellen wird der Status einfach über die LED unter der jeweiligen Taste angezeigt. Das heißt, ist die Funktion deaktiviert, bleibt die jeweilige Taste unbeleuchtet. Diese eigentlich clevere Lösung kann dann nachteilig sein, wenn man Beleuchtungs-Modi mit Bewegung wählt. Hier fällt es dann manchmal schwer zu sehen, ob die einzelnen Tasten nun aktiv sind oder nicht. Die Pro M verfügt im Übrigen über die „klassische“ Anzeige.
Mediatasten sucht man also zunächst auch vergeblich. Diese hat Cooler Master jedoch über die FN-Taste und dem Block oberhalb der Pfeiltasten realisiert. Leider wurde hier auf eine Mute-Funktion verzichtet und stattdessen eine Stopp-Taste platziert. Der Ort der Platzierung ist aber durchdacht. Denn die Kombinationen für die Mediabedienung lassen sich alle mit einer Hand erledigen. Die FN-Taste ist auch noch für eine Reihe anderer Zusatzfunktion zuständig, welche auf der nächsten Seite geklärt werden.
Viele Gaming-Tastaturen mit mechanischen Schaltern verbauen die Tasten freistehend. Bei der vorliegenden ist das nicht der Fall. Einen direkten Blick auf die Schalter-Gehäuse erhält man also auch nicht. Insgesamt lässt das die Tastatur weniger wie ein Gaming-Modell erscheinen, erfordert allerdings auch mehr Aufwand beim Reinigen, da die Kappen zuvor entfernt werden müssen. Apropos Tastenkappen. Cooler Master nutzt bei der Herstellung ABS. Dieses eher günstige Material hat den Nachteil, dass die Oberfläche nach längerer Verwendung glatt wird und die Tasten somit etwas speckig wirken können. Entgegenwirken möchte der Hersteller mittels der matten UV-Beschichtung. Wer gänzlich auf Abnutzungserscheinungen verzichten möchte, ist eventuell besser mit der MasterKeys L (ohne Pro) beraten. Hier werden die Kappen aus PBT hergestellt, welches noch einmal widerstandsfähiger ist.
Bei vielen mechanischen Modellen mit Beleuchtung werden die Lichterzeuger ersichtlich, wenn man die Kappen entfernt. Das ist hier nicht der Fall. Zumindest nicht direkt. Um die Helligkeit der Beleuchtung zu erhöhen, was nebenbei erwähnt oft ein Problem bei mechanischen Tastaturen ist, wurden in der Platine extra große Aussparungen eingefügt, welche die Montage von größeren, leistungsstärkeren LEDs ermöglichen. Diese sitzen dann sozusagen unterhalb des transparenten Gehäuses der einzelnen Schalter.
Damit man auch in schnellen Spielsituationen die volle Kontrolle behält, ist die Tastatur mit vier Gummi-Stoppern versehen. Auch die Aufsteller haben eine Gummi-Fläche, allerdings wirkt diese etwas härter und weniger rutschfest. Was sich zusätzlich auf die Standfestigkeit auswirkt, ist die zur Stabilisierung des PCBs vorgesehene Metallplatte. Dadurch erhöht sich das Gewicht erheblich gegenüber Rubberdome-Tastaturen. Das USB-Kabel ist abnehmbar und wird mittig unter der Tastatur eingesteckt. Damit es nicht versehentlich gezogen wird, wird es durch einen Kanal etwas eingeklemmt. Diese Klemm-Kanäle verlaufe nicht nur gerade nach hinten, sondern auch waagerecht. Somit könnte man das Kabel auch seitlich aus der Tastatur führen.





