Praxistest
Cougar hat mit den beiden Gaming-Keyboards wirklich konkurrenzfähige Produkte entwickelt. Das Design ist zwar nicht sehr auffällig, zeigt sich aber von einer modernen Seite. Durch die Verwendung von Aluminium auf der Oberseite bekommen die Tastaturen zudem einen hochwertigen Touch. Sehr ansprechend ist auch der Kontrast, der mit den grauen G-Tasten und den gold-kupfernen Schrauben entsteht. Dazu kommt dann noch das Cougar-Logo, das den Keyboards den letzten Schliff verleiht.
Das Gehäuse ist stabil gebaut und auch die Stoffummantelung des Kabels ist ordentlich gemacht. Sehr hochwertig ist auch das Aluminium verarbeitet worden, der gebürstete Look weiß einfach zu beeindrucken. Bei der 700K sind die Keycaps aus einem schönen, leicht matten Kunststoff und sind durch die Laserung von hoher Qualität. Beim kleinen Bruder dagegen wurden die Zeichen aufgedruckt, auch der Kunststoff ist dort etwas anders. Mittlerweile sind die Drucker jedoch von der Technik sehr weit, das wir bei den Buchstaben eine gute Lebenserwartung vermuten. Vorteilhaft bei mechanischen Tastaturen ist der leichte Austausch der Keycaps. So kann man diese nach Abnutzung einfach durch neue ersetzen.
Verbaut wurden bei der 700K und 600K die MX Brown, erhältlich sind aber auch MX Red, Black und Blue. Die braunen Switches hatten wir bereits bei der Ducky Shine 4 und der CM Storm Trigger Z unter die Lupe genommen. Schließlich kann man die MX Brown als gute Allrounder-Switches bezeichnen, da sie einerseits perfekt für den Alltag und das Tippen von Texten sind, andererseits auch super für schnelle Gaming-Sessions gebraucht werden können. Der Pressdruck ist deutlich kleiner als beispielsweise bei den MX Red, wodurch man beim Schreiben nicht so viel Kraft benötigt Zwar muss man beim Betätigen einen leichten Widerstand überwinden, der Druckweg ist jedoch sehr gering.
Die Standfestigkeit der beiden Cougar-Keyboards ist soweit in Ordnung. Zwar sind die rundum gummierten ausklappbaren Füße eine tolle Sache, die beiden anderen Gummipads sind jedoch etwas zu klein. Abhilfe schafft die Handballenablage, die nochmal etwas mehr Gewicht dazu packt und zudem weitere Gummifüße auf der Unterseite besitzt. Vorbild ist beispielsweise die Logitech G910, die wirklich große und viele Füße mit Gummierung besitzt.
Die Medien- und Funktionstasten am oberen Rand sind sehr hilfreich und mittlerweile bei vielen Gaming-Keyboards zum Standard geworden. Auch die Möglichkeit, die Wiederholungsrate einstellen zu können, ist eine geniale Innovation. Gesehen haben wir dieses Feature schon bei der Corsair Gaming K95 RGB. Weitere Einstellungsmöglichkeiten gibt es im Treiber, zu dem wir jetzt kommen werden.
Software und Beleuchtung
Die Treiber-Software für die 700K auf der Cougar-Homepage zum Download bereit. Für die 600K gibt es lediglich ein Firmware-Update. Nach der Installation startet erst ein FW-Update bei der 700K, anschließend öffnet sich der Treiber automatisch wenn das Keyboard angesteckt wird.
Der Funktionsumfang ist wirklich beeindruckend, übersichtlich ist die Software anfangs aber nicht. Nach einiger Eingewöhnungszeit weiß man jedoch, wo sich welche Funktion befindet und behält den Überblick. Sehr clever ist zudem die Möglichkeit, in einem Treiberfenster zwischen Maus und Tastatur zu switchen. Durch den Onboard-Speicher können direkt auf der 700K drei Profile gespeichert werden. Sinnvoll ist sowas z. B. um auch abhängig vom Treiber die vorgefertigten Einstellungen mit einem Knopfdruck zu ändern.
Die Beleuchtung ist bei der 600K nur bei einzelnen Funktionstasten gegeben, bei der 700K hingegen hat Cougar eine vollwertige Hintergrundbeleuchtung verbaut. Passend zum bisherigen Farbschema setzt der Hersteller hierbei orangene LEDs ein. Diese können in drei Helligkeitsstufen eingestellt werden, zudem gibt es im Treiber einige Effekte wie zum Beispiel "Pulsieren". Sehr interessant ist übrigens der "Sleep Mode", bei dem wir bei einem Bildschirmschoner nach einer gewissen Zeit ein Effekt einsetzt. Type A beispielsweise lässt komplett wild irgendwelche LEDs kurzzeitig aufleuchten. Kommen wir abschließend zur Urteilsfindung.

















