Benchmark & Leistung
ADATA verbaut in der neu aufgesetzen Serie einen QLC-Flashspeicher. QLC steht für Quadrupel Level Cell, was bedeutet, dass pro Zelle 4 Bit gespeichert werden können. Das ist eine Steigerung gegenüber dem TLC (Triple Level Cell) NAND, welcher bisher auf der SD600 verbaut wurde und soll sich in geringeren Kosten niederschlagen. Die Leistung soll dennoch hoch ausfallen. Ob das bei der SD600Q SSD auch der Fall ist, haben wir ein einigen nachfolgenden Tests festgehalten.
Stresstest mit AIDA64
Um dem QLC-Speicher auf den Zahn zu fühlen, wurde die SSD über einen Zeitraum von ca. 130 Minuten dauerhaft mit Daten beschrieben. Der nachfolgende Screenshot zeigt, dass die Leistung nach ca. 35 Minuten erheblich nachgelassen hat. Unter anderem kann der Cache vollgelaufen sein oder die maximale Betriebs-Temperatur erreicht worden sein, sodass eine Drosselung des Speichermechanismus die Folge war. Das Gehäuse der SSD hat sich während dieses Testlaufs langsam erwärmt. Es wurde AIDA 64 Engineer V5.99.4900 unter Windows 10 eingesetzt.
Lesegeschwindigkeit mit CrystalDiskMark
Das Schreiben von verschiedenen Block-Typen und Größen braucht unterschiedlich viel Zeit - entsprechend werden dann mehr oder weniger schnell Daten verarbeitet. Bei großen Dateien sind die oberen Werte interessant, viele kleine Dateien spiegeln sich im unteren Bereich wieder. Um dies besser zu verstehen, ein kleiner Exkurs in die Logik einer SSD: Für das Schreiben einer einzelnen Datei muss in den Speichersegmenten ein Anfang und ein Ende definiert werden. Und genau das dauert einen kurzen Moment, sodass bei vielen Dateien aus einem Moment mehrere Sekunden werden.
Praxistest
Neben den synthetischen Benchmarks soll die SSD auch bei alltäglichen Anwendungen ihr Können unter Beweis stellen. Dazu werden drei Spiele, Anno 1800, Tom Clancy's The Divison 2 und Tom Clancy's Rainbow Six Siege mit dem Programm "TeraCopy" auf die externe SSD kopiert. Die Spiele befinden sich für den Kopiervorgang auf einer Samsung EVO 970 M2 SSD um an dieser Stelle ein Bottleneck auszuschließen.
Bei den Spielen ist zu beachten, dass The Division 2 aus wesentlich mehr Dateien besteht als die anderen beiden. Bei der Übertragung dieses Spiels konnte eine Durchschnitts-Übertragungsgeschwindigket von 194 MB/s gemessen werden. Mit 4 Minuten und 18 Sekunden konnte die Übertragung recht flott abgeschlossen werden.
Die Übertragung von Anno 1800, welches nur aus 247 Dateien besteht, hat wesentlich länger gedauert. Das Spiel ist kleiner, hat weniger Dateien und wurde mit durchschnittlich 73 MB/s kopiert. Innerhalb der 8 Minuten und 19 Sekunden ist folgendes passiert: Im Taskmanager sowie bei TeraCopy konnte abgelesen werden, dass die Übertragungsrate in immer häufigeren Abständen auf bis zu 26 MB/s gefallen ist. Hintergrund wird der vollgelaufene SLC-Cache sein. Der Einsatz des SLC-Caches ist nicht ungewöhnlich bzw. eigentlich die Regel. Im Gegensatz zu Speichern mit bspw. TLC NAND, ist der Leistungseinbruch bei QLC NAND allerdings deutlich größer.


Zuletzt wurde Rainbow Six Siege übertragen, für ca. 96GB mussten über 13 Minuten aufgewendet werden - für eine LAN-Party vielleicht noch erschwinglich, um regelmäßig große PhotoShop-Dateien zu speichern eignet sich der "Schnellspeicher" dann doch weniger. Viele kleine Dateien bremsen das Laufwerk vermutlich weniger selten aus, dafür dauert der Kopier-Vorgang natürlich länger.












