Detailansicht / PCB der SSD
Empfängt man die Verpackung könnte man meinen, man hätte erneut die erste Generation vor sich. Die SSD wird hier identisch zum 2017er Modell abgebildet, also mit blauem PCB. Nach dem Öffnen sieht man, dass die WD Black NVMe SSD nun der Bezeichnung auch gerecht wird.
Statt des blauen PCBs, werden die Chips auf einem schwarzen PCB aufgelötet. Das Format bleibt dabei identisch. Mit 2280, also 22 x 80 mm, kann das Laufwerk so gut wie in allen gängigen M.2 Steckplätzen montiert werden, insofern dieser über das PCI Express Interface angebunden ist. Da man lediglich einen Sticker auf die ICs bappt, ist auch der Einsatz unter Kühlern oder in Mainboards kein Problem.
Unter dem Sticker verbergen sich wieder drei verschiedene Bauteile. Die mit SanDisk 05560 256G gekennzeichneten 3D NAND (links und rechts) stammen aus eigener Produktion und sind als TLC (3-Bit pro Zelle) mit 64 Layern (BiCS3) umgesetzt. Auch beim Controller setzt man nun auf eine Eigenkreation. Der SanDisk 20-82-007011 verfügt über acht Kanäle und beherrscht einen Pseudo SLC Cache (nCache 3.0). Zudem ist eine Funktion integriert, die es erlaubt am SLC Cache vorbei, direkt in den TLC zu schreiben. Damit sollen Einbrüche beim Schreiben vermieden werden. Eine Auswirkung des Caches auf die Leistung konnten wir beim Testen nicht feststellen. Zusätzlich ist 512MB DDR4-2400 Cache von Micron verbaut. Insgesamt sollen die Verbesserungen auch zu einer Entlastung der Kerne des Controllers führen und die Latenz verbessert werden. Diese soll besonders bei der Kommunikation über das PCIe-Interface auf den Flash eine gesteigerte Leistung verursachen sowie die Zugriffszeit verkürzen.
Ein Hitzeschild wie bei der Corsair Force MP300 hat man nicht vorgesehen. Aufgrund der erwartungsgemäß höheren Lesitung, ist aber auch mit mehr Abwärme zu rechnen, was es zu Überprüfen galt. Festgestellt wurde, dass die WD Black bei einer Temperatur von 81°C anfängt zu drosseln. Dies erfolgt so lange, bis die Temperatur um 2°C gefallen ist, dann legt sie wieder voll zu. In diesem Zeitraum fällt die Geschwindigkeit zwar drastisch, allerdings nur so kurz, dass sie im Mittel weiterhin sehr schnell bleibt. Andere Laufwerke fallen einfach auf eine geringe Geschwindigkeit und verbleiben dann dort. Eine Kühlung ist aber in jedem Fall zu empfehlen, wie bei jedem anderen NVMe Laufwerk auch.












