Fazit
Mit der OCZ Trion 100 hat der Hersteller nun nach der Übernahme von Toshiba die erste vollständig „in Eigenregie“ gefertigte SSD im Angebot. Toshiba / OCZ nutzt gleichzeitig die Gelegenheit um auf 19nm-TLC-NAND zu wechseln, was im Detail doch recht gewagt erscheint. Von der reinen Produktpositionierung her soll der Datenträger kein hoch performantes Zugpferd sein, sondern sich in erster Linie an preisbewusste Käufer richten. Den entscheidenden Schwenk zur Kaufentscheidung will Toshiba / OCZ mit dem selbstbewussten „Garantieabkommen“ erzielen. Das Shield-Plus getaufte Verfahren sichert den potentiellen Käufer dahingehend ab, dass im Falle eines Defekts (innerhalb des 3-jährigen Garantiezeitraums) für schnellstmöglichen und unkomplizierten Ersatz gesorgt werden soll. Aufwändiger Papierkram soll entfallen, lediglich die Seriennummer ist von Nöten. Einfacher geht’s kaum.
In der Praxis bzw. den synthetischen Benchmarks (Lesen) konnte das Laufwerk fast immer gute Werte zeigen. Der „Einbruch“ kam bei der Schreibleistung, der über den normalen Zeitraum hinausgeht. Genau an dieser Stelle unterscheiden sich oftmals Budget- zu den High-End-SSDs. Viel wichtiger ist es jetzt aber für den Anwender, dies auch sinnvoll einordnen zu können. Der Ottonormalo wird sekundenschnellere Zugriffe selten merken, dafür aber verstärkt auf ein gutes Preis-Leistungsverhältnis achten. Abstriche muss der Kunde allerdings hinsichtlich einer AES-Verschlüsselung oder Power-Failure-Management machen, beides ist nicht vorhanden. Mit dieser Ausrichtung befindet der Datenträger in guter Gesellschaft und sorgt bei den bisherigen Platzhirschen (z. B. Crucial BX100) im Entry-Level-Mark trotzdem für gute Konkurrenz.
Die kleinere 240GB Ausführung schlägt aktuell mit 69,- EUR und das hier vorgestellte 480GB-Modell mit rund 134,- EUR zu Buche. Für 960GB sind dann 270,- EUR fällig. Die SSD kann dabei u.a. bei Amazon käuflich erworben werden.
OCZ Trion 100 - 480GB | ||
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+ ordentliche Lese-Leistung | - "Schwache" Schreibleistung der SSD | |
Zwar fielen die Testurteile der ersten Stunde (Release Juli 2015) auf Grund des noch nicht stabilisierten Straßenpreises sehr durchwachsen aus, lässt sich rund ein halbes Jahr nach der Vorstellung ziemlich deutlich sagen wo die SSD einzuordnen ist. Wie schon weiter oben geschrieben ist der Preis der Schlüssel, und dieser bewegt sich im Großen und Ganzen unterhalb der anvisierten Konkurrenz. Leistungsmäßig gibt es im Vergleich zwar keine Quantensprünge, dafür passt inzwischen aber das Gesamtpaket. Deshalb gibt es auch unsere Empfehlung.
Lesezeichen - Weitere interessante Testberichte:
▪ Test: OCZ Vector 180 (240GB)
▪ Test: Kingston HyperX Predator M.2 PCIE SSD
▪ Test: Crucial BX100 (250 - 500GB - 1TB)
▪ Test: Samsung 850 Pro (256GB)
▪ Test: OCZ Vertex 460 (240GB)
▪ Test: OCZ Vector 150 (240GB)
▪ Test: Kingston HyperX Fury (240GB)
▪ Test: SanDisk Extreme Pro (480GB)






