Benchmark: ATTO
Aus dem Hause ATTO Technology, Inc. (Amerika) stammt der gleichnamige Benchmark für Festplatten und Datenträger ATTO, mit dem wir die Leistung des Testobjekts messen wollen. Die Daten, die für diesen Test geschrieben und gelesen werden, sind gut komprimierbar. Dies hat zur Folge, dass die angezeigte Leistung der mancher SSDs stark abhängig vom verbauten Controller ist.
SandForce-Controller einer SSD beispielsweise beherrschen eine ausgezeichnete Komprimierung, was die Ergebnisse bei diesem Benchmark sehr gut aussehen lässt. Kommen allerdings nur schlecht komprimierbare Daten ins Spiel, wie das bei den meisten Anwendungen im Alltag der Fall sein dürfte, brechen die Ergebnisse ein und fallen auf ein "normales Niveau". Die Hersteller sind geneigt sich auf die Messwerte des ATTO Benchmark zu beziehen. Wie so oft spricht man an dieser Stelle von Maximalwerten oder "bis zu". Es genügt also nicht sich einzig und allein auf diese Werte zu verlassen. Der ATTO lässt als synthetischer Tests einordnen und stellt theoretische Ergebnisse bereit, die unter Idealbedingungen erreicht werden können.
Die Vorgehensweise des Benchmark ist kurz erklärt: In unserem Fall wird eine 256 MB große Datei mit einer Arbeitstiefe (gleichzeitige Anfragen an den Datenträger) von 4 geschrieben und anschließend gelesen. Die verwendeten Blockgrößen liegen dabei zwischen 0,5 und 8192 KB. Bei kleinen Blockgrößen werden erfahrungsgemäß geringere Transferraten als bei großen Blockgrößen erreicht. Weitere Infos zu diesem Benchmark kann man auf unserer Datenträger Testsystem Seite nachlesen.
Bei diesem Benchmark wird die Grundleistung der Magnetscheiben der SSHD angesprochen, da der Algorithmus keine regelmäßige Datennutzung zu erkennen scheint. Die exakte Funktionsweise von Adaptive Memory bleibt ein Geheimnis von Seagate, sodass wir eigentlich nur darüber spekulieren können was hier wirklich passiert. Auf Grund der Kurve, welche ähnliche Eigenschaften aufweist wie bei der Samsung HDD, lässt sich jedoch erahnen, dass der NAND-Flash seine Finger hier nicht im Spiel hat.
Die Leseleistung weist starke Einbrüche in den Bereichen der 16 KB großen Blöche auf. Wir erklären uns dies durch den großen Cache von 64 MB, welcher Probleme in den kleinen Bereichen zu haben scheint. Im Alltagsbetrieb wird der Cache optimaler ausgenutzt, sodass oben gezeigte Probleme keine Rolle spielen. Insgesamt liegt die Lese- und Schreibleistung der Seagate SSHD deutlich über die der Samsung HDD, was ihr ein gutes und performantes Fundament auch ohne NAND-Flash Unterstützung schafft.