Praxistest
Kommen wir nun zum eigentlichen Kern des Berichtes, dem Praxistest! Im Test haben wir das Headset unter alltagsähnlichen Bedingungen getestet und unter die Lupe genommen. Wir hätten das Ganze natürlich auch unter Laborähnlichen Bedingungen testen können, dadurch würde der User allerdings keine reale Erfahrungen erhalten. Subjektiv kann aber im Vorfeld schon mal folgendes gesagt werden: Creative hat ganze Arbeit geleistet und das Headset ist definitiv seinen Preis wert! Bei der ersten Berührung wirkt das Headset sehr kompakt und wertig. Das Gewicht fällt nicht all zu schwer aus und stundenlanges Tragen ist wirklich sehr angenehm. Das kann man vor allen den sehr weich gestalteten Ohrpolstern sowie der sehr guten Bügelpolsterung verdanken. Der Anpressdruck an den Kopf ist im Optimum zwischen fest und locker und wirklich sehr angenehm. Umgebungsgeräusche werden sehr effektiv abgeschirmt und man versinkt sozusagen in der jeweiligen Musik.
Um den Klang am Anfang nicht zu vergessen,gehen wir ein wenig genauer auf ihn ein. Beim ersten Aufsetzen präsentiert sich der Klang als sehr kraftvoll und warm. Man könnte meinen fast zu warm, würde Creative nicht auch noch die Möglichkeit anbieten per Software den Klang etwas heller zu gestalten. Nativ per 3,5 mm Klinke sowie Bluetooth, hängt dies allerdings leider von dem jeweiligen Wiedergabegerät ab sowie dessen klanglichen Anpassungsmöglichkeiten. In der heutigen Zeit haben allerdings viele Geräte einen eingebauten EQ, mit dessen sich der Klang individuell anpassen lässt. Kapazitäten für das jeweilige Eingangssignal bietet das Headset allerdings locker, das kann man unter anderen auch den verbauten 40 mm Vollspektrum-Treibern verdanken.
Um das Headset analog per 3,5 mm Klinke zu betreiben bedarf es keiner großen Handlung. Stecker rein und los. Allerdings funktionieren dann Vor- sowie Zurück-Knopf und der Lautstärkeregler nicht. Positiv ist hier allerdings, dass das Headset in diesem Modus auch ohne aufgeladenen Akku betrieben werden kann. Damit fungiert es als normaler Kopfhörer ohne viel Schnickschnack.
Um das Headset nun per Bluetooth zu betreiben, bedarf es allerdings ein wenig Lektüre. Hat man allerdings herausgefunden, wie die Materie gehandhabt wird, wurde das relativ simpel gehalten. Nach dem ersten Anschalten, gut versteckt und im ausgeschalteten Zustand nicht sichtbar, machen sich jetzt die eingebauten LEDs optisch bemerkbar. Diese vermitteln den jeweiligen Status. Beim Anschalten schaltet das Headset nativ in den Bluetooth bzw. NFC-Mode und wartet auf eine Verbindung.
Creative hat hier wie im Vorfeld schon angesprochen dem ganzen einen eingebauten NFC-Chip (zu Deutsch: nah Feld Kommunikation) spendiert. Hier reicht es einfach ein NFC fähiges Gerät an das Headset zu halten und die Verbindung wird automatisch hergestellt per Bluetooth. Besitzt man allerdings kein Gerät, welches über NFC verfügt, muss die Verbindung manuell hergestellt werden. Hier ist der Vorgang ähnlich gestaltet. In unserem Fall haben wir über den Testzeitraum das One S von HTC verwendet. Um die beiden Geräte miteinander zu verbinden, wird das Headset lediglich eingeschaltet, und am Smartphone per Bluetooth Einstellungen eine Verbindung hergestellt. Wurde die Verbindung einmal hergestellt, wird diese gespeichert. Bei jedem erneuten Einschalten wird diese automatisch wieder hergestellt und bedarf keiner neuen Konfiguration. Bei Verbindung erleuchten die Status LEDs übrigens dauerhaft in dezenten Rot.
Die angegebene Akkulaufzeit wurde nur knapp unterboten, bei voller Lautstärke erreichte unser Testsample eine Laufzeit von 7,8 Stunden und liegt damit nur knapp unter dem Richtwert. Allerdings kann hier aus Erfahrung gesagt werden, das fabrikneue Akkus eine gewisse Eingewöhnungszeit brauchen um die volle Kapazität zu entwickeln. Dadurch ist der Richtwert von 8 Stunden durchaus erreichbar.
Im USB-Betrieb erkannte das Betriebssystem (Windows 7 Ultimate x64) alle Treiber automatisch ohne Software und konnte das Headset nativ installieren. Wer zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten möchte und den vollen Funktionsumfang nutzen möchte, kann sich die aktuellste Software direkt von Creative herunterladen. Das integrierte Mikrofon mit Rauschunterdrückung funktionierte im Bluetooth sowie USB-Mode anstandslos und bietet für ein integriertes Mikrofon einen zufriedenstellenden Klang. Bautechnisch bedingt ist dieser allerdings wie bei allen anderen integrierten Mikrofonen ein wenig hallend. Ein Testaufnahme des Mikrofons haben wir einmal vorbereite:
Software
Die Software wird einigen bestimmt vom Aufbau her bekannt vorkommen. Ähnlich wie bei der Sound Blaster ZxR Soundkarte gestaltet sich hier der Aufbau. An sich wirkt diese sehr übersichtlich und einfach gestaltet. Die Software läuft stabil unter Windows 7 Ultimate x64 und ist von der Handhabung her sehr angenehm.
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Sie bringt unter anderen ein EQ, das SBX-Pro-Studio sowie CrystalVoice mit sich. Der EQ ist selbsterklärend und bedarf keiner weiteren Erklärung. Das SBX-Pro-Studio ist für die Klangfeinheiten verantwortlich und bringt in der Standarteinstellung drei Profile mit sich. Musik, Filme und Gaming sollten sie für meisten User ausreichend sein, können aber nach Belieben auch noch individuell angepasst werden.
Features wie bei der von uns in Kürze vorgestellten Omni 5.1, welche die Ortung von Gegnern in Spielen verbessern, wurden hier allerdings ausgelassen. Bei bedarf kann hier sogar die LED-Beleuchtung des Headsets ausgeschaltet werden. An sich ist die Software eine gute Ergänzung zum Headset und rundet dieses sehr gut ab.





