Praxistest
Kommen wir gleich zu einem der wichtigsten Punkte eines Headsets, dem Tragekomfort: Diesen Abschnitt meistert das Arctic Headset mit absoluter Bravur. Durch das sehr geringe Gewicht und die weichen Ohrpolster, merkt man den Kopfhörer kaum auf dem eigenen Kopf. Daraus resultierend kann das Headset stundenlang ohne größere Probleme tragen. Allerdings trifft dies nur für kleinere Köpfe zu, denn der Kopfhörer ist in jeder Hinsicht sehr klein. Der Mechanismus zum Verstellen der Bügelgröße lässt leider keine alt zu großen Veränderungen vor; unter Betracht das man einen recht großen Kopfumfang besitzt, sind die Kopfbügel sind definitiv zu kurz geraten.
Dies äußert sich darin, dass die Ohrpolster auf dem oberen Teil des Ohres aufliegen, den unteren Teil aber gar nicht berühren. Mitunter kann es auch nach einiger Zeit Schmerzen an den Ohren herbeiführen. Es sei an dieser Stelle aber noch einmal erwähnt, dass diese Einschätzung durchaus sehr subjektiv sein kann und von anderen deutlich anders aufgenommen wird. Einen "Isolationsgrad eines Creatve Tactic3D Wrath oder eines Beyerdynamic Custom One Pro werden leider nicht erzielt. Dafür spielt das Headset aber auch in einer komplett anderen preislichen Liga.
Klangverhalten
Für den Test wird das System an die Soundkarte X-Fi HD USB von Creative angeschlossen. Diese ist aufgrund des Kopfhörerverstärkers sowie der guten Wandler sehr gut für Kopfhörer im Mittelklassebereich geeignet. Als Testmusik kommen Lieder von bekannten Bands und Künstlern aus verschiedenen Musikrichtungen zum Einsatz (z.B. Marteria, Metallica, Skrillex uvm). Des Weiteren wurden Counter Strike Global Offensive, Race Driver Grid sowie Battlefield 3 als Spiele und Transformers 2, Crank und Death Race als Filme verwendet.

Vor dem Test waren wir skeptisch was der Kopfhörer leistungstechnisch bringen kann. Ob es jetzt daran liegt, dass Arctic sich normalerweise auf Kühlerbereich spezialisiert hat oder ob den 30€ Anschaffungspreis der Leitsatz "wer billig kauf, kauf zweimal" zum Tragen kommt, wollen wir an dieser Stelle nicht festlegen. Kommen wir wieder zurück zum fachlichen Bereich bzw. zur klanglichen Abstimmung. Der Kopfhörer klingt, wie schon auf der Verpackung beworben, sehr neutral. Dies äußert sich darin, dass keine Frequenz angehoben oder abgesenkt ist. Alles klingt so, wie der Künstler es auch aufgenommen hat. Dies bringt jedoch einige Nachteil mit sich. So klingt der Kopfhörer nicht wie vergleichbare Modelle mit angehobenem Hochton luftig und klar, sondern insgesamt eher dumpf. Außerdem klingt es durch den quasi nicht vorhandenen Tiefton sehr trist und unspektakulär.

Dafür hören sich Stimmen und Instrumente im Mitteltonbereich immer realistisch und gut an. Leider wissen Bühne und Detailauflösung auch nicht zu überzeugen. Die Bühne ist sehr klein und Details gehen gerne mal im dumpfen Klangbrei unter. Dieser Eindruck setzt sich auch in Spielen fort, durch die schwache Detailauflösung gepaart mit der kleinen Bühne fällt es schwer Gegner zu orten, außerdem klingen zum Beispiel die riesigen Maps aus Battlefield 3 sehr eingeengt. Abschließend stellen wir den geringen Anschaffungspreis in den Raum und lassen das genannten dagegen wirken. 30 EUR Straßenpreis werden aktuell für das Headset vom Kunden verlangt. Kommen wir nun abschließend zum Fazit.





