Praxistest
Kommen wir gleich zu einem der wichtigsten Punkte eines Kopfhörers, dem Tragekomfort. Die scheinbar relativ kleinen Ohrpolster ermöglichen es auch großen Ohren darin zu verschwinden. Es sei an dieser Stelle aber noch einmal erwähnt, dass es bei solchen Einschätzungen um sehr subjektiv Beruteilungen handeln kann und von anderen deutlich anders aufgenommen wird. Der Kopfbügel präsentiert sich ebenfalls gemütlich und angenehm. Der Sitz des Kopfhörers ist als sehr angenehm sowie passgenau zu bezeichnen. Die Ohren des Testers verschmolzen quasi zu einer Symbiose mit dem CAL!2… Bei der Abschirmung kann das Aurvana nicht ganz mit unserer Referenz dem Beyerdynamic Custom One Pro mithalten, sticht aber die Konkurrenz aus dem eigenen Hause (Tactic3D Rage Wireless) locker aus.
Für den Test selbst verwendeten wir die Kopfhörer am heimischen PC, welcher mit einer Sound Blaster Z ausgestattet ist. Des Weiteren haben wir natürlich dem primär angedachten Einsatzgebiet einen Test unterzogen und sind mit unserem Smartphone und dem Aurvana Life! 2 S-Bahn gefahren, auf Reise gegangen und wollten die Eigenschaften im „Rucksacktest“ ermitteln.
Der Dauertest
Selbstverständlich sollte der gute Ruf, der der CAL!–Serie vorauseilt, auch bestätigt werden. Um ein möglichst breites Spektrum an Szenarien untersuchen zu können, haben wir Musik- und Filmtitel aus diversen Genres herausgesucht und diese unter verschiedenen Bedingungen geprüft. Ergänzend hinzu kommen natürlich die PC-Games am heimischen Zocker-PC.
- Metallica – Turn the Page
- Linkin Park – In the End
- Bastille – Things we lost in the fire
- Battleship – Kapitel 7 - 42:00
- Fast and Furious 6
Doch beginnen wir einmal bei der klanglichen Einordnung des Kopfhörers. Bereits nach wenigen Sekunden wird dem Hörer klar, dass der CAL! 2 über ein wahrhaft breites Klangspekturm verfügt. Die Hochtöne werden sehr präzise und klar umgesetzt; wirken zu keiner Zeit übertönend. Bei den Tieftönen vermissten wir den letzten „gewissen Kick“, was keinesfalls bedeuten muss, dass dieser nicht zu überzeugen weiß. Insgesamt gesehen präsentiert die Creative-Schöpfung als sehr ausgewogen und Klang-stabil.
Im Grunde genommen spielt der Titel keine Rolle während des Tests, denn bei allen Stücken offenbarte sich die große klangliche Bühne, die wohl auch mit auf die hochwertigen Bio-Cellulose-Treiber (40mm) zurückzuführen ist. Auch in Computerspielen lassen sich die Gegner, begünstigt durch die gute Detailauflösung und Bühne, sehr einfach orten. Ein Spiele-Redakteur würde schreiben, dass die Motivationskurve steigt. Alles in allem können wir in diesem Bereich das Prädikat sehr gut verleihen.
Alltagstauglichkeit und Sonstiges
In Punkto Abschirmung kann das Creative Aurvana Live! 2 auch vollends überzeugen. Ziehen wir jetzt einmal mehr unsere Referenz, dass Beyerdynamic Custom One Pro heran, könnte man den „Abstand“ dahin auf circa 20 Prozent schätzen, die dem CAL!2 fehlen um mit dem erst genannten gleichzuziehen. In der Praxis äußert sich das so, dass Umgebungsgeräusche sehr gut gefiltert werden und man sich vollends auf die klangliche Beschallung konzentrieren kann.
Ein ähnlich gutes Verhalten zeigt sich auch beim Tragekomfort. Selbst nach drei bis vier Stunden andauernden „Tunnelsessions“ sitzen die Kopfhörer noch immer angenehm und verursachen keinen Schweißeffekt unter den Ohrpolstern. Wo wir gerade beim Thema sind; zuletzt genannte lassen sich im Übrigen einfach abnehmen und auch wunderbar reinigen (die Waschmaschinentauglichkeit wurde nicht geprüft).
Etwas will partout nicht am CAL!2 gefallen. Und zwar das Anschlusskabel. Zum einen ist ein sehr anständiges Flachbandkabel welches nicht verheddern kann, andererseits aber mit 1,2 m einfach zu kurz geraten. Des Weiteren die Fernbedienung, welche gleichzeitig als „Anruf-Annehmer“ fungiert und auch für die Lautstärkeregulierung zuständig ist. Letzte Funktion kann nur als bedingt tauglich bezeichnet werden, da man den Klang nicht komplett auf stumm stellen kann, sondern zwischen sehr leise und sehr laut wechseln kann. Ein richtiges Drehrädchen wäre an dieser Stelle sicherlich besser gewesen. Was das alles in der Summe ergibt, klärt unser Fazit auf der nachfolgenden Seite.





