Der weltweite Speicherbedarf verändert den Halbleitermarkt. Während große Rechenzentren ihre Bestellungen ausweiten, wird verfügbare Kapazität für andere Geräte zunehmend zum Problem.
Die Preise für Arbeitsspeicher stehen weiter unter Druck. Hintergrund ist vor allem die hohe Nachfrage nach Speicher für KI-Rechenzentren. Laut Marktforscher TrendForce bleibt der DRAM-Markt im vierten Quartal 2026 unterversorgt. Hersteller bevorzugen dabei HBM und Server-DRAM, während neue Fertigungskapazitäten nur langsam hinzukommen.
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Für die Speicherhersteller ist die Entwicklung eng mit dem Ausbau von KI-Infrastruktur verbunden. Moderne Beschleuniger benötigen große Mengen an HBM, während KI-Server zusätzlich mit umfangreichen DDR5-Speicherkapazitäten ausgestattet werden. TrendForce meldet für Server-DRAM im zweiten Quartal einen Umsatzanstieg von 53 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Gleichzeitig seien die durchschnittlichen Preise um 53 bis 58 Prozent gestiegen.
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Diese Entwicklung wirkt sich auch auf den klassischen PC-Markt aus. Nach weiteren Angaben von TrendForce führt die Verschiebung von Produktionskapazitäten hin zu HBM und Server-Speicher dazu, dass weniger Kapazität für PC- und Mobile-DRAM zur Verfügung steht. Für das kommende Jahr wird deshalb weiterhin ein angespannter Markt erwartet.
Auch Grafikkarten und Smartphones betroffen
Bei Grafikkarten fällt die Entwicklung etwas differenzierter aus: Die Analyse-Plattform erwartet für den Grafik-Speicher ebenfalls steigende Preise, allerdings mit geringerer Dynamik als bei PC- und Server-DRAM. Hersteller müssen ihre Produktionskapazitäten angesichts der lukrativen Nachfrage aus dem KI-Bereich entsprechend verteilen.
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Auch Smartphone-Hersteller stehen unter Kostendruck: Mobile-DRAM wird knapper, während steigende Speicherpreise bereits die Produktionsplanung beeinflussen. Einige Hersteller prüfen laut Marktbeobachtern deshalb alternative Speicherquellen und geringere Speicherkonfigurationen. Wie stark die höheren Kosten letztlich bei Kunden ankommen, hängt von den jeweiligen Herstellern und Produktsegmenten ab. Acer-Chef Jason Chen erwartet für PCs Ende 2026 Preissteigerungen von 5 bis 20 Prozent, rechnet aber mit einer Entspannung ab Mitte 2027.
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