Ein Nutzer aus Australien berichtet von zwei ausgefallenen Ryzen X3D Prozessoren auf demselben Mainboard. Laut dem Reddit-User mit dem Namen "UniverseWillDecide" seien sowohl ein Ryzen 9800X3D als auch ein später eingesetzter Ryzen 9850X3D innerhalb weniger Wochen nicht mehr funktionsfähig gewesen. Beide CPUs wurden auf einem ASUS TUF X870-P WIFI betrieben.
Nach eigenen Angaben lief das erste System zunächst rund eine Woche stabil. Danach traten wiederholt Systemhänger im Leerlauf sowie während des Windows-Starts auf. Ein OCCT-Speichertest verlief demnach ohne Befund. Probleme hätten sich jedoch unter AVX2-lastigen Tests gezeigt, bei denen es zu Instabilitäten kam. Der Nutzer machte von seinem Rückgaberecht Gebrauch und ersetzte den Prozessor durch einen Ryzen 9850X3D, den er nach eigener Aussage zum Marktstart im Einzelhandel erworben hatte.
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Auch der zweite Prozessor soll nach einigen Wochen ausgefallen sein. Der Betroffene betont, AMD nicht direkt verantwortlich zu machen. Er vermutet vielmehr ein mögliches Zusammenspiel aus Firmware-Verhalten und BIOS-Spannungseinstellungen des Mainboards. Zusätzlich verweist er darauf, dass er weitere Komponenten der TUF-Serie nutze, darunter eine GeForce RTX 5090, und sich bewusst für diese Produktlinie entschieden habe.
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Der Vorfall reiht sich in frühere Berichte über Probleme mit Ryzen-9800X3D-Prozessoren auf Mainboards der AMD-800-Serie ein. ASUS hatte am 23. Januar 2026 erklärt, man sei sich der Meldungen bewusst und habe interne Prüfungen eingeleitet. Diese umfassen Kompatibilitäts- und Performance-Tests in Zusammenarbeit mit AMD. Zugleich empfahl das Unternehmen betroffenen Nutzern, das aktuelle BIOS per EZ-Flash oder BIOS-Flashback zu installieren und sich bei anhaltenden Schwierigkeiten an den Support zu wenden. Eine weitere Stellungnahme steht bislang aus.
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Nicht nur ASUS war mit entsprechenden Berichten konfrontiert. Auch ASRock wurde im Zusammenhang mit ausgefallenen Ryzen-Prozessoren genannt. Das Unternehmen veröffentlichte Firmware-Updates, die in Einzelfällen Startprobleme beheben sollen. Ob solche Maßnahmen bei bereits vollständig ausgefallenen CPUs helfen, bleibt fraglich. Aktuell handelt es sich um einen Einzelfallbericht. Eine technische Ursache ist nicht bestätigt. Nutzer entsprechender Systeme sollten dennoch auf aktuelle BIOS-Versionen achten und Stabilitätstests sorgfältig durchführen.
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