Steigende Kosten für Grafikspeicher beeinflussen offenbar die Planungen rund um AMDs Radeon-Grafikkarten im Jahr 2026. Berichte aus dem Umfeld asiatischer Board-Partner deuten darauf hin, dass bereits zu Jahresbeginn Anpassungen an der Preisstruktur vorgenommen wurden und weitere Schritte folgen könnten. Demnach seien die Einkaufspreise vieler Modelle im Januar um etwa fünf bis zehn Prozent gestiegen. Eine zusätzliche Erhöhung im Februar oder März gilt als möglich, auch wenn deren Umfang bislang offen bleibt.
Schon die erste Anpassung machte sich bei einzelnen Karten je nach Speicherausstattung mit Aufschlägen von bis zu rund 40 US-Dollar bemerkbar. Ziel der Maßnahme soll es sein, die Preise stärker an vergleichbare Angebote von Nvidia anzugleichen. Sollte dieser Kurs fortgesetzt werden, könnte sich der bisherige Preisabstand zwischen Radeon- und GeForce-Modellen weiter verringern. Offizielle Stellungnahmen von AMD oder den beteiligten Partnern liegen hierzu nicht vor.
Bildquelle: Erstellt mit getimg.ai
Die Berichte verweisen zudem auf Auswirkungen entlang der Lieferkette. Die Erhöhung im Januar habe Händler dazu veranlasst, ihre Lagerbestände gezielt aufzustocken. Größere Vorräte könnten in der Folge zu ungleichmäßiger Verfügbarkeit führen, falls Anbieter Karten bewusst zurückhalten, um auf weitere Preisänderungen zu reagieren.
Bildquelle: Board Channels
Parallel dazu ist von einer Anpassung der Produktionsplanung für den chinesischen Markt die Rede. Demnach sollen Modelle mit acht Gigabyte Videospeicher stärker priorisiert werden. Genannt werden unter anderem Radeon RX 9060 XT 8GB sowie Radeon RX 7650 GRE. Bei Varianten mit 16 Gigabyte bleibe der Fokus auf der Radeon RX 9060 XT 16GB und der Radeon RX 9070 XT, während die Produktion von Radeon RX 9070 und Radeon RX 9070 GRE reduziert werde. Letztere war bislang ausschließlich in China erhältlich.
Bildquelle: Board Channels
Auch wenn sich diese Informationen in erster Linie auf den chinesischen Markt beziehen, könnten sich die Effekte mittelfristig weltweit bemerkbar machen. In den USA ist die Radeon RX 9070 XT bereits seit Längerem nicht mehr zur unverbindlichen Preisempfehlung verfügbar. Damit erhärten sich Hinweise, dass frühere Gerüchte über steigende Preise auf realen Entwicklungen beruhen könnten.
Ebenfalls interessant:
Intel Core Ultra 290K Plus und 270K Plus im Handel aufgetaucht
LG UltraGear 27GX790B: Gaming-Monitor mit 720-Hz-Modus
Steam Machine: Valve erklärt fehlendes HDMI 2.1


