Valve reagiert auf den schnellen Ausverkauf des neuen Steam Controllers und führt für die nächste Verkaufswelle ein Reservierungs-System ein. Das Verfahren erinnert stark an den ursprünglichen Verkaufsstart des Steam Decks, bei dem Interessenten ebenfalls über eine Warteschlange zum Kauf zugelassen wurden.
Die Reservierungen sind bereits am 8. Mai um 19 Uhr deutscher Zeit gestartet. Nutzer können sich anschließend einen Platz in der Warteschlange sichern. Nach Angaben werden spätere Kauf-E-Mails exakt in der Reihenfolge verschickt, in der die Reservierungen eingehen. Mit dem neuen System will Valve offenbar auf die Probleme beim ersten Verkaufsstart reagieren. Die erste Charge des Steam Controllers war innerhalb von rund 30 Minuten vergriffen. Zeitweise kam es dabei zu Fehlern im Zahlungssystem des Steam-Stores. Gleichzeitig tauchten kurz darauf zahlreiche Angebote auf Handelsplattformen wie Ebay auf, bei denen die Controller zu deutlich höheren Preisen weiterverkauft wurden.
Bildquelle: Valve
Die Steam-Schmiede verbindet die Reservierungs-Warteschlange deshalb mit mehreren Einschränkungen. Pro Kunde darf nur ein Steam Controller reserviert werden. Käufer erhalten nach Verfügbarkeit des Geräts drei Tage Zeit, ihre Bestellung abzuschließen. Wer bereits einen Steam Controller gekauft hat, darf keine weitere Reservierung vornehmen. Zusätzlich verlangt Valve, dass sich der verwendete Steam-Account in einem „guten Zustand“ befindet und bereits vor dem 27. April einen Kauf im Steam-Store durchgeführt hat. Damit soll offenbar verhindert werden, dass neue Accounts ausschließlich für automatisierte Käufe angelegt werden.
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Die ersten Reservierungen sollen zunächst in den USA und Kanada abgearbeitet werden. Dort startet die eigentliche Bestellphase laut Valve in der Woche ab dem 11. Mai. Kunden in Großbritannien, Europa und Australien sollen ihre Kauf-Einladungen in den darauffolgenden Wochen erhalten. Unklar bleibt bislang, wie groß die nächste Liefermenge ausfallen wird. Bereits während der ersten Verkaufswelle stiegen die angegebenen Lieferzeiten innerhalb kurzer Zeit von ursprünglich drei bis fünf Werktagen auf sechs bis zehn Werktage an. Das Reservierungs-System entspricht weitgehend dem Vorgehen, das der Herstller bereits beim Steam Deck nutzte. Damals setzte das Unternehmen ebenfalls auf Warteschlangen, eingeschränkte Kaufmöglichkeiten und Account-Prüfungen, um automatisierte Bestellungen und Weiterverkäufe einzudämmen.
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