Nach einem umfangreichen Datenleck bei Rockstar Games rückt ein Thema erneut in den Fokus, das viele Spieler seit Monaten beschäftigt. Die Frage nach einer PC-Version von GTA 6 scheint durch interne Nutzungszahlen indirekt beantwortet zu werden, wie Kotaku berichtet. Die ausgewerteten Daten liefern ein deutliches Bild der wirtschaftlichen Prioritäten.
Im Mittelpunkt stehen detaillierte Statistiken zu GTA Online. Diese zeigen, wie sich die Spielerschaft auf verschiedene Plattformen verteilt und wie hoch die jeweiligen Einnahmen ausfallen. Besonders auffällig ist die Dominanz der Konsolen. PlayStation Systeme führen die Liste klar an, während Xbox ebenfalls solide Werte erreicht.
Bildquelle: Rockstar Games
Der PC fällt im Vergleich deutlich zurück. Sowohl bei der aktiven Spielerschaft als auch beim generierten Umsatz liegt die Plattform klar hinter den Konsolen. Selbst ältere Konsolengenerationen verzeichnen laut den Daten mehr Aktivität als der PC. Noch entscheidender ist jedoch das Ausgabeverhalten. Konsolenspieler investieren im Schnitt deutlich mehr Geld in Zusatzinhalte.
| Plattform | Wöchentliche Nutzer | Wöchentliche Einnahmen |
|---|---|---|
| PS5 | 3.474.021 | 4.486.346 $ |
| PS4 | 1.889.729 | 973.308 $ |
| Xbox Series X | 1.129.023 | 1.867.947 $ |
| Xbox One | 1.026.695 | 918.373 $ |
| PC | 894.621 | 264.273 $ |
Datenquelle: Kotaku
Diese Kombination aus hoher Reichweite und stärkerer Monetarisierung macht die Konsolen aus wirtschaftlicher Sicht attraktiver. Genau dieser Umstand dürfte maßgeblich dafür sein, dass GTA 6 zunächst ausschließlich für PlayStation 5 und Xbox Series Konsolen geplant ist. Eine PC Version wurde offiziell bislang nicht bestätigt, gilt jedoch als wahrscheinlich. Ein Blick in die Vergangenheit stützt diese Annahme. Bereits GTA 5 erschien zunächst nur für Konsolen, bevor die PC Version mit deutlicher Verzögerung folgte. Ein ähnliches Vorgehen ist auch beim kommenden Titel denkbar. Die Strategie ermöglicht es dem Publisher, die besonders kaufkräftige Konsolenbasis zuerst auszuschöpfen.
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Interessant ist zudem, dass selbst vergleichsweise geringere Einnahmen auf dem PC weiterhin relevant bleiben. Die geleakten Zahlen zeigen, dass auch dort kontinuierlich Umsätze generiert werden. Gleichzeitig eröffnet eine spätere Veröffentlichung die Möglichkeit, zusätzliche Verkäufe zu erzielen, da viele Spieler das Spiel erneut auf einer zweiten Plattform erwerben. Trotz wiederholter Aussagen von Take Two, dass der PC Markt an Bedeutung gewinnt, sprechen die aktuellen Daten eine klare Sprache. Für den geplanten Release Termin im November scheint die Plattform wirtschaftlich nicht im Fokus zu stehen. Eine spätere Umsetzung gilt daher als wahrscheinlich, auch wenn ein konkreter Zeitrahmen bisher nicht genannt wurde.
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