Mit dem Playnix betritt ein neuer Wohnzimmer-PC die Bühne, der sich klar an klassischen Konsolen orientiert und zugleich den Funktionsumfang eines Gaming-Rechners bieten soll. Hinter dem System steht das Team von Retro Game Corps, das bereits durch Software-Projekte im Emulationsbereich bekannt ist. Der Ansatz ist eindeutig. Ein kompaktes System soll eine möglichst zugängliche PC-Spielerfahrung liefern.
Das Gehäuse fällt mit Abmessungen von 320 x 247 x 64 Millimetern ungewöhnlich klein aus und wird per 3D-Druck gefertigt. Im Inneren arbeitet ein Ryzen 5 Prozessor mit 3,5 GHz Basistakt und 65 Watt TDP, der in Kombination mit 16 Gigabyte DDR4-Arbeitsspeicher im Single-Channel betrieben wird. Für die Grafik ist eine Radeon RX 9060 XT mit 16 Gigabyte Videospeicher zuständig. Damit positioniert sich das System leistungstechnisch klar oberhalb klassischer Konsolenlösungen und dürfte auch anspruchsvollere Titel bewältigen.
Bildquelle: Retro Game Corps
Als Datenträger kommt eine NVMe-SSD mit 512 Gigabyte und PCIe 4.0 zum Einsatz. Die Energieversorgung übernimmt ein 600-Watt-Flex-Netzteil. Das Gesamtpaket wird für 1.139 Euro angeboten. Zum Lieferumfang gehört zudem ein kabelloser Controller, sodass der Einstieg ohne zusätzliche Peripherie möglich ist.
Bildquelle: Retro Game Corps
Softwareseitig setzt der Hersteller auf PlaynixOS, eine eigene Distribution auf Basis von Arch Linux. Die Oberfläche orientiert sich stark am Big-Picture-Modus von Steam und soll eine möglichst konsolennahe Bedienung ermöglichen. Ziel ist es, die Einstiegshürden klassischer PC-Systeme zu reduzieren und gleichzeitig die Offenheit der Plattform zu erhalten.
Interessant ist die Marktsituation. Während Valve weiterhin keine konkreten Informationen zu einer neuen Steam Machine nennt, ist das Playnix bereits verfügbar. Die erste Produktionscharge gilt als ausverkauft, aktuell werden Vorbestellungen für eine zweite Serie angenommen. Ob sich das Konzept langfristig durchsetzen kann, wird nicht zuletzt maßgeblich von Softwarepflege, Preisentwicklung und Nutzerakzeptanz abhängen.
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