Sony hat im Dezemberquartal ein deutliches Gewinnwachstum erzielt und die Erwartungen der Analysten klar übertroffen. Der operative Gewinn legte im Jahresvergleich um 22 Prozent auf 515 Milliarden Yen zu. Auch der Umsatz entwickelte sich stabil und stieg leicht auf 3,71 Billionen Yen. Nach dem schwächeren Vorquartal signalisiert das Ergebnis eine spürbare operative Erholung zum Jahresende.
Den größten Beitrag lieferte erneut das Segment "Game and Network Services". Die Gaming-Sparte profitierte von ihrer Größe und der anhaltend hohen Nachfrage nach Inhalten. Der operative Gewinn erhöhte sich hier um 19 Prozent auf 140,8 Milliarden Yen. Sony setzte im Quartal rund acht Millionen PlayStation-5-Konsolen ab. Noch stärker fiel jedoch das Wachstum bei Software und Services aus. Die Verkaufszahlen von Spielen stiegen auf 97,2 Millionen Einheiten. Getragen wurde diese Entwicklung durch neue Titel externer Publisher sowie durch eigene Veröffentlichungen. Gleichzeitig erreichte die Plattform mit 132 Millionen monatlich aktiven Nutzern einen neuen Höchststand. Das stärkte die Erlöse aus Abonnements und digitalen Zusatzinhalten. Belastend wirkten jedoch steigende Kosten im Hardwarebereich. Vor allem höhere Preise für Speicherkomponenten drückten auf die Marge der Konsolen.
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Das Musiksegment entwickelte sich weiterhin verlässlich. Der operative Gewinn wuchs um gut neun Prozent auf 106,4 Milliarden Yen. Zuwächse im Streaminggeschäft wurden durch starke Erlöse aus Konzerten und Merchandising ergänzt. Der hohe Anteil wiederkehrender Einnahmen sorgt in diesem Bereich für stabile Ergebnisse und planbare Cashflows.
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Besonders kräftig fiel das Wachstum im Bereich "Image and Sensing" aus. Der operative Gewinn stieg hier um 35 Prozent auf rund 132 Milliarden Yen. Ausschlaggebend war eine deutliche Umsatzsteigerung bei Bildsensoren, die vor allem in hochwertigen Smartphones eingesetzt werden. Sony profitiert von seiner strategischen Ausrichtung auf Premiumlösungen, die weniger anfällig für Schwankungen im Massenmarkt sind.
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Auf Basis der Ergebnisse hob Sony den Jahresausblick an. Der operative Gewinn soll nun 1,54 Billionen Yen erreichen, während der Umsatz bei 12,3 Billionen Yen erwartet wird. Positive Währungseffekte sowie stärkere Beiträge aus Musik und Halbleitern stützen die Prognose. An der Börse reagierten Anleger dennoch zurückhaltend. Steigende Speicherpreise und ein vorsichtiger Ausblick führten zu Kursverlusten, obwohl die Quartalszahlen über den Erwartungen lagen.
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