Steam Machine: Valve beantwortet offene Fragen zur Konsole

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Geschrieben von Sven Brückner
Veröffentlicht: 06. Februar 2026
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Valve hat auf dem Steam-Hardware-Blog einen ausführlichen FAQ-Beitrag veröffentlicht, der zentrale Fragen zu Steam Controller, Steam Machine und Steam Frame beantwortet. Im Fokus stehen grundlegende Funktionen, Aufrüstbarkeit sowie der geplante Umgang mit älterer Hardware. Am grundsätzlichen Veröffentlichungszeitraum hält das Unternehmen fest, Details zur Preisgestaltung bleiben jedoch offen.

 

 

Nach Angaben des Herstellers sollen alle drei Produkte weiterhin in der ersten Jahreshälfte erscheinen. Konkrete Preise nennt der Hersteller noch nicht. Als Grund werden anhaltende Engpässe bei Speicher- und Massenspeicherkomponenten genannt, die branchenweit zu steigenden Kosten geführt haben. Diese Situation zwinge das Unternehmen dazu, Zeitplan und Preisstruktur erneut zu prüfen, bevor verbindliche Angaben gemacht werden. Ziel sei es weiterhin, belastbare Informationen zu veröffentlichen, sobald sich die Rahmenbedingungen stabilisieren.

Gabe Newell Steam Machine

Bildquelle: Erstellt mit getimg.ai

Für die Steam Machine nennt Valve erstmals technische Zielmarken. Interne Tests zeigen, dass ein Großteil der Steam-Titel mit aktivem Upscaling in 4K bei 60 Bildern pro Sekunde laufe. Anspruchsvollere Spiele erforderten stärkere Skalierung oder alternativ niedrigere Bildraten in Verbindung mit variabler Bildwiederholrate, um eine interne 1080p-Darstellung zu halten. Aktuell arbeitet das zuständige Team an HDMI-VRR-Unterstützung, verbesserten Upscaling-Algorithmen sowie Treiberoptimierungen für Raytracing. Die Hardware soll zudem anpassbar sein. Geplant ist die Veröffentlichung von CAD-Daten und Spezifikationen für Gehäusekomponenten, um Drittanbietern eigene Erweiterungen zu ermöglichen. Nutzerseitig lassen sich SSDs im NVMe-Format sowie DDR5-SO-DIMM-Arbeitsspeicher austauschen.

Steam Machine

Bildquelle: Valve

Steam Frame positioniert der Hersteller klar als Streaming-Plattform. Ein integrierter Browser soll Videodienste in einem kinonahen Darstellungsmodus wiedergeben. Entwicklerkits stehen Steamworks-Partnern bereits in begrenzter Stückzahl zur Verfügung. Eine Unterstützung für Lighthouse-Basisstationen ist nicht vorgesehen. Stattdessen setzt Valve auf ein modulares Konzept, bei dem Zubehör und Erweiterungen aus der Community kommen sollen. Der Einsatz von Brillen gilt als grundsätzlich möglich, wobei die Rahmenbreite Einschränkungen verursachen kann.

Als wir diese Produkte im November angekündigt haben, gingen wir davon aus, zu diesem Zeitpunkt bereits konkrete Preise und Starttermine mitteilen zu können. Doch die Speicher- und Kapazitätsengpässe, von denen ihr branchenweit vermutlich gehört habt, haben sich seitdem schnell verschärft. Die begrenzte Verfügbarkeit und die steigenden Preise dieser entscheidenden Komponenten bedeuten, dass wir unseren genauen Versandzeitplan und die Preisgestaltung erneut überprüfen müssen, insbesondere bei Steam Machine und Steam Frame.

Unser Ziel, alle drei Produkte in der ersten Hälfte des Jahres auszuliefern, hat sich nicht geändert. Allerdings müssen wir noch daran arbeiten, belastbare Preise und Starttermine festzulegen, die wir mit Zuversicht kommunizieren können, und dabei berücksichtigen, wie schnell sich die Rahmenbedingungen in beiden Bereichen ändern können. Wir werden euch so gut wie möglich auf dem Laufenden halten, während wir diese Planungen so bald wie möglich abschließen.

— Valve

Zusätzlich prüft man den Einsatz von Korrekturlinsen. Technisch interessant ist das angekündigte "Foveated Streaming", bei dem die Bildqualität mithilfe von Eye-Tracking gezielt im Sichtzentrum erhöht wird, ohne dass Entwickler ihre Spiele anpassen müssen. Der Steam Controller bleibt vielseitig einsetzbar. Laut Valve funktioniert er auch mit Nicht-Steam-Spielen, sofern diese das Steam-Overlay unterstützen.

 

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