Intel nimmt offenbar noch vor dem Marktstart Anpassungen an seiner kommenden Desktop-Generation auf Basis von Arrow Lake vor. Übereinstimmenden Berichten zufolge wird das Modell Core Ultra 9 290K Plus nicht mehr weiterverfolgt. Eine offizielle Ankündigung existierte zwar nie, dennoch galt der Prozessor intern als fest eingeplant. Hinweise aus dem Umfeld mehrerer Partner deuten darauf hin, dass Intel bereits Vorserienmuster verteilt und erste Tests durchgeführt hatte.
Der Strategiewechsel betrifft jedoch nicht die gesamte Refresh-Reihe. Laut vorliegenden Informationen sollen der Core Ultra 7 270K Plus sowie der Core Ultra 5 250K Plus weiterhin erscheinen. Intel begründet die Entscheidung intern mit einer stärkeren Fokussierung auf ein ausgewogenes Verhältnis aus Leistung und Preis.
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Technisch hätte sich der Core Ultra 9 290K Plus nur geringfügig vom bereits verfügbaren Core Ultra 9 285K unterschieden. Erwartet wurde ein Desktop-Prozessor mit 24 Kernen, bestehend aus acht Performance-Kernen und 16 Effizienz-Kernen. Auch bei den Leistungsgrenzen hätte es keine nennenswerten Abweichungen gegeben. Geplant waren vor allem leicht erhöhte Taktfrequenzen und ein höherer Spitzenwert beim Thermal Velocity Boost.
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Ausschlaggebend für den Rückzug scheint eine zu geringe Abgrenzung innerhalb des Produktportfolios zu sein. Der Core Ultra 9 285K belegt bereits die Spitzenposition im LGA1851-Segment. Gleichzeitig deuten Leaks darauf hin, dass auch der Core Ultra 7 270K Plus auf den vollausgebauten 24-Kern-Die setzen könnte. Damit wäre die Differenzierung zwischen den Modellen weiter geschrumpft. Für den Desktop-Markt bedeutet das, dass Intel vorerst keinen neuen Spitzenprozessor oberhalb des Core Ultra 9 285K plant. Das Topmodell der Arrow-Lake-Plattform scheint damit bereits festzustehen, zumindest für die aktuelle Ausbaustufe.
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