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Hacker-Gruppe behauptet riesige Datenmenge FBI gehabt zu haben

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Geschrieben von Sven Brückner
Veröffentlicht: 05. Oktober 2026
  • Hackerangriff
  • FBI

Die US-Bundespolizei FBI untersucht einen möglichen Cyberangriff auf ihre Systeme, wie Reuters berichtet. Die Hackergruppe ShinyHunters behauptet, dabei Daten von rund 38.000 aktuellen, ehemaligen und potenziellen Mitarbeitern erbeutet zu haben. Das FBI hat bislang nicht bestätigt, dass die genannten Daten tatsächlich aus eigenen Systemen stammen.

 

 

Nach Angaben der Gruppe soll der Angriff zunächst die Bewerbungsplattform FBIJobs.gov betroffen haben. Anschließend seien weitere Systeme erreicht worden. Genannt werden unter anderem Personalverwaltung, medizinische Informationen und Daten aus Ermittlungsbereichen. ShinyHunters behauptet zudem, Informationen wie Namen, Dienststellen, Dienstausweise, Adressen, Telefonnummern und Angaben zu Ehepartnern zu besitzen.

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Bildquelle: Fiti.club

Das FBI erklärte, es untersuche den Vorgang „aktiv und mit Nachdruck“. Gleichzeitig werde mit Drittanbietern zusammengearbeitet, die FBIJobs.gov unterstützen. Damit ist derzeit auch offen, ob ein FBI-System selbst oder die Infrastruktur eines externen Dienstleisters kompromittiert wurde. Für Aufmerksamkeit sorgt insbesondere der behauptete Umfang. Die Hacker-Gruppe spricht laut CBS in aktuellen Veröffentlichungen von mehr als zwei Terabyte gestohlener Daten, teilweise werden zwei bis drei Terabyte genannt. Medien konnten nach eigenen Angaben Ausschnitte prüfen, die offenbar echte Informationen über FBI- oder Justizmitarbeiter enthalten. Ein unabhängiger Nachweis, dass diese Daten tatsächlich durch einen Einbruch in FBI-Systeme erlangt wurden, steht jedoch noch aus.

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Bildquelle: Erstellt mit getimg.ai

Als möglichen Einstieg nennt ShinyHunters eine bislang nicht bestätigte Sicherheitslücke in Oracle PeopleSoft. Über die Bewerbungsplattform soll anschließend ein Zugriff auf weitere Systeme erfolgt sein. Weder Oracle noch das FBI haben die behauptete Zero-Day-Lücke bislang öffentlich bestätigt. Bemerkenswert ist auch die Motivation, die die Gruppe selbst nennt. Laut Hacker-Gruppe gehe es nicht um Lösegeld. Stattdessen fordert sie das FBI auf, eine im Mai veröffentlichte Warnung zurückzunehmen oder zu korrigieren. Darin bezeichnet die Behörde ShinyHunters als Cyberkriminelle, die große Datenmengen stehlen und mitunter mit erfundenen oder übertriebenen Zugriffen Druck auf Opfer ausüben. Die US-Bundespolizei hatte bereits im Mai vor den organisiert auftretenden Hackern gewarnt. Die Behörde verwies damals unter anderem auf Risiken durch gezielte Phishing-Angriffe mit zuvor erbeuteten persönlichen Informationen.

 

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