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Glasfaserausbau: Netze wachsen, doch die Nachfrage bleibt zurück

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Geschrieben von Sven Brückner
Veröffentlicht: 21. August 2026
  • Glasfaser
  • Telekom

Der Glasfaserausbau in Deutschland schreitet weiter voran, doch vielerorts werden die neu geschaffenen Anschlüsse deutlich langsamer angenommen. Laut der Marktanalyse von VATM und Dialog Consult waren 2026 rund 32 Millionen Haushalte und kleine Unternehmen mit Glasfaser erreichbar. Tatsächlich genutzt wurde ein Anschluss bei 7,8 Millionen Kunden. Die Take-up-Rate lag bei Wettbewerbern bei 30,2 Prozent, bei der Telekom bei 17,9 Prozent.

 

 

Damit stehen Netzbetreiber vor einem wachsenden Abstand zwischen gebauter Infrastruktur und tatsächlicher Nutzung. In einzelnen Regionen fallen die Anschlussquoten laut den vom VATM beschriebenen Marktentwicklungen sogar deutlich niedriger aus. Für Anbieter bedeutet das, dass hohe Investitionen in Tiefbau und Netztechnik nicht automatisch zu einer entsprechenden Zahl zahlender Kunden führen.

Glasfaser Titel

Bildquelle: Ingbert Zacharias

Der Ausbau selbst geht derweil weiter. Die Telekom meldete Ende Juli 240.000 neue Glasfaseranschlüsse allein für den Juni. Insgesamt konnten damit 13,6 Millionen Haushalte und Betriebe einen Glasfasertarif buchen. Auch in Abensberg erprobt der Internatanbieter ein beschleunigtes Verfahren. Dort sollen rund 6.300 Haushalte und Betriebe einen Anschluss erhalten. Auch kommunale Projekte tragen zum Ausbau bei. In Immendingen wurden auf rund 45 Kilometern mehr als 300 Anschlüsse realisiert. Nach rund 15 Monaten Bauzeit soll das Netz zeitnah in Betrieb gehen.

Glasfaser Vodafone

Bildquelle: Vodafone

Neben der Nachfrage können rechtliche Rahmenbedingungen den Ausbau beeinflussen. Eigentümer müssen bei Eingriffen in Gebäude und deren Infrastruktur entsprechend berücksichtigt werden. Gleichzeitig soll eine geplante Novelle des Telekommunikationsgesetzes den Glasfaserausbau beschleunigen und den Zugang zu Gebäuden erleichtern. Der VATM fordert unter anderem schnellere Genehmigungsverfahren und einen verlässlichen Zeitplan für die Abschaltung der alten Kupfernetze. Dadurch soll die Migration auf Glasfaser für Netzbetreiber und Kunden besser planbar werden

 

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