Microsoft arbeitet weiter an der Zukunft der Xbox-Plattform. Nach dem stärkeren Fokus auf plattformübergreifende Veröffentlichungen und umfangreichen Umstrukturierungen richtet sich der Blick zunehmend auf die nächste Hardwaregeneration. Neue Aussagen des Windows Central Redakteurs Jez Corden haben nun Spekulationen über die Rolle von Steam ausgelöst.
Corden erklärte im Xbox Two Podcast, Microsoft beschäftige sich intern mit einer neuen PC-Strategie. Theoretisch könne diese auch einen Rückzug vom Vertrieb eigener Spiele über Steam ermöglichen. Gleichzeitig betonte er jedoch, dass er ein solches Szenario selbst für äußerst unwahrscheinlich halte. Ein Verzicht auf den größten PC-Marktplatz würde nach seiner Einschätzung erhebliche Umsatzeinbußen bedeuten.
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Hintergrund der Diskussion ist die nächste Xbox-Generation, die laut früheren Berichten unter dem Codenamen Project Helix entwickelt werden soll. Microsoft hatte bereits angekündigt, Xbox und Windows künftig enger miteinander zu verzahnen. Branchenbeobachter gehen deshalb davon aus, dass die kommende Konsole stärker auf eine PC-ähnliche Architektur setzen könnte. Bereits Xbox-Präsidentin Sarah Bond hatte bestätigt, dass der Sony-Konkurrent gemeinsam mit AMD an Hardware der nächsten Generation arbeitet und dabei eine Plattform mit größerer Geräteoffenheit anstrebt.
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Ein offeneres System könnte den Zugriff auf Plattformen wie Steam, den Epic Games Store oder GOG ermöglichen. Gleichzeitig würden Käufe über konkurrierende Marktplätze jedoch nicht mehr vollständig über Microsoft abgewickelt. Damit stünde das Unternehmen vor der Frage, wie sich eine offene Plattform mit den Einnahmen aus dem Softwareverkauf vereinbaren lässt. Konsolenhersteller erzielen traditionell einen erheblichen Teil ihrer Erlöse über digitale Spieleverkäufe und Storegebühren.
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Offizielle Hinweise auf einen Rückzug von Steam gibt es bislang nicht. Vielmehr sprechen Cordens Aussagen dafür, dass Microsoft verschiedene Szenarien für die künftige Xbox-Plattform bewertet. Welche Strategie das Unternehmen letztlich verfolgt, dürfte erst mit der Vorstellung der nächsten Hardwaregeneration deutlich werden.
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