Softwarepaket von Seagate
Das Seagate Dashboard stellt die zentrale Benutzeroberfläche für das Verwalten von Backups dar und ist bereits auf der Seagate Backup Fast Plus als Installationsdatei (alte Version 2.2) vorhanden. Sie wird mit den Modellen Backup Plus, Slim und Central ausgeliefert. Damit können Datensicherungen von 1.) lokal angeschlossenen Laufwerken (in der Regel Festplatten), 2.) eigene Daten (Bilder und Videos) von Smartphones (iOS- oder Android-Geräte) oder 3.) hochgeladene Daten (Bilder) von den Diensten Facebook oder Flickr angefertigt werden, welche anschließend auf der externen Festplatte in einer nachvollziehbaren Ordnerstruktur abgelegt werden. Alternativ steht als Sicherungsziel auch der Seagate Cloud Storage Service powered by Nero zur Verfügung. Zugang zur Cloud erhält man über einen Link (https://cloudstorage.seagate.com/register.php) in der Bestätigungsmail für die Produktregistrierung, worauf hin eine Cloud-Speicher-Konto (damit ist nicht das Seagate Konto gemeint) eingerichtet werden muss. Der Cloud-Speicher fasst in der Probierphase fünf GB an Daten und läuft ein Jahr. Gegen Aufpreis kann die Kapazität während der Laufzeit erhöht bzw. nach Ablauf des ersten Jahres verlängert werden: 25 GB für 12 Monate kosten dann 34,99 US-Dollar, unbegrenzter Speicher für 12 Monate ist für 69,99 US-Dollar zu haben. Ein ausführliches Benutzerhandbuch zum Seagate Dashboard ist online erhältlich.
Installation und Konfiguration
Vor der Installation wird die aktuelle Version (3.x) des Seagate Dashboard aus dem Internet heruntergeladen, damit der Benutzer anschließend mit der neuesten Oberfläche arbeiten kann. Während der Installation fragt die Windows Firewall (falls diese als Standard-Firewall eingerichtet ist) nach, ob das Dashboard Daten auf eigenen Ports im Netzwerk senden und empfangen darf. Dies sollte positiv beantwortet werden, da sonst später die Backup-Funktion für das Smartphone innerhalb des eigenen Netzwerkes nicht ordnungsgemäß arbeiten könnte. Der Computer fungiert nämlich mit Hilfe des installierten Seagate Dashboard und deren Services als Verbindungspunkt und stellt die Konnektivität zwischen der angeschlossenen Seagate Backup Plus Fast und dem lokalen Netzwerk mit WLAN her, in dem sich Smartphones in der Regel heimisch fühlen.
Daten vom Smartphone über WLAN sichern
Für das Smartphone auf Basis von iOS oder Android lässt sich aus den entsprechenden AppStore die App „Seagate Backup“ kostenlos herunterladen, welche für die Datensicherung der eigenen Daten (Bilder und Videos) auf die externe Festplatte oder einen Cloud-Speicher benötigt wird. Als Cloud-Speicher kann Dropbox und Google Drive genutzt werden. Warum an dieser Stelle der eigene Seagate-Cloud-Storage nicht zur Verfügung steht ist uns schleierhaft. Der erste Schritt nach der Installation besteht darin sich mit dem Seagate Konto anzumelden. Nachdem man innerhalb der App auf ziemlich einfachem Wege einen Sicherungsplan erstellt hat sollte als Sicherungsziel die externe Seagate Festplatte angezeigt werden, sodass der Datensicherung nichts mehr im Wege steht.
Die App benötigt Zugriff auf die zu sichernden Bilder und Videos (Datenschutz-Einstellungen), da sonst keine Sicherung erfolgen kann. Sollte das Backup einmal nicht gleich funktionieren lohnt sich ein Blick in die Einstellungen, denn dort kann zum Beispiel der mindest Akkustand angegeben und geändert werden, der zum Zeitpunkt eines Backup-Durchgangs vorhanden sein muss. Ebenso muss man mit seinem Seagate Konto (und hier ist nicht das Seagate-Cloud-Konto gemeint) im Seagate Dashboard als auch in der Smartphone-App angemeldet sein, damit innerhalb der App die verfügbare Festplatte angezeigt wird.
Computer-Backup erstellen mit dem Seagate Dashboard
Eine wichtige Ansage vorweg: Die Seagate Backup Plus Fast ist zwar mit einem Apple Computer und der Software Seagate Dashboard nutzbar, allerdings stehen die Backup-Funktionen nicht zur Verfügung. Seagate empfiehlt zur Erstellung von Backups vom Apple Computer die Software Apple Time Machine (ab Mac OS X 10.5 im Betriebssystem integriert) zu verwenden und die externe Festplatte darin als Datenspeicher anzugeben. Für Windows sind alle Funktionen des Seagate Dashboard aktiviert.
Generell können Backups sofort oder per Zeitplan (permanent, stündlich, täglich, wöchentlich, monatlich) mit gewünschter Startzeit gestartet werden. Um ein Backup zu erstellen muss der Computer, an dem die Seagate Backup Plus Fast angeschlossen ist, mindestens für die Dauer des Backup-Durchlaufes eingeschaltet sein. Es können parallel mehrere Zeitpläne für verschiedene Datensicherungen von verschiedenen Geräten angelegt werden, sodass eine ausreichende Flexibilität für die meisten Anwendungsfälle vorhanden ist.
Daten mit sozialen Diensten abgleichen
Über das Seagate Dashboard können Daten (Fotos) von Facebook oder Flickr heruntergeladen werden. Für den Zugriff auf den jeweiligen Dienst ist innerhalb des Programms die Eingabe der Login-Daten nötig. Ebenso können auch Daten (Fotos und Videos) zu Facebook, Flickr und Youtube hochgeladen werden. Die Funktion für das Herunterladen von Bildern dürfte dabei wohl die häufigere Wahl sein und erscheint uns generell als brauchbar. Gerne hätten es auch einige Plattformen mehr sein dürfen (z.B. Google+ oder auch Twitter), von denen man seine Bilder herunterladen kann. Die bereitgestellte Schnittstelle durch die Dienste ist jedoch die Grundvoraussetzung für die Anbindung an das Dashboard, was der Grund für die noch dürftige Auswahl sein könnte.
Daten aus einem Backup wiederherstellen
Datensicherungen vom Computer können einfach wiederhergestellt werden, indem man eines der vorhandenen Backups auswählt und den Ort angibt, an dem die Daten abgelegt werden sollen. Dieser kann der ursprüngliche Pfad oder eine Alternative dazu sein. Über die Smartphone-App können auch Backups für das Handy verwendet und deren Daten zurück auf das Handy geladen werden.



















