Praxistest
Selbstverständlich musste die V900 auch den Tauglichkeitstest in allen Belangen überstehen. Ob nun angefangen bei den normalen Office-Anwendungen, Photoshop-Detailarbeiten oder eben beim Paradegebiet – dem Gaming. Alle Bereiche haben wir mit der V900 abgeklappert. Vorne weg fällt auf jeden Fall gleich mal die sehr angenehme Sensorik auf, die den Anwender je nach DPI-Auflösung, immer sehr zielsicher dort hinbringt, wo der Mauszeiger landen soll.
Für den Alltagsbetrieb eignet sich die V900 auch wunderbar und ist auch nach längerer Nutzung als recht komfortabel zu bezeichnen. Die Bauform des Chassis ist zwar synchron, aber auf Grund der links angeordneten Daumentasten hebt sich dieser Effekt wieder auf. Wer diese nicht braucht oder drüber hinweg sehen kann, der wird mit der V900 auch sein Glück finden. Heißt im Klartext, der Nager kann Links- oder Rechtseitig verwendet werden. Einen kleinen Nachteil hat die VPRO-Maus, Anwender mit großen Händen werden diese definitiv aus zu klein empfinden da man die Halteposition unweigerlich leicht „einkrümmen“ muss. An dieser Stelle liegen die Produkte von Cooler Master mit der CM Storm Reaper oder der Roccat Kone+ besser in der Hand. Dies wäre auch die einzige Kritik die es zu äußern gibt. Auf technischer Seite überzeugt der Nager in allen Belangen. Es gibt einfach nichts zu bemängeln, Punkt, aus!
Die relativ kleinen Teflonfüße auf der Unterseite machen einen durchaus soliden Job. Zwar sind auf unserem Hartplastikpad, dem func Surface 1030², die Bewegungsgeräusche deutlicher zu vernehmen als zum Beispiel bei einer Reaper, dafür wirkt der „Gleiteffekt“ eine Nuance angenehmer. Auf einer glatten Holztischplatte schiebt sich der Nager tadel- und lautlos über die Oberfläche. Sehr angenehm! Im Spielebreich fuhr die Maus dann auf Betriebstemperatur hoch und zeigte ihr Können. Durch den großen Konfigurationsindividualismus ist es möglich, genau sein passendes Setting zu finden. Ob nun in World of Tanks, Battlefield oder Anno 2070, alle Disziplinen werden parademäßig absolviert.
Software
Die grafische Umsetzung der Software überrascht positiv. Unspektakulär, sauber strukturiert und im Ansatz minimalistisch. Klingt alles ziemlich hochtrabend ist aber nicht über das Ziel hinweg formuliert. Es können alle Tasten mit Funktionen konfiguriert werden die über das normale Klicken hinausgehen. Ein Beispiel wäre das Erstellen von Screenshots oder das Ausführen von Windows 8 Gesten. Geht man in die Detaileinstellungen unter dem Reiter „Steuerung“ rein, so wird der geneigte Anwender schon fast erschlagen von den Möglichkeiten. An der einen oder anderen Stelle erkennt man aber auch, dass es durchaus noch Verbesserungsbedarf beim Layout gibt. Wörter scheinen zu „fehlen“ oder abgeschnitten. Auf Nachfrage beim Hersteller wurde uns bestätigt, dass in Kürze mit einem neuen Treiber-Release für Abhilfe geschaffen wird.
Im Menü kann man sich fünf Profile mit verschiedenen Modi und Farbkombinationen konfigurieren. Leuchtmodus, Helligkeit der LEDs, aber auch eine Verzögerungszeit beim Tastenanschlag können definiert werden. Eine Makro-Programmierung hält die Software unter dem entsprechenden Menüpunkt auch noch bereit. Nach all den technischen Raffinessen bleibt uns eigentlich nur noch eins übrig, ein würdiges Fazit für den High-End Nager zu finden.
Nach all den technischen Raffinessen bleibt uns eigentlich nur noch eins übrig, ein würdiges Fazit für den High-End Nager finden.





