Lieferumfang & Detailansicht
Die SSD kommt im schicken Pappkarton beim Kunden an. Die Aufmachung ist nett und hält alle notwendigen Informationen bereit, aber Beigaben liegen, bis auf den „7cm auf 9cm-Adapter“ nicht mit im Karton. Ein Lichtblick stellt jedoch der mitgelieferte Lizenzschlüssel für Acronis True Image HD dar. Die Software selbst muss aber von der Homepage heruntergeladen werden.
Die gesamte SSD bringt exakt 55 Gramm auf die Waage, was auch dem dünnen aber stabilen Aluminiumblech geschuldet ist. Eine Kingston HyperX Fury fühlt sich in diesem Vergleich wesentlich wertiger an, bildet aber trotz der Kundenausrichtung so ziemlich die Referenz in diesem Bereich ab. Auf der Rückseite finden sich ebenfalls ein paar Informationen sowie die Seriennummer der SSD wieder.
PCB der Crucial MX200 im Detail
Unter der Haube verbirgt sich nicht allzu viel neues Machwerk. Mit dem Marvell 88SS9189 Chip findet der gleiche Controller den Weg in die MX200, wie schon bei der MX100. Bei den Leistungsdaten gibt Crucial 555 MB/s (Lesen) und 500 MB/s (Schreiben) an. Die IOPS werden mit 100.000 (Lesen) und 87.000 (Schreiben) bei 4K-Zyklen betitelt. Als kleines Highlight kann der TBW-Wert von 320 TB angesehen werden, welchen bislang nur die Kingston HyperX Fury oder teure Enterprise SSDs vorweisen können. Für die meisten wird jetzt aber der direkte Vergleich mit der BX100 am interessantesten sein, da die MX100 mittelfristig wohl nur noch ab verkauft werden wird. Der Aufbau des PCB und der darauf verlöteten Komponenten ist jeweils gänzlich anders gestaltet.
SSD`s im Vergleich - Links: Crucial MX200 - Rechts: BX100
Der eine oder andere wird es bereits gelesen haben, in der MX200 hat Crucial die von der M600 bekannten „Dynamic Write Acceleration“ mit integriert. Was macht „DWA“? Der verbaute 16nm NAND hat mit diesem Feature die Möglichkeit bekommen, quasi „on the fly“ zwischen SLC- und MLC-Modus hin und her zu wechseln. In Praxis sieht es dann so aus, dass der Controller bei einer Speicherbelegung von 50 Prozent die einzelnen DIE`s von SLC zum MLC-Modus wechselt, die Daten aber vorher im Hintergrund in einen leeren Block verschiebt. Dazu muss man aber wissen, dass die Flash-Kapazität im SLC im Grunde genommen die Hälfte von dem entspricht, was vollständiger MLC-NAND wäre. Also eine Halbierung.
Daraus resultiert dann, dass die reell verfügbare Kapazität geringer ist, als zum Beispiel bei anderen SSDs. Dieser Quasi-SLC-Modus kann Schreib-Operationen (IOs) zwischenspeichern (cachen) und in in weniger anspruchsvollen Momentan dann in den NAND schreiben. Dieses Verfahrensmuster greift nur wenn die I/O-Vorgänge bzw. deren Leistung, einbrechen sollte. Permanent Data wird in den „langsameren“ MLC-NAND geschrieben. Schauen wir uns jetzt als an, was die SSD zu leisten im Stande ist.





