Microsoft arbeitet offenbar an einer neuen Funktion, mit der sich ausgewählte Xbox-Spiele von einer physischen Disc in eine digitale Lizenz umwandeln lassen. Ein geleaktes internes Dokument beschreibt einen stufenweisen Rollout, der zunächst Xbox-Konsolen und später auch Windows-PCs umfassen soll. Eine offizielle Bestätigung des Unternehmens liegt bislang nicht vor. Derweil greift seit dem 1. August 2026 die drastische Preiserhöhung für die aktuellen Konsolen des Herstellers.
Nach den vorliegenden Informationen begann ein geschlossener Betatest bereits im Juli. Ab August soll die Funktion für Nutzer von Xbox One und Xbox Series X freigeschaltet werden. Im Oktober ist dem Leak zufolge eine Erweiterung auf Windows-PCs vorgesehen. Langfristig plant Microsoft offenbar auch die Einbindung älterer Xbox-360-Titel, die zwischen 2027 und 2028 schrittweise für kommende Konsolengenerationen nutzbar gemacht werden sollen.
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Im Mittelpunkt steht die Verknüpfung einer unterstützten Disc mit einer digitalen Lizenz. Legen Nutzer ein kompatibles Spiel ein und installieren es, wird die Lizenz dem aktuell angemeldeten Microsoft-Konto zugeordnet. Gleichzeitig bleibt sie an den physischen Datenträger gebunden. Wird die Disc später verkauft oder weitergegeben, soll die digitale Berechtigung automatisch auf das Microsoft-Konto des neuen Besitzers übertragen und beim bisherigen Eigentümer entfernt werden. Die Disc dient damit weiterhin als Besitznachweis. Welche Spiele dieses Verfahren unterstützen, entscheiden die jeweiligen Publisher.
— Retro Gamer (@RetroGamer_74) August 1, 2026
Nach der erfolgreichen Umwandlung behandelt das System den Titel wie einen regulären digitalen Kauf im Microsoft Store. Unterstützt das Spiel zusätzlich Xbox Play Anywhere, kann es auch auf einem Windows-PC oder kompatiblen Windows-Handheld genutzt werden, ohne dass die Disc eingelegt sein muss. In Verbindung mit dem Xbox Game Pass Ultimate ist zudem die Nutzung über Xbox Cloud Gaming vorgesehen.
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Laut dem Dokument soll Microsoft außerdem Spiele auf mehreren Datenträgern, Bundle-Versionen sowie zugehörige DLCs und Zusatzinhalte berücksichtigen. Einschränkungen gibt es jedoch bei einem Teil älterer Xbox-One-Discs. Einige Datenträger verfügen demnach nicht über die erforderlichen technischen Merkmale, damit das System sie für die Umwandlung erkennen kann.
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Die Einführung einer solchen Funktion würde zu Microsofts langfristiger Strategie passen, digitale Inhalte und plattformübergreifende Nutzung stärker auszubauen. Bereits heute verknüpfen Dienste wie Xbox Play Anywhere und Xbox Cloud Gaming Konsolen, PCs und mobile Geräte über ein gemeinsames Microsoft-Konto. Ob und wann Disc to Digital offiziell erscheint, bleibt derzeit jedoch offen.
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