Die Initiative "Stop Killing Games" befindet sich in einer neuen Phase. Wie Initiator Ross Scott in einem aktuellen Update erläutert, verlagert sich der Schwerpunkt von der reinen Unterschriftensammlung hin zur politischen Arbeit. Hintergrund ist das Voranschreiten der europäischen Bürgerinitiative "Stop Destroying Videogames" im formellen Prüfverfahren der Europäischen Union.
Laut Zeitplan wurde die Initiative am 26. Januar 2026 offiziell zur Prüfung eingereicht. Eine Antwort der Europäischen Kommission wird bis zum 27. Juli 2026 erwartet. Zum weiteren Ablauf zählen ein Treffen mit Vertretern der Kommission sowie eine öffentliche Anhörung im Europäischen Parlament. Damit ist das Verfahren klar strukturiert, nachdem während der Sammelphase noch Unsicherheiten bestanden hatten.
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Inhaltlich zielt die Initiative darauf ab, ein dauerhaftes Abschalten gekaufter Spiele ohne spielbare Restversion zu verhindern. Scott betont, dass es nicht um eine unbegrenzte Supportpflicht für Publisher gehe. Gefordert werde vielmehr ein klar definierter End-of-Life-Mechanismus, der sicherstellt, dass bezahlte Titel auch nach dem offiziellen Support nutzbar bleiben.
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Frühere Diskussionen im Kontext des "Digital Fairness Act" seien laut Scott auf Widerstand gestoßen. Vertreter der Branche hätten argumentiert, verschärfte Verbraucherschutzvorgaben könnten faktisch zu einem Zwang auf unbefristete Unterstützung führen. Diese Darstellung weist die Initiative zurück und verweist auf praktikable Abschaltmodelle.
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Mit Gegenwind rechnet die Kampagne auch angesichts bestehender Lobbystrukturen. Der Branchenverband Video Games Europe hat öffentlich erklärt, dass das Einstellen von Online-Diensten unter bestimmten Umständen notwendig und legitim sei. Abschaltentscheidungen seien komplex und müssten möglich bleiben. Berichten zufolge entstehen zwei Nichtregierungsorganisationen, eine mit Sitz in der EU und eine in den USA. Sie sollen langfristig Lobbyarbeit begleiten, regulatorische Prozesse beobachten und politischen Druck aufrechterhalten. Als alternative Strategie nennt Scott zudem die konsequentere Anwendung bestehender EU-Verbraucherschutzgesetze. Dieser Weg könnte jedoch länderspezifische Verfahren und Einzelfallprüfungen nach sich ziehen.
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