Apple erweitert seine Chip-Familie um den M6 und den M5 Ultra. Während der M6 im neuen Mac mini zum Einsatz kommt, steckt der M5 Ultra im neuen Mac Studio. Beide Prozessoren sollen vor allem bei anspruchsvollen Rechenaufgaben und lokalen KI-Anwendungen deutlich mehr Leistung bieten.
Der M6 ist Apples erster Chip, der im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt wird. Die neue Generation verfügt über zwölf CPU-Kerne und zwölf GPU-Kerne. Gegenüber dem M5 soll die Multi-Thread-Leistung um bis zu 20 Prozent steigen. Im Vergleich zum M1 verspricht Apple eine bis zu 2,4-mal höhere Leistung bei entsprechenden Aufgaben.
Bildquelle: Apple
Auch bei der KI-Berechnung wurde der M6 erweitert. Apple stattet den Chip mit zwei 16-Kern-Neural-Engines aus, die gemeinsam bis zu doppelte Spitzenleistung gegenüber der vorherigen Generation erreichen sollen. Die GPU verfügt außerdem über eigene Neural Accelerators. Dadurch soll die Spitzenleistung bei KI-Berechnungen gegenüber dem M5 um knapp 30 Prozent steigen. Die Speicherbandbreite erreicht bis zu 170 GB/s, während maximal 32 GB gemeinsamer Arbeitsspeicher unterstützt werden.
Abbildung: Mac Mini, Bildquelle: Apple
Beim M5 Ultra geht Apple noch einen Schritt weiter. Erstmals verbindet das Unternehmen vier Chip-Dies zu einer gemeinsamen Architektur. Dafür werden zwei M5-Max-Chips über die UltraFusion-Technik gekoppelt. Der M5 Ultra kommt auf bis zu 36 CPU-Kerne und 80 GPU-Kerne. Die Speicherbandbreite beträgt 1,2 TB/s, während bis zu 512 GB gemeinsamer Speicher möglich sind.
Abbildung: Mac Mini, Bildquelle: Apple
Für KI-Anwendungen integriert Apple obendrein einen Neural Accelerator in jeden GPU-Kern. Dadurch soll die GPU bis zu 4,5-mal mehr KI-Rechenleistung als beim M3 Ultra liefern. Der M5 Ultra besitzt zusätzlich eine 32-Kern-Neural-Engine und eine erweiterte Media Engine für professionelle Videoarbeiten. „Heute präsentieren wir den nächsten großen Sprung bei Leistung und KI-Berechnungen für Apple Silicon“, erklärte Sri Santhanam, Vice President der Silicon Engineering Group bei Apple. Der M5 Ultra soll unter anderem bei 3D-Rendering, visuellen Effekten, wissenschaftlichen Berechnungen und großen KI-Modellen zum Einsatz kommen.
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