Der neue Copilot soll weit mehr als ein Chatbot sein. Microsoft verbindet darin KI-Agenten, Office-Anwendungen und automatisierte Arbeitsabläufe. Analyst Brian Schwartz sieht darin einen möglichen Wendepunkt für die Monetarisierung.
Microsoft erweitert Copilot deutlich über klassische Chatbot-Funktionen hinaus. Mit Home, Code und Autopilot bündelt der Konzern KI-gestützte Arbeit, Anwendungsentwicklung und automatisierte Abläufe in einer gemeinsamen Oberfläche. Word, Excel und PowerPoint werden ebenfalls direkt integriert.
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Oppenheimer-Analyst Brian Schwartz bezeichnete die Entwicklung gegenüber CNBC als Wandel hin zu einem „AI Operating System“. Gemeint ist eine Plattform, die nicht nur Antworten liefert, sondern Aufgaben über verschiedene Anwendungen hinweg ausführt. Für Microsoft könnte dadurch die Nutzung von Copilot stärker mit Azure und Microsoft 365 verbunden werden.
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Ein Beispiel ist Copilot Cowork: Der Dienst kann mehrstufige Aufgaben planen und ausführen, etwa Dokumente erstellen, E-Mails bearbeiten oder Informationen aus Unternehmensdaten zusammenführen. Microsoft bietet Cowork inzwischen allgemein an und setzt dabei auch auf nutzungsbasierte Abrechnung. Autopilot geht noch einen Schritt weiter. Die Agenten sollen Aufgaben im Hintergrund fortführen und dabei innerhalb festgelegter Berechtigungen arbeiten. Das Unternehmen beschreibt den Ansatz als kontinuierliche Unterstützung, bei der Nutzer nicht jeden einzelnen Arbeitsschritt anstoßen müssen.
Azure bleibt für Microsoft entscheidend
Schwartz sieht laut seiner CNBC-Aussage, insbesondere Azure und Microsoft 365 als wichtige Bereiche für die weitere Entwicklung. Seinen Angaben zufolge wuchs Azure zuletzt um rund 40 Prozent. Sollte das Wachstum in Richtung 50 Prozent steigen und dabei eine Umsatzgröße von mehr als 100 Milliarden US-Dollar erreicht werden, könnte dies nach seiner Einschätzung die Bewertung der Microsoft-Aktie beeinflussen.
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Microsoft meldete für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 tatsächlich ein Azure-Wachstum von 43 Prozent. Gleichzeitig überstieg die Nachfrage laut Konzern weiterhin die verfügbare Kapazität. Schwartz zufolge könnten Funktionen wie Cowork, Co-Development und Autopilot zusätzliche verbrauchsabhängige Umsätze ermöglichen. Microsofts aktuelle Cowork-Abrechnung bestätigt diesen Ansatz bereits.
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