Apple will die Fertigung des Mac mini laut 9to5Mac im Laufe des Jahres 2026 in die Vereinigten Staaten bringen. Das bestätigte Sabih Khan, Chief Operating Officer des Unternehmens, in einem Videointerview mit dem Wall Street Journal. Die Aufnahmen entstanden in einer Fertigungsstätte von Foxconn in Houston im US-Bundesstaat Texas.
Khan erklärte im Rahmen der Werksführung, dass Apple bereits heute in großem Umfang produziert. Wörtlich sagte er: „Wir stellen jeden Tag Tausende her. Wir freuen uns sehr, Ihnen mitteilen zu können, dass wir später in diesem Jahr genau hier in diesen Räumlichkeiten mit der Mac mini Fertigung beginnen werden.“ Damit ist erstmals offiziell bestätigt, dass der kompakte Desktop-Rechner künftig zumindest teilweise in den USA montiert wird.
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Bislang wird der Mac mini vor allem in Vietnam und China gefertigt. In früheren Produktzyklen war der Mac Pro das einzige Desktop-Modell von Apple, das in vergleichsweise geringen Stückzahlen in den Vereinigten Staaten produziert wurde. Die nun angekündigte Ausweitung auf den Mac mini deutet auf eine strategische Anpassung der Lieferkette hin.
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Im Zuge der Reportage gewährte das Wall Street Journal zudem Einblicke in weitere US-Standorte, die mit der Halbleiterfertigung verbunden sind. Gezeigt wurden unter anderem Einrichtungen in Arizona, die im Umfeld von Wafer-Produktion und Foundry-Dienstleistungen stehen. Dazu zählen Standorte von GlobalWafers sowie TSMC. Diese Infrastruktur spielt eine zentrale Rolle bei der Herstellung moderner Chips, die auch in Apple-Systemen zum Einsatz kommen.
Die Verlagerung einzelner Produktionsschritte in die USA ist vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen und staatlicher Förderprogramme zu sehen. Für Apple bedeutet dies eine stärkere Diversifizierung der Fertigungsstandorte. Welche Stückzahlen konkret in Texas geplant sind und welche Auswirkungen dies auf Preisstruktur oder Verfügbarkeit haben wird, ist derzeit jedoch offen.
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