Wer in die Welt der dezentralen Krypto-Finanzanlagen eintauchen und auf sichere Weise Erfahrungen mit den Coins sammeln möchte, braucht dazu eine gewisse Ausrüstung. Wir haben uns mit den verschiedenen Möglichkeiten befasst und nachfolgend zusammengefasst, was Einsteiger berücksichtigen müssen. Schließlich bestehen hierbei bestimmte Risiken: Etwa der Totalverlust durch in Vergessenheit geratene Zugangsdaten oder hohe Risiken bei der gewählten Anlage.
Erste Schritte zur möglichst sicheren Investition
Wie eine Studie der Bitkom e.V. zeigt, haben rund acht Prozent aller Deutschen bereits Kryptowährungen erworben. Das Interesse an den digitalen Währungen wächst – weshalb auch der Online-Handel Nutzern immer mehr Möglichkeiten zu Zahlungen mit Cryptocoins bereithält. Wer aus diesem Grund oder zur Diversifizierung seiner Finanzanlagen auf Kryptowährungen setzen möchte, sollte sich vorab genau mit den digitalen Währungen befassen. Sie unterliegen teilweise starken Kursschwankungen – weshalb ein gewisses Grundwissen vor unnötigen Risiken schützen kann. Einsteiger sollten die Unterschiede zwischen den einzelnen Kryptowährungen kennen und wissen, was Sinn und Zweck der Blockchains ist. Die gute Nachricht ist: Aufgrund der Blockchain-Technologie zeichnen sich die Anlagemöglichkeiten durch eine hohe Transparenz und Sicherheit aus.

Sichere Krypto-Wallet und Börse auswählen
Bevor eine Börse zum Kauf erster Coins ausgewählt wird, benötigen Einsteiger sichere Wallets für Kryptowährungen. Sie dienen der Aufbewahrung der erworbenen Kryptowährungen und werden in zwei wesentliche Kategorien unterteilt:
- Hardware-Wallets: Diese Form der Krypto-Wallets dient der sicheren Offline-Speicherung der gekauften Werte. Das externe physische Gerät wird nur kurzfristig mit dem Internet verbunden, wenn eine Transaktion bestätigt werden muss. Ansonsten ist es offline, wodurch Risiken in Form von Hacks oder Malware reduziert werden können. Infrage kommen dabei vor allem Hardware-Wallets wie Ledger und Trezor.
- Software-Wallets: Software-Wallets stellen Online-Geldbörsen für Kryptowährungen dar. Sie speichern den privaten Schlüssel zur Verwaltung der Transaktionen. Die Coins selbst sind innerhalb der Blockchain enthalten – die digitalen Wallets speichern lediglich den privaten Schlüssel zu denselben und können in Form von Apps oder browserbasierten Wallets genutzt werden. Dafür sind sie für Malware und Cyberangriffe anfälliger.

Wer Kryptowährungen ein- und verkaufen möchte, muss sich außerdem für die richtige Börse entscheiden. Bei der Wahl sollte in erster Linie auf die Seriosität geachtet werden – ein Blick auf die Regulierung der Dienstleister kann bereits Aufschluss geben. Verglichen werden sollten die infrage kommenden Börsen allerdings auch in Hinblick auf die Gebühren, die für einzelne Transaktionen erhoben werden.
Strategie aufstellen und erste Investitionen tätigen
Wer erstmals mit Kryptowährungen durchstartet, benötigt eine Strategie. Online sind zahlreiche Informationen zu vermeintlich vielversprechenden Cryptocoins zu finden und Gelegenheiten, die Investoren keinesfalls verpassen dürfen. Genau solche Informationen sind jedoch mit Vorsicht zu genießen. Zur Risikominimierung ist es besser, mit kleinen Beträgen und etablierten Kryptowährungen wie Bitcoin durchzustarten, deren Kurse stabiler ausfallen. Wichtig ist auch, nicht emotionsgeleitet zu investieren und zu verkaufen, sondern die Währungen möglichst langfristig zu halten. Mit kleineren Beträgen können Einsteiger erste Erfahrungen sammeln, ohne die gesamten Ersparnisse aufs Spiel zu setzen.
Tools für das richtige Steuer-Tracking
Wer beim Verkauf erworbener Cryptocoins Gewinn macht, muss diesen versteuern. Dies geschieht über die Einkommensteuer, wobei ein Freibetrag von 1.000 Euro berücksichtigt werden kann. Wer die Gewinne jedoch erst nach mindestens einem Jahr Haltedauer der Kryptowährungen erzielt, kann diese steuerfrei nutzen. Umso wichtiger also, den genauen Zeitpunkt von An- und Verkauf der eigenen Cryptocoins, aber auch den dazugehörigen Umrechnungswert präzise zu tracken. Hierbei können verschiedene Tools behilflich sein – beispielsweise Accointing oder Anbieter wie CoinTracking.





