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THEMA: [Leser-Test] LG 27GL850-B Gaming Monitor

[Leser-Test] LG 27GL850-B Gaming Monitor 21 Mai 2020 02:41 #1

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Hallo zusammen!

Ich habe die letzten 2 Wochen den LG 27GL850-B auf Herz und Nieren getestet und berichte euch nun meine Erfahrungen und Meinung zum Monitor.

1 ) Unboxing / Übersicht
Der Monitor und die anderen Teile sind in einem vollflächig bedruckten Versandkarton gut geschützt zwischen zwei dicken Styropor-Platten geliefert worden. Der Monitor an sich sowie der Standfuß und der Tragarm mit Halteplatte waren einzeln zusätzlich in vor Kratzern schützenden Tüten verpackt. Das Zubehör ist in einem schwarzen Karton gebündelt und in Zip-Beuteln einzeln verpackt gewesen.







Hier ein kurzes Video zum Unboxing des Monitors in das ich eventuell etwas zu viel Zeit gesteckt habe :whistle: :lol::



Lieferumfang:
• Monitor
• Standfuß
• Tragarm mit Halteplatte





Zubehör:
• Netzteil + Netzstecker-Kabel
• USB 3.0 Kabel (Typ-A auf Typ-B)
• Displayport-Kabel
• HDMI-Kabel
• Handbuch-Zettelchen in diversen Sprachen mit Sicherheitshinweisen
• Piktogramm als Aufbauanleitung & Garantie-Info
• CD-ROM (Sicherheitsbestimmungen & Adobe Reader als Installationsdatei)
• Kabelhalter / -führung
• Mauskabelklemme

Letzte Änderung: 21 Mai 2020 02:53 von Zimtstern.
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[Leser-Test] LG 27GL850-B Gaming Monitor 21 Mai 2020 02:46 #2

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2 ) Optik & Eindruck

In Relation zu anderen Gaming-Monitoren, ist das Design des LG eher unspektakulär. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, aber mir persönlich sagt das schlichte, moderne Design zu. Der Monitor ist komplett in mattem schwarzem Kunststoff gearbeitet und besitzt auf der Rückseite rote Akzente, die neben dem G-Sync Sticker auf der Vorderseite so ziemlich die einzigen Hinweise darauf sind, dass es sich hier um einen extrem leistungsstarken Gaming-Monitor handelt. Für den einen oder anderen mag das Gesamtpaket vielleicht zu emotionslos wirken, besonders wenn man es mit Gaming-Monitoren der Konkurrenz vergleicht. Allerdings finde ich persönlich, dass extrem ‚aggressive‘ Formsprache oder gar Beleuchtung unter oder hinter dem Bildschirm nicht notwendige Spielerei ist und der LG 27GL850-B im Vergleich somit deutlich erwachsener und professioneller daherkommt.

Generell wirkt der Monitor sowohl haptisch als auch optisch hochqualitativ. Der breite Fuß und der höhenverstellbare Tragarm sorgen für einen sehr soliden Stand. Mit seinen 6,1 kg Gewicht ist er zudem deutlich schwerer als mein bisheriger Hauptmonitor, der bei 1 Zoll mehr nur 4,7 kg auf die Waage bringt.

Das schlichte Design passt perfekt in mein Computer-Setup, das grundlegend von mattem Schwarz dominiert wird. Ich bin kein Fan von glänzenden / ‚Klavierlack‘-Oberflächen, wie es zum Beispiel an meinem bisherigen Monitor am Rahmen der Fall war. Denn Fingerabdrücke hinterlassen hier ungewünschte hässliche Spuren. Nicht so aber bei der Matten Oberfläche des LG 27GL850-B. Lediglich die roten Akzente, wie zum Beispiel die Hinterseite des Standfußes oder an der kreisrunden Erhebung am Rücken des Monitors sind glänzend. Auf dem Rot und natürlich, weil es auf der Rückseite ist, fallen solche Fingerabdrücke aber nicht auf.





Letzte Änderung: 21 Mai 2020 02:54 von Zimtstern.
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[Leser-Test] LG 27GL850-B Gaming Monitor 21 Mai 2020 02:49 #3

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3 ) Technische Daten

Display
• Displaytyp: TFT-LCD
• Weitwinkeltechnologie: IPS (In Plane Switching)
• Pixelkonfiguration: RGB Streifen
• Hintergrundbeleuchtung: White LED mit ‚Nano Partikeln‘
• Oberfläche: Matt (Anti-Glare Hard Coating 3H)

Bild
• Bildschirm-Diagonale: 27 Zoll (68,47 cm)
• Maximale Auflösung: 2560 x 1440 (Pixeldichte 108 ppi)
• Bildformat: 16:9
• Bild-Wiederholungsrate: 144 Hz
• Reaktionszeit (Grau zu Grau): 1ms
• Helligkeit: 350 Nits
• Kontrast: 1.000 : 1 (Nativ)
• Aktive Bildfläche: 597,73 x 336,22 mm
• Gewicht: 6,1 kg

4 ) Aufbau

Der Monitor kann mithilfe der rückseitigen VESA-100-Aufnahme entweder an den Tragarm montiert oder an eine alternative VESA kompatible Halterung montiert werden. Ich nutze den mitgelieferten Tragarm mit Fuß, dessen Anbringung simpler kaum sein konnte. Tragarm leicht angewinkelt in die Oberkante der VESA-Aufnahme stecken und nach dann die an der Unterkante Einrasten lassen. Der Fuß wird aufgesteckt und mit der schon angebrachten Schraube ganz ohne Schraubendreher festgedreht. Der Tragarm ist höhenverstellbar und lässt somit einen Abstand von X bis X cm von Displayunterkante bis Tisch einstellen. Zudem lässt sich der Monitor um 90 Grad drehen, um ihn hochkant zu verwenden.






Ein zusätzliches Feature stellt die mitgelieferte Mauskabel-Klammer dar. Sie wird rechts in die Unterseite des Monitors gesteckt und führt, falls gewünscht, das Mauskabel. Für meinen Anwendungsfall lasse ich dieses Feature allerdings aus, da der Monitor auf einem selbstgebauten Podest steht und dadurch das Mauskabel etwas zu hoch geführt würde. Dennoch ein sehr interessantes Feature.



Um die angeschlossenen Kabel gebündelt und damit ordentlich zum PC zu führen, kann optional eine Kunststoff-Kabelführung an den Tragarm gesteckt werden. Sehr nützlich!



Mittig auf der Rückseite befindet sich eine kreisrunde Erhebung, die von Belüftungsschlitzen umgeben ist. In der Mitte davon ist der Tragarm angeschlossen und rechts daneben befindet sich das I/O (Ein- / Ausgabe). Folgende Anschlüsse sind geboten:

• 1x Displayport-IN
• 2x HDMI-IN
• 3,5 mm Kopfhörer
• DC-IN (Strom)
• 2x USB 3.0 Typ B
• 1x USB 3.0 Typ A (zum Anschluss ans Mainboard)

Letzte Änderung: 21 Mai 2020 03:46 von Zimtstern.
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[Leser-Test] LG 27GL850-B Gaming Monitor 21 Mai 2020 02:52 #4

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5 ) Panel

Das Panel scheint auf den ersten Blick direkt an den oberen und die beiden seitlichen Ränder des Monitors abzuschließen. Also vermeintlich ein Randlos-Design. Bei bestimmten Betrachtungs-Winkeln und während der Benutzung wird allerdings klar, dass das Panel dennoch Kanten besitzt. Das Bild beginnt nämlich vom oberen, linken und rechten Rand aus etwa 0,6 cm und vom unteren Rand etwa 0,2 cm nach innen versetzt. Dazwischen sitzt das Außenband. Also nicht sehr auffällig oder störend. Der untere Rahmen, auf dem sich mittig das LG-Logo befindet, ist mit ca. 1,8 cm Höhe der breiteste und wirkt somit optisch tragend.



Auf dem unteren Rahmen ist links ein NVIDIA G-Sync Sticker angebracht, der vermuten lässt, dass sich die Technologie von Haus aus an Bord des Monitors befindet. Tatsächlich ist der Monitor aber lediglich als G-Sync kompatibel gelistet. Das war allerdings kein Problem, da die NVIDIA Systemsteuerung auf Anhieb die Funktion erkannt hat und G-Sync aktiviert wurde. Wichtig ist hier, dass Adaptive-Sync eingeschaltet ist. Das sollte es allerdings von Werk aus schon sein.
Auf den ersten Blick ist erkennbar, dass die Bildqualität sehr gut ist. Besonders im Vergleich zu meinem bisherigen Monitor (TN-Panel). Zugegeben, mein vorheriger Hauptmonitor lief schon auf 2560 x 1440 was ein großer Sprung von der immer noch am üblichsten Full-HD Auflösung ist. Allerdings hat das IPS Panel deutliche Vorzüge zum TN-Panel.

Gibt es Backlight Bleeding / IPS-Glow? Wenn man den Begriff mal bei Google eingibt und die Fotos anschaut, ist man erstmal erschrocken! Das sieht alles sehr unschön aus. Es ist sogar die Rede von der IPS-Lotterie, als Anspielung darauf, dass bei manchen Panels dieses Problem weniger oder kaum auftritt. Ich muss ehrlich sagen, dass die Angst vor einem schlechten Panel mich die letzten Jahre unter anderem davon abhielt viel Geld in die Hand zu nehmen, um auf IPS umzusteigen. Nun sitze ich vor einem und kann meine eigene Meinung dazu äußern.

Ich habe mir das Bild während des alltäglichen Benutzens und des Gamings genauer angeschaut. Besonders bei dunkleren Szenen sollte man meinen, dass an den Rändern hellere Stellen erkennbar seien. Mir ist jedoch nirgends eine solche Stelle aufgefallen. Um in der „Idealsituation“ für Backlight Bleeding den Monitor zu prüfen, öffnete ich vollflächig ein schwarzes Bild. So sollte der Monitor nur einen tiefen Schwarzton wiedergeben, über das gesamte Panel hinweg. Jalousien sind unten, Lichtquellen im Raum aus, RGB des Computers verdeckt. Nun, mit dem bloßen Auge kann ich lediglich an der Ecke links unten einen Hauch von Backlight Bleeding / eine hellere Stelle, die zur Mitte hin dunkler wird, ausmachen. Aber dann muss ich auch wirklich danach suchen. Mit meiner Kamera auf einem Stativ befestigt nahm ich dann Fotos auf. Ich habe versucht in etwa ein Bild hinzukriegen, das dem was ich mit dem bloßen Auge sehe am ehesten entspricht. Ganz genau kriegt man das nie hin. Auf dem Bild sieht es immer schlimmer aus als es in Wirklichkeit ist! Hier ist ein Foto vom LG Monitor in der am ehesten der Realität entsprechenden Kamera-Einstellung:



Man kann wie gesagt besonders unten links einen Helligkeitsverlauf erkennen. Wenn ich nun den Lichteinfall in die Kamera erhöhe, sieht es wie folgt aus:



Uh! Nicht so schön, oder? Leicht orange Flecken an den Rändern und deutlich stärkerer Helligkeitsverlauf links unten. Aber wie gesagt, nicht vergessen, dass es sich hier nicht um das Bild handelt, das ihr mit bloßem Auge sehen würdet. Dieses 2. Bild ist nur zur Veranschaulichung. Diese übertriebene Aufnahme entspricht interessanter Weise den Google Bildern zu Backlight Bleeding.

Nur zum Vergleich: Hier ist ein Foto unter selben Bedigungen von meinem alten TN-Monitor:



Hier ist deutlich, dass an den Rändern bläuliches Licht aus dem Rand durchbricht. Das ist bei der Benutzung sichtbar. Aber auch nur, wenn man darauf achtet.


6 ) Farbqualität & Farbraum

Die Farbbrillanz ist eindeutig um Welten besser. Anfänglich erscheint es als wäre beim IPS-Monitor die Saturation deutlich erhöht worden, allerdings gewöhnt man sich sehr schnell daran und erkennt, dass es hier hauptsächlich an der extremen Farbtiefe und dem großen Farbraum liegt. Es werden schlichtweg mehr und akkurater Farben wiedergegeben.

Der Farbraum wird laut Herstellerangabe zu 98% (DCI-P3) ausgefüllt. Die Programm-Icons stechen besonders von meiner dunklen Taskleiste hervor und wirken weniger fad im Vergleich zum TN-Monitor. In Spielen kommt dieser Unterschied noch deutlicher zum Vorschein. Beim Rocket-League Spielen ist mir aufgefallen wie knallig die Texturen der Umgebung, der Lackierungen und des Boost-Schweifs sind. Das Spielerlebnis ist alleine durch die Farben zumindest optisch schon aufregender geworden.
Letzte Änderung: 21 Mai 2020 03:45 von Zimtstern.
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[Leser-Test] LG 27GL850-B Gaming Monitor 21 Mai 2020 03:11 #5

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7 ) Steuerung

Einstellungen lassen sich über das im Monitor integrierte On Screen Display vornehmen. Das Menü kann mithilfe eines kleinen weißen Knopfes, der sich beinahe mittig unterhalb des vorderseitigen LG Logos befindet, bedient werden:

• Nach links oder rechts öffnet die Kopfhörerlautstärke, hat man einen am Monitor angeschlossen. Anschließend nach unten stellt stumm oder den Ton an.



• Nach unten oder oben öffnet die Helligkeits-Einstellung.



• 1x Drücken öffnet das Menü selbst. Es kann der Eingang / Spiel-Modus (Bildmodus) / weitere Einstellungen / Monitor ausschalten oder Menü verlassen gewählt werden.



Für den einen oder anderen auf Anhieb eventuell leicht irritierend könnte sein, dass der Knopf sich knapp links unterhalb dem LG Logo befindet und somit nicht ganz mittig ist. Für mich aber kein Problem.

Letzte Änderung: 21 Mai 2020 03:44 von Zimtstern.
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[Leser-Test] LG 27GL850-B Gaming Monitor 21 Mai 2020 03:16 #6

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Zusätzlich gibt es die kostenlose Software ‚OnScreen Control‘ von LG. Mit dieser lassen sich diverse Bild-Aufteilungen, generelle Bildschirmeinstellungen wie z.B. Helligkeit, Kontrast, Schärfe und Ausrichtung vornehmen, die Firmware aktualisieren und Voreinstellungen für einzelne Programme oder Spielmodi festlegen und auswählen.







Ein nettes kleines Feature ist die Anzeige, wie viele Stunden der Monitor bereits in Betrieb war (Allgemein / Information).

Letzte Änderung: 21 Mai 2020 03:19 von Zimtstern.
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[Leser-Test] LG 27GL850-B Gaming Monitor 21 Mai 2020 03:22 #7

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Welche Einstellungen empfehle ich?
Logischerweise macht es am meisten Sinn den Monitor auf der maximalen Auflösung und bei 144Hz zu verwenden, sofern es der PC hergibt.

Hauptsächlich nutze ich den voreingestellten ersten Bildmodus „Spieler 1“, da er ein angenehmes Mittelmaß an Helligkeit und Saturation bietet. Wenn es mal etwas später wird und die Augen müde werden, stört ein greller Bildschirm schon enorm. Daher ist der zweite Modus „Spieler 2“ wie gerufen, da damit das Bild dumpfer und dunkler wird. Man kann immer noch alles prima erkennen, allerdings ist das Lesen wesentlich angenehmer. Wer kurz vorm Schlafengehen ist kann auch den Modus „Leser“ verwenden: Er bietet ähnlich zum vorherigen ein dunkleres, entspannteres Bild was allerdings zusätzlich deutlich wärmer ist. Weiß erscheint so gelblich und schont damit bekanntlich die Augen, da blaues Licht – zumindest habe ich das so bisher gelesen – dem einfach Einschlafen entgegenwirkt. Daher habe ich zum Beispiel auch an meinem Smartphone von Abends bis Morgens einen Blaufilter an. Wer den Monitor nah am Fenster oder in einer hellen Umgebung stehen hat und volle Helligkeit und Brillanz haben möchte kann zum dritten Bildmodus „FPS“ oder „Lebendig“ greifen. Mir persönlich in meiner Konfiguration etwas zu aggressiv, allerdings für den einen oder anderen sicherlich empfehlenswert.

Was bewirkt Adaptive Sync?
Im Menü wird diese Technologie wie folgt beschrieben: „Die Adaptive Sync Funktion ermöglicht die nahtlose und natürliche Darstellung im Gaming Umfeld. Bitte beachten Sie, dass es bei bestimmten Spielen zeitweise zu Bild-Flimmern kommen kann.“ Das schlaue Internet verrät: Es ist ein Display-Port VESA Standard. Seine Funktion ist die Monitor Wiederholungsrate mit den FPS, die die Grafikkarte bereitstellt, zu synchronisieren. Dadurch sollen Bild-Stottern, Input Lag und Tearing (also Bild-Zerreißen) verhindert werden. Die Funktion unterstützt somit den flüssigen Bildverlauf und im Gebrauch ist mir zu keiner Zeit ein Stottern oder Tearing, wie ich es durchaus teilweise beim TN-Panel bemerkt hatte, aufgefallen.

Was bewirkt Black Stabilizer?
„Passen Sie die Schwarzwerte an, um dunkle Passagen in dunklen Bildern besser zu erkennen.“ heißt es im Menü. Hier kann ein Wer von 1 bis 100 gewählt werden, um die Tiefen entweder zu verstärken oder zu reduzieren. Sicherlich nützlich in manch einem Game oder beim Filmschauen, wenn Szenen einfach noch zu dunkel sind. Beim Gamen zumindest stelle ich allerdings lieber die Helligkeit im Spiel ein. Dennoch ‚nice to have‘.


8 ) Benutzung im Alltag

In Kombination mit der kostenlosen Software „OnScreen Control“ lassen sich viele Fenster nach eigenem Wunsch ideal anordnen und nach gewünschter Größe aufteilen. Ich nutze zwar einen zweiten Monitor für Fenster, die ich gerne auf einen Blick erreichbar haben möchte, allerdings hilft die Software bei vielen einzelnen Programmen und Fenstern zusätzlich sehr gut. Siehe hierzu das kurze Video im Beitrag zuvor.

Bildbearbeitung und Videoschnitt sind mit dem LG 27GL850-B ein richtiger Spaß, da die Farbtiefe um einiges schöner anzusehen ist und die flüssige Bildwiederholung jeden Handgriff optisch angenehmer darstellt. Es läuft alles extrem flüssig. Wer schon mal den Sprung von Gaming in 30 FPS zu 60 FPS vollzogen hat, wird sich daran erinnern, wie belohnend und angenehm das Bilderlebnis im Vergleich ist. Eine riesige Verbesserung. Stellt Euch nun das gleiche nochmal eine Nummer besser vor. Man hat sich bereits als PC-Gamer an 60 FPS gewöhnt, wird nun aber erneut in eine bessere Welt gezogen. Echt super.

Das bringt mich dann auch direkt zum Gaming. Mein Computer schafft die meisten Spiele bis zur benötigten 144 FPS Grenze, sofern nicht alle Einstellungen auf Ultra gestellt werden. Dementsprechend kann ich das volle Potential aus dem Monitor herausholen.



9 ) Fazit

Hält der LG 27GL850 was er verspricht?
Optisch gefällt der Monitor mit sehr gut. Er bietet vielseitige Einstellungsmöglichkeiten, hat die butterweichen 144Hz und 1ms Reaktionszeit mitsamt der 2560x1440 Auflösung an Bord und wird von G-Sync unterstützt. Mehr kann man eigentlich nicht erwarten. Ein super Arbeits- und Spiel-Erlebnis. Die Farbtiefe ist um Welten besser als mein vorheriger TN-Monitor und die USB-Anschlüsse auf der Rückseite machen zwei Anschlüsse an meinem Mainboard frei, die ich zuvor für Bluetooth-Empfänger nutzte und nun für externe Festplatten zur schnellen Datenübertragung nutzen kann.

Das IPS-Panel weist meiner Meinung nach kaum bis kein Backlight Bleeding auf. Zumindest kann ich keinen erkennbaren Helligkeitsverlauf / störende Stellen bei der Benutzung ausmachen. Mag sein, dass dieser Monitor der Hauptpreis bei der Panel-Lotterie war, aber das hängt sicher auch vom Grad der persönlichen Sensitivität für dieses Problem ab. Dem einen wird es mehr auffallen wie dem anderen. Ich habe jedenfalls meine Angst vor IPS-Glow überwunden und würde alleine schon wegen der atemberaubenden Farben und Bildqualität zu IPS raten.

Die schnelle Reaktionszeit macht Arbeiten und Spielen am Computer um einiges „smoother“. Gefühlt läuft alles leichter und schneller von der Hand. Ich habe natürlich keine wissenschaftlichen Daten vorzuweisen, aber meiner Meinung nach bin ich beim Spielen auch ein kleines bisschen reaktionsschneller und genauer. Zumindest habe ich zum Beispiel in Rocket League einige Tore erzielt und Schüsse geklärt, von denen ich zuvor nur träumen konnte. Mag aber natürlich auch sein, dass ich in der Corona-Zeit viel geübt habe. Nachteilig ist der LG 27GL850 auf jeden Fall nicht gewesen.

Wer also den „Holy-Grail“ (144Hz, 2560x1440, 1ms, G-Sync) der Gaming-Monitore, wie manch einer ihn beschreibt, besitzen will, kann getrost zum LG 27GL850-B greifen. Als Tipp: Sofern ich nicht falsch recherchiert habe, ist der LG 27GL83A-B beinahe identisch zu diesem Modell, allerdings etwas günstiger. Der einzige Unterschied, den ich finden konnte, waren die fehlenden USB-Anschlüsse auf der Rückseite.

Falls es für manch einen von Interesse ist, liste ich hier meine Testumgebung auf:

Computer:
• CPU: Ryzen 7 3700X
• Mainboard: Asus ROG Strix Gaming X570-F
• RAM: 32GB DDR4-3200 CL16 (2 x 16GB) Corsair Venegance LPX
• NVIDIA Geforce GTX 1080 (8 GB) Asus Strix
• 1TB M.2 NVMe Samsung 970 Evo (Win10 + Adobe CC und wichtige Programme)
• 1TB M.2 NVMe WesternDigital Blue (aktuelle Rohdaten – Foto & Video)
• 2TB 2.5” SSD SanDisk Plus (Launcher & Spiele)
• 2TB HDD WD Black (weitere Projektdaten - Fotos / Videoclips)
• 4TB HDD WD Blue (Foto- & Videoaufnahmen, Musik)

Vor dem Test nutzte ich folgende zwei Monitore:
• Samsung U28E590D LED UHD (Hauptmonitor, etwa 5 Jahre alt)
• 3840 x 2160 (benutzt bei 2560 x 1440)
• 60Hz (Display Port)
• Asus VS248H (Sekundärmonitor, etwa 7 Jahre alt)
• 1920 x 1080
• 60 Hz (HDMI)

Während des Tests und aktuell nutze ich den neuen LG 27GL850-B als Hauptmonitor für Foto- und Videobearbeitung sowie Gaming und den Samsung U28E590D als Zweitmonitor für schnellen Zugriff auf zusätzliche Fenster und Multitasking. Obwohl der Samsung einen Zoll größer ist, fällt das in der Praxis kaum auf, da er leicht angewinkelt steht und ich den LG Monitor ausgehend vom Samsung auf die mittige Höhe verstellt habe.

Der LG 27GL850-B wurde mir im Rahmen eines Lesertests von Hardware-Journal und LG zu Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese tolle Aktion an Euch und LG! :)

Beste Grüße,
Christian Meier
Letzte Änderung: 21 Mai 2020 03:59 von Zimtstern.
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