Forum
Willkommen, Gast
Benutzername: Passwort: Angemeldet bleiben:

THEMA: [Leser-Test]Fractal Design Meshify C TG - Das Skandinavische Frischluft Gehäuse

[Leser-Test]Fractal Design Meshify C TG - Das Skandinavische Frischluft Gehäuse 14 Jun 2018 16:01 #1

  • Junatic
  • Junatics Avatar
  • Offline
  • Grünschnabel
  • Beiträge: 6
  • Dank erhalten: 4
Junatic, 14.06.2018



Abmessungen
L 395 mm x B 212 mm x H 440 mm

Material
Metall, Kunststoff

Mainboard Größen
Mini-ITX, mATX, ATX

Laufwerksmöglichkeiten
5.25" - 0x, 3.5" - 2x, 2.5" - 3x

Lüfteroptionen
Vorne - 3x 120mm/ 2x 140mm (1x 120mm vorinstalliert), Hinten - 1x 120 (1x 120mm vorinstalliert), Oben - 2x 120/140mm, Boden – 1x 120mm

Anzahl PCI Slots
7 (3-Way SLI/Crossfire mit 3 Grafikkarten möglich)

Frontanschlüsse
2x USB 3.0, Audio und Mikrofon

Zubehör
Mainboardschrauben, Netzteilschrauben, Mainboard Standoffs, Laufwerksschrauben, Kabelbinder, Staubfilter, Mikrofasertuch, Anleitung

Maximale Komponentengröße
CPU Kühler - 172mm
Grafikkarte - 315mm

Preis
ca. 80€
____________________________________________________________


In Zeiten wo manch Hersteller das Design, insbesondere der Front, über die Funktion des Gehäuses stellt und damit den Luftfluss im Gehäuse komplett lahm legen, erfreuen sich Gehäuse mit den altbekannten Mesh Fronten wieder größerer Beliebtheit. So war es nur eine Frage der Zeit, bis auch Hersteller wie Fractal Design auf den Zug aufspringen.

Heute habe ich ein Gehäuse des skandinavischen Herstellers, welches auf der einen Seite einiges neu macht, auf der anderen Seite viel Bekanntes mit sich bringt. Die Rede ist vom Fractal Design Meshify C in der nicht getönten Tempered Glass Edition.
Was das Gehäuse leisten kann und wie es sich insbesondere gegen seinen „Brother from another Mother“, dem Define C TG schlägt, möchte ich in meinem Test klären.


Verpackung und Inhalt

Fractal Design verschickt das Belüftungsoptimierte Gehäuse in einer typischen Pappverpackung, welche mit allerhand Zeichnungen und Informationen bedruckt ist.
Das Zubehör befindet sich in einer eigenen, kleinen Verpackung, die wir bereits aus dem Test des Defini Mini C oder Define S kennen. Wie auch bei den beiden anderen genannten Gehäusen, ist sie im Meshify C TG in einem der 3.5" Laufwerksschächte und beinhaltet Mainboardschrauben, Netzteilschrauben, Mainboard Standoffs, Laufwerksschrauben, Kabelbinder, Staubfilter, Mikrofasertuch sowie eine Anleitung.
Besonders das Tuch zum reinigen des Glasseitenteils ist eine nette Beilage. Dies darf gerne zum Standard für Gehäuse mit Glasseitenteilen werden.


Detailbetrachtung des Fractal Design Meshify C TG

Das Fractal Design Define C TG, gehört zu den Midi Tower Gehäusen.
Das heißt, dass es mit seiner Länge von 54.3cm seiner Breite von 29.5cm und seiner Höhe von 45.3cm, Mini-ITX, mATX und ATX große Mainboards aufnehmen kann.
CPU Kühler bis zu 17.2cm und Grafikkarten bis zu 31.5cm Größe, finden im Meshify C TG ihren Platz.

In der Front des Gehäuses, liegt die auffälligste und Namensgebende Mesh Front. Das Besonders hier ist jedoch, dass es sich nicht einfach um eine plane Oberfläche handelt. Stattdessen wurde das Gitter mehrfach minimal hin und her gebogen, was der Front ein Optik, ähnlich der aktuellen Nvidia Founders Karten verleiht. Ebenfalls auffällig, ist das dezentral platzierte Metallplättchen mit dem Fractal Design Schriftzug. Dieses lockert die Front erheblich auf und verleiht zusätzlich einen edlen Touch.

Die Front kann wie üblich, auch hier abgenommen werden. Hierbei muss jedoch beachtet werden, dass die Front Panel Anschlüsse mit der Front Abdeckung verbunden sind. Man sollte also Vorsicht walten lassen beim Abnehmen. Hinter der Front werden die drei 120mm, oder zwei 140mm Lüfterplätze sichtbar. Wer nun denkt, dass das Meshify C über keinen Front Staubfilter verfügt, der kann beruhigt sein, denn der Staubfilter ist ebenfalls mit der Front verbunden. Von dort kann dieser herausgeklippt und anschließend gereinigt werden.

Ebenfalls hinter der Mesh Front, können wir die Power- und Festplatten Aktivitäts-LED erblicken. Diese ist nämlich nicht wie bei den Define Gehäusen über, in den Power-Button eingearbeitet, sondern ist dezent hinter der Mesh Front angebracht.

Die fehlende LED und der eckige Power-Button, sind leider auch die einzigen Neuheiten des Front Panels. Warum neben dem Reset-Button, den Mikrofon- und Kopfhöreranschluss, dem Power-Button und den beiden USB 3.0 Anschlüssen, noch immer kein USB Typ-C Anschluss seinen Platz gefunden hat, ist ungewiss. Selbst beim später erschienenen Define R6 ist dieser nur über ein optionales Front Panel nachrüstbar.

Hinter dem Front I/O Panel, erstreckt sich die Oberseite des Gehäuses. Im Gegensatz zu dem nahezu baugleichen Define C TG, ist ab Werk direkt der Staubfilter angebracht. Die verschließende Kunststoff Abdeckung ist beim Meshify C allerdings auch gar nicht erst vorhanden. Spätestens hier wird die Auslegung auf maximalen Airflow sichtbar.

Drehen wir das Meshify C TG einmal herum, sehen wir im Oberen Bereich, die Aussparung für die Mainboard I/O Blende, sowie den in der Höhe verstellbaren, vorinstallierten 120mm Lüfter.
Darunter kommen sieben schwarze PCI Slotblenden, sowie die Aussparung für das Netzteil samt Halterahmen, zum Vorschein.

Bevor wir das Tempered Glas Seitenteil betrachten, werfen wir noch einen Blick auf die Unterseite des Gehäuses. Hier sind die vier Gummierten Standfüße und der große Staubfilter erkennen. Letzterer wird erfreulicherweise über die Front herausgezogen, was dem hin und her rücken des Gehäuses zum Filter entfernen, ein Ende setzt. Die Standfüße dienen zusammen mit den Schienen in der Mitte der Unterseite, als eine Führung für den Staubfilter. Dank des Griffs, kann er schließlich einfach herausgezogen werden.

Unter dem Staubfilter, sehen wir im vorderen Bereich, vier Schrauben. Diese halten den Festplatten Käfig auf der eingestellten Höhe. Durch die länglichen Schienen, kann der Käfig, der zwei 3.5“ Festplatten fassen kann, weiter nach hinten verschoben werden. So kann mehr Platz für einen Front Radiator geschaffen werden. Wenn dieser Platz nicht gebraucht wird, kann der Käfig wieder nach Vorne geschoben und damit Platz für das Netzteil und das Kabelmanagement gemacht werden.

Ein weiterer, wichtiger Punkt beim Meshify C TG, ist das Tempered Glasseitenteil. Dieses ist genau wie beim Define C TG, von Außen an den Rahmen angebracht und mit vier kurzen Daumenschrauben fixiert. Außerdem hat das Seitenteil die gleiche, schwarze Umrandung wie es sie auch beim Define C TG hat.

Da das Glasseitenteil offensichtlich identisch zu dem des Define C TG ist, verfügt es ebenso über die Polsterungen an zwei der vier Kanten. Das Gehäuse verfügt dann über die beiden übrigen Polster als Gegenstücke zu denen des Seitenteils. Sie verhindern Beschädigungen bei der Befestigung des
Seitenteils und gleichzeitig wirken die Streifen als eine Art Dichtung zwischen Glas und Gehäuse.

Die rechte Seite des Gehäuses, verfügt dann über kein Glasseitenteil, sondern kommt mit einem üblichen Metall Seitenteil, welches mithilfe von zwei, vor dem herausfallen gesicherte Daumenschrauben gehalten wird.


Der Innenraum des Fractal Design Meshify C TG

Um in den Innenraum des Meshify C TG zu gelangen, müssen die Daumenschrauben des rechten Seitenteils sowie die vier Schrauben für das Tempered Glasseitenteil gelöst werden.

Im Innenraum angekommen, fällt sofort eines auf. Diesen Anblick habe ich bereits gesehen und zwar beim Define C TG. Es ist also nicht nur das Seitenteil identisch, sondern auch der gesamte Gehäuserahmen samt Innenraum. Da das Define C TG ein sehr ausgewogenes und vor allem gutes Gehäuse ist, sollte man hier nicht in Wut ausbrechen. So konnte Fractal Design allerdings beim Entstehungsprozess, Geld und Zeit sparen und musste nur eine neue Front Abdeckung entwerfen. Außerdem macht es diese beiden Gehäuse ideal, um die Auswirkungen von einer geschlossenen Front und einer offenen Mesh Front zu testen. Genau das werden wir nach der Betrachtung des Innenraums auch machen.

Der Innenraum ist komplett in schwarz gehalten und kann in verschiedene Bereiche eingeteilt werden. Im vorderen Bereich ist nicht nur der bereits erwähnte Front 120mm Lüfter, sondern auch die Aussparung für einen Radiator zu finden. Diese Aussparung verfügt über eine befestigte Abdeckung und kann bei Bedarf herausgenommen werden. Dazu müssen allerdings zwei Schrauben hinter der Front Abdeckung entfernt werden, was etwas umständlich ist. Soll jedoch ein Radiator dort platziert werden, muss die Front sowieso abgenommen werden um an die Befestigungslöcher zu kommen. Links des Lüfters, befinden sich zwei gummierte Kabeldurchführungen, die direkt an der Kante des gewinkelten Mainboard Bereis liegen.

Im hinteren Bereich des Innenraums, befindet sich der zweite verbaute 120mm Dynamic X2 GP-12 Lüfter. Auch dieser ist in schwarz gehalten und wird per 3-Pin Anschluss angeschlossen.
Besonders erfreulich ist, dass der Lüfterplatz etwas nach Hinten aus dem Gehäuse herausragt. Gerade bei kleinen mATX oder vielen Mini-ITX Mainboards kann es dazu kommen, dass sich CPU Kühler und Hecklüfter gefährlich nahe kommen. Dieser Gefahrenpunkt wurde damit eliminiert.
Unter dem Lüfter gibt es die sieben PCIe Slotblenden.

Am unteren Ende des Innenraums, ist eine Netzteilblende angebracht. Diese erstreckt sich über die komplette Länge des Gehäuses und kann an der Front etwas unterbrochen werden um Platz für den dritten 120mm Lüfter zu schaffen.
Im hinteren Bereich ist die Blende perforiert, sodass das darunter liegende Netzteil zur Not auch mit seinem Lüfter nach Oben verbaut werden kann.

In der Mitte des Innenraums, befindet sich auf Höhe des Hecklüfters, eine großzügige CPU Kühler Aussparung. Mit dieser kann bei jedem Mainboard, ein CPU Kühler bei montiertem Mainboard installiert werden.
Diese Aussparung ist so groß, das sie an den Seiten sogar über ein Mini-ITX Mainboard hinüber ragt.
Umrahmt wird der Mainboard Tray von vier Gummi Durchführungen mit deren Hilfe alle notwendigen Kabel sicher und einfach hinter den Mainboard Tray geführt werden können.

Die Rückseite des Innenraums, ist ebenfalls komplett schwarz, aber allerdings nicht komplett gerade.
Um für ein gutes Kabelmanagement mehr Platz zu bieten, wurde der Mainboard Tray im vorderen Bereich etwas in den Innenraum gebogen. Beim Define S wurde dieser Platz noch für die Montage der 3.5" Festplatten verwendet. Beim Meshify C TG können hier alle notwendigen Kabel verstaut werden.
Dazu gibt es hinter der CPU Kühler Aussparung eine Montageschiene, auf der gleich drei 2.5" Festplatten montiert werden können.

Für 3.5" Festplatten, gibt es unter der Netzteilblende zwei Rahmen in einem kleinen Käfig. Selbstverständlich können auch weitere 2.5" Festplatten verbaut werden. Wie bereits erwähnt, kann die Position des Käfigs von der Unterseite des Gehäuses, angepasst werden.

Das Netzteil findet seinen Platz dann auf vier kleinen Gummi Puffern, welche zur Entkopplung und sicheren Auflage des Netzteils dienen.


Einbau des Testsystems

Der Einbau des Testsystems im Fractal Design Meshify C TG, verlief schnell, einfach und Problemlos. Es traten keine Probleme auf und das rechte Seitenteil ließ sich ohne großen Kraftaufwand schließen.


Das Testsystem besteht aus folgenden Komponenten
CPU: Intel Core i5 6600K @ 4.5GHz
CPU Kühler: Thermalright Macho 120 SBM
Mainboard: Asus ROG Maximus VIII Gene
RAM: 2x 8GB Adata XPG Gammix D10 3000MHz DDR4
Grafikkarte: MSI Geforce GTX 1070 Gaming X
SSD/HDD: 275GB Crucial MX500, 500GB Samsung 840 Evo SSD
Netzteil: 550W be quiet! Dark Power Pro 11
Windows: 10 Pro 64-Bit


Temperaturen und Lautstärke

Um die Temperaturen zu ermitteln, wird das Programm NZXT Cam in der aktuellsten Version verwendet.
Es werden 2 voneinander unabhängige Messungen durchgeführt, bei einer konstanten Raumtemperatur von 22°C.

Da Messungen im Idle immer uninteressanter werden, da aktuelle Prozessoren und Grafikkarten so effektive Stromsparmethoden besitzen,
dass diese kaum noch Wärme abgeben.
Darum habe ich mich ausschließlich auf Messungen unter voller Auslastung entschieden.
Dazu wird die CPU mit Prime95 aufgeheizt, während die Grafikkarte mit Unigine Heaven ausgelastet wird.
Danach wird in einem Abschnitt von 10 Minuten gemessen und der Mittelwert aus 3 unabhängigen Messungen gebildet.

Die CPU Temperatur im Fractal Design Meshify C TG unter Full Load bei 5V beträgt: 55°C
Die GPU Temperatur im Fractal Design Meshify C TG unter Full Load bei 5V beträgt: 64°C

Die CPU Temperatur im Fractal Design Meshify C TG unter Full Load bei 7V beträgt: 54°C
Die GPU Temperatur im Fractal Design Meshify C TG unter Full Load bei 7V beträgt: 63°C

Die CPU Temperatur im Fractal Design Meshify C TG unter Full Load bei 12V beträgt: 52°C
Die GPU Temperatur im Fractal Design Meshify C TG unter Full Load bei 12V beträgt: 61°C


Für die Lautstärkenmessung wird in einem Abstand von 30cm, von der Mitte des Gehäuses und bei geschlossenem Seitenteil gemessen.
Nur so kann die wirkliche "Lautstärkeunterdrückung" des Gehäuses gemessen werden.

Das Grundrauschen im Raum betrug während der Messungen: 33.5dB
Mit 5V bzw. der Lüftersteuerung auf Low beträgt die Lautstärke des Fractal Design Meshify C TG: 34dB
Mit 7V bzw. der Lüftersteuerung auf Mid beträgt die Lautstärke des Fractal Design Meshify C TG: 35dB
Mit 12V bzw. der Lüftersteuerung auf High beträgt die Lautstärke des Fractal Design Meshify C TG: 37.5dB


Die Werte im Vergleich

Zum Vergleich mit dem Fractal Design Meshify C TG, ziehe ich folgende Konkurrenz heran
Offener Testaufbau
Aerocool XPredator II
Aerocool Project 7 C1
Cooler Master MasterBox 5
Enermax Ostrog Advance
Fractal Design Define C TG
Fractal Design Define Mini C
Nanoxia Deep Silence 3
Raijintek Asterion Classic

Bereits bei 5V zeigt sich, dass die Mesh Front einen Vorteil gegenüber einer geschlossenen Front hat. Mit 64°C liegt das Meshify C TG nur 2 Grad über dem Offenen Aufbau.

Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei 7V an den Lüftern. Auch wenn die CPU Temperatur nur um einen Grad fällt, bleibt das Meshify C TG das kühlste luftgekühlte Gehäuse.

Mit nun 12V liegt man fast gleichauf mit dem Offenen Aufbau. Lediglich 1 Grad Unterschied besteht noch. Spätestens hier zeigt sich sehr deutlich, dass eine Mesh Front gut für die Temperaturen ist.

Im Umkehrschluss, hat die offene Front natürlich auch Auswirkungen auf die Lautstärke. Bei 5V liegt man nur knapp über dem Grundrauschen des Raumes und ist somit aus normaler Entfernung nicht zu hören.

Betreibt man die Lüfter mit 7V, zeichnet sich langsam ein Bild ab, denn das Meshify C TG beginnt sich allmählich schlechter im Vergleich zu platzieren. Mit 35dB bleibt man aber im guten Mittelfeld.

Dort platziert man sich dann auch mit vollen 12V an den Lüftern. 37.5dB sind zwar bereits hörbar, sind aber bei weitem noch nicht störend. Für absolute Silent Fanatiker, ist das Meshify C TG allerdings nichts. Hier sollte lieber zu einem gedämmten Gehäuse mit geschlossener Front gegriffen werden.


Zusammenfassung

Die Verarbeitung des Meshify C TG ist auf einem hohem Niveau. Nach meinem Test des Define S und Define C TG, habe ich allerdings auch nichts anderes mehr erwartet. Nirgends gibt es scharfe Kanten oder unschöne Spaltmaße. Alles passt so wie es soll und ist da wo es hingehört.
Besonders erfreut hat mich der beigepackte Staubfilter für die Oberseite und das Mikrofasertuch für das Tempered Glas Seitenteil.

Der Innenraum ist gewohnt, klassisch und vor allem aber ordentlich aufgebaut und man findet sich sofort zurecht. Die Halterungen für das Glasseitenteil wurden flüssig in das Gesamtbild des Innenraums integriert und stören auch beim Einbau der Hardware nicht. Dieser verlief dann unglaublich einfach. Der spezielle Standoff in der Mitte oder die sehr große CPU Kühleraussparung machten den Einbau Kinderleicht.
Das im Anschluss anfallende Kabelmanagement, konnte dank des Knicks im Mainboard Tray, ebenfalls schnell und einfach erledigt werden.
Selbst wenn man noch nie Hardware in ein Gehäuse eingebaut hat, klappt es im Meshify C TG bestimmt, da Fractal Design es so einfach wie nur möglich macht.

Interessant wird es dann bei den gesammelten Messwerten. Betrachtet man die Lautstärke des Meshify C TG, so muss es sich den voll gedämmten Gehäusen geschlagen geben. Dennoch bleiben die verbauten Lüfter angenehm leise, sodass das Meshify C TG nicht störend laut ist. Wer es dennoch leiser haben möchte, kann zum Define C TG greifen.
Wenden wir uns aber den Temperaturen zu, gibt es für das Meshify C TG keine lüftgekühlte Konkurrenz. Einzig der Offene Aufbau und das mit Wasser gekühlte Define Mini C können sich noch vor das Meshify C TG setzen. Auch das Define C TG wird hinter sich gelassen, wenn auch nicht so weit, wie wohl manch einer vermutet hätte.

Doch es gibt auch einen Kritikpunkt. Besonders der Vorgänger der Define C Serie, namentlich Define S Serie, hat extrem viele Möglichkeiten für den Einbau einer Wasserkühlung geboten. Natürlich bietet auch das Meshify C TG etliche Montagemöglichkeiten sowohl für Radiator, als auch für Ausgleichsbehälter. Dennoch ist der Innenraum, besonders für einen Midi Tower, relativ beengt. Den Ausgleichsbehälter zwischen Grafikkarte und Frontlüfter zu verbauen wird damit zur Herausforderung, denn durch den Wegfall eines 360mm Radiatorplatzes im Deckel, muss dieser nun in der Front verbaut werden. Ich möchte nicht unnötig ungenutzten Platz in der Front des Gehäuses haben, allerdings erachte ich den fehlenden 360mm Radiatorplatz im Deckel als Kritikpunkt, auch wenn er nur eine gewisse Nutzergruppe anspricht.

Abschließend lässt sich das Meshify C TG aber als ein sehr gutes Gehäuse beschreiben, welches sich mit ausgezeichneten Temperaturwerten an die Spitze des Vergleichs stellen konnte. Wer die etwas erhöhte Lautstärke gegenüber dem Define C TG in Kauf nehmen kann und Wert auf beste Kühlung legt, der ist mit dem Meshify C TG bestens bedient. Daher vergebe ich meinen Gold Award.


Pro
+ sehr gute Verarbeitung
+ sehr gute Temperaturwerte
+ gute Lautstärkewerte
+ Mikrofasertuch für das Tempered Glas im Zubehör
+ Innenraum aufgeräumter
+ viele Staubfilter
+ Bodenstaubfilter lässt sich nach Vorne heraus ziehen
+ guter Preis

Contra
- kein 360mm Radiatorplatz im Deckel

Letzte Änderung: 15 Jun 2018 08:49 von Junatic.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.