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THEMA: Arctic Z2-3D Dual-Monitorhalterung

Arctic Z2-3D Dual-Monitorhalterung 05 Mär 2017 19:05 #1

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Vorwort und Danksagung
Durch eine Bewerbung für einen ausgeschriebenen Leser-Test habe ich die Möglichkeit bekommen die neue Monitorhalterung von Arctic testen zu können.
Für das entgegengebrachte Vertrauen und die Auswahl meiner Bewerbung möchte ich mich herzlich bei Arctic und Marcel vom HW-Journal bedanken!
Schon seit vielen Jahren lese ich begeistert Reviews und News zu der aktuellen Hardware und möchte mit diesem Review die Möglichkeit nutzen durch ein eigenes Review etwas an die Community zurück zu geben.

Die Arctic Z2-3D Dual-Monitorhalterung ist eine der vielen Monitorhalterungen aus dem Produktkatalog von Arctic. Die Z2-3D ist dabei jedoch das Spitzenmodell unter den Monitorhalterungen für zwei Monitore.

Warnung: Spoiler! [ Zum Anzeigen klicken ]


Durch die frei positionierbaren Monitorarme kann das Setup in jede Richtung bewegt werden und bietet ein sehr hohes Maß an Flexibilität. Dies geschieht durch die Möglichkeit des Drehen, Schwenken, Neigen und Anheben der Monitore.
Diese Flexibilität erleichtert das nutzen von zwei Monitoren am Arbeitsplatz enorm.

In diesem Review möchte ich aufzeigen welche Vorteile diese Monitorhalterung bietet und einen Eindruck vermitteln inwieweit diese genutzt werden kann.


Unboxing und der erste Eindruck der Arctic Z2-3D Dual-Monitorhalterung
Die Monitorhalterung wurde direkt in der Originalverpackung verschickt welche ohne große äußerliche Mängel bei mir ankam. Auf der Verpackung werden in die „Key Features“ der Monitorhalterung beworben, welche primär auf die Flexibilität und Kompatibilität eingehen.





In der Verpackung befinden sich fein säuberlich getrennt und verpackt alle notwendigen Einzelteile, um die Monitorhalterung in Betrieb nehmen zu können. Neben einer kurzen bebilderten Anleitung sind das die zweiteiligen Monitorarme, Verbindungsstücke, Schrauben und der Standfuß welcher als USB 3.0 Hub ausgeführt ist.





Der Lieferumfang ist großzügig und ermöglicht die Montage an verschiedenen Schreibtischen, wodurch sich der Anwender frei entscheiden kann wie und wo er die Halterung aufbaut.

Der USB 3.0 Hub ist in dem Standfuß der Halterung integriert und erlaubt das anschließen von bis zu vier USB Geräten. Somit ist man nicht mehr auf die USB Anschlüsse der Monitore angewiesen oder muss an dem Gehäuse nach einem Anschluss suchen. Der USB Hub ist immer zentral unter den Monitoren erreichbar und somit in unmittelbarer Nähe zum Anwender.



Der Hub wird mit einem 10W Netzteil aktiv mit Strom versorgt und bietet sich somit wunderbar an, um auch über Nacht bei abgeschaltetem PC z.B. das Smartphone zu laden.







Die Arctic Z2-3D Dual-Monitorhalterung
Die Monitorhalterung ermöglicht eine ergonomische Sitzhalterung durch die frei einstellbare Position der Monitore in Höhe, Abstand und Winkel. Der enthaltene Gasliftarm bietet dabei die Möglichkeit den Monitor mit geringem Kraftaufwand zu positionieren.

Der gewonnene Platz unter den Monitoren lässt sich wunderbar als Ablagefläche nutzen und schränkt den Anwender somit viel weniger ein, als die normalen Standfüße der Monitore.

Die technischen Daten der Monitorhalterung sollten vor der Anschaffung studiert werden, da Arctic die Möglichkeiten doch einschränkt. Primär richtet sich die an die Größe und das Gewicht der möglichen Monitore.

Die Bildschirme selber können in 45° geneigt, in 180° gedreht und in 360° rotiert werden.



Kompatibel ist die Halterung dabei prinzipiell mit allen Monitoren, welche über eine VESA 75 oder 100 Halterung verfügen. Weiter dürfen die Monitore jeweils nicht mehr als 8kg wiegen und sollten zwischen 13“-27“ groß sein.



Die Spannweite jeder Halterung liegt bei maximal 580mm, wobei es in dieser maximalen Ausrichtung schwierig wird diese Spannweite aufrecht zu halten, wenn die Monitore noch gewinkelt zueinander werden sollten.



Nutzt man nur den Gasliftarm alleine ist die Spannweite bei fast fixen 330mm und kann nur durch das Anheben des Monitors verringert werden.




Montage
Die Monitorhalterung wird im ersten Schritt am Schreibtisch selber befestigt. Arctic erlaubt hier die Montage per Schraubklemme, welche am hinteren Rand des Schreibtischs angebracht wird. Dabei rät Arctic von der Montage an Tischplatten ab, welche im Kern nicht besonders stabil sind. Zum Beispiel sind viele der gängigen IKEA Tischplatten im inneren mit einer Pappwabenstruktur aufgebaut und eignet sich dadurch nicht. Hier besteht die Gefahr den Tisch zu beschädigen.



Alternativ erlaubt es Arctic die Monitorhalterung durch eine Bohrung im Tisch zu befestigen. Dabei sollte das Loch einen Durchmesser von mindestens 10mm und maximal 70mm haben.

Ist die Basis montiert wird die zentrale Stange angebracht welche sehr massiv ist. Diese dient als zentrale Halterung und nimmt alle entstehenden Kräfte und Momente auf. Mit der anschließend angebrachten Stangenklemme begrenzt man die Höhe/Tiefe des späteren Setups, welche sich aber auch wieder durch die Monitorarme beeinflussen lässt.

Auf die Stangenklemme wird der Dual-polige Stecker gesetzt, welcher die zwei Halterungen der Monitore aufnehmen kann. Ab diesem Punkt kann der Anwender entscheiden pro Monitor ein oder zwei Arme zu nutzen, wobei der Arm mit Gaslift immer genutzt werden muss, da dieser die VESA Halterung beherbergt.



Sobald der Gasliftarm montiert ist sollte man diesen per Schrauben an das Gewicht des Monitors einstellen. Für meinen getesteten 24“ Monitor war die Gasfeder perfekt eingestellt, aber der 22“ Monitor war zu leicht und wurde von der zu harten Gasfeder immer nach oben gehoben.

Ab diesem Punkt hatte ich persönlich die größten Schwierigkeiten.
Mit zwei Monitoren und jeweils beiden Doppelarmen im Gebrauch muss man vor der Fixierung der Arme ein gutes Maß finde, um die Monitore auszurichten. Mit beiden Doppelarmen ist man hier sehr flexibel, aber erkauft sich dies bei kleinen Monitoren auch mit einem (meiner Meinung nach) großen Nachteil. Die Monitorarme müssen weit nach hinten ausladend ausgerichtet werden, wenn man die Monitore weit nach hinten setzen will. Hier liegt das Problem aber in der Natur der Arme, da die Gelenke nur in gewissen Positionen nutzbar sind, wenn man die Monitore an einer fixen Ausrichtung anbringen möchte. Im schlimmsten Fall war bei mir ein Freiraum von fast 250mm hinter dem Schreibtisch notwendig.

Lösen konnte ich das Problem indem ich an einem Monitor nur einen Arm genutzt habe und den 2. Monitor mit Doppelarm weiter genutzt habe. Hier sind nur noch ca. 160mm hinter dem Schreibtisch notwendig.





Zuletzt sollte man noch die Monitorarme verschrauben und die Madenschrauben in den Armen anziehen, um der Halterung mehr Stabilität zu geben.






Ergonomie

Die Monitore lassen sich sehr ergonomisch ausrichten und bieten einen hohes Maß an Flexibilität.








Das fertigte Setup und der Einsatz im Alltag

Für das Build wurde meine vorhandene Hardware genutzt welche sich wie folgt zusammensetzt:
Intel Core i7 5820k @ 4.5GHz (1.24V)
MSI X99 Titanium
Corsair Dominator Platinum 16GB DDR4-3000
EVGA GTX 1080 FE @ 2,1GHz mit Shunt-Mod („offenes“ Powertarget)
Corsair RM850x mit einem schwarzen CableMod Set

Monitore waren dabei ein 22“ Dell und ein 24“.



Im Alltag habe ich die ergonomischen Funktionen nur genutzt, um mir das Setup einzurichten und nachträglich anzupassen. Der gewonnene Freiraum unter den Monitoren sieht nicht nur klasse aus, sondern erlaubt auch das ausbreiten von Dokumenten auf dem Schreibtisch.

Der alltägliche Einsatz von zwei Monitoren ist sehr angenehm und bietet einem viel Freiraum in der Nutzung. So können nebenher immer noch Dokumente geöffnet und betrachtet werden oder Videos geschaut werden.

Der USB 3.0 Hub war sehr angenehm im Gebrauch und liefert dank eigenem Netzteil genug Strom, um Geräte auch Nachts aufladen zu lassen. In meinem Fall konnte ich meine kabellose Maus so über Nacht laden und den PC dabei komplett abschalten.



Durch das 10W Netzteil hat der Hub genug Reserven um kleine externe Festplatten selbstständig mir Strom versorgen zu können.
Meine externe Samsung T3 SSD lieferte an dem USB Hub ihre gewünschten Transferraten und eignet sich somit auch perfekt, um im Alltag auch USB 3 Geräte anschließen zu können.




Fazit und Zusammenfassung

Mit der Arctic Z2-3D Dual-Monitorhalterung wurde vieles richtig gemacht. Die Montage ist gut zu bewerkstelligen und durch das mitgelieferte Zubehör auch schnell erledigt. Beachten sollte man in jedem Fall die ausgeschriebene Kompatibilität, um Schäden und Enttäuschungen vorzubeugen.
Im Alltag ist der Nutzen sehr angenehm und bietet keinen Anlass zur Kritik. Einzig die Ausrichtung der Monitorarme kann frustrierend sein, wenn man sich in der Position der Monitore festgelegt hat und nicht mehr Freiraum hinter dem Schreibtisch zu einer Wand schaffen möchte. Hier muss der Anwender viel ausprobieren, um zu einem guten Ergebnis zu kommen.
Dies ist aber keine Kritik am Produkt selber, sondern ein Monitorhalterungen an sich.

Zum Schluss möchte ich mich noch einmal bei Arctic und Marcel bedanken, welche diesen Leser-Test ermöglicht haben. Für mich war dies eine neue Erfahrung, welche mir aber viel Spaß gemacht hat.
Letzte Änderung: 07 Mär 2017 18:34 von Dschijn.
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